ECOreporter.de-Grundkurs nachhaltige Geldanlage - Blatt zwei: Es steckt mehr dahinter: Grünes Geld bewährt sich

Wann ist Geld nachhaltig oder "grün"?


"Grünes Geld" ist der Sammelbegriff für Kapitalanlagen, die ökologisch, ethisch, nachhaltig oder sozial orientiert sind. Mit Grünem Geld kann ein Privatanleger also neben finanziellen auch andere Ziele verfolgen. Diese Geldanlageart bietet die Möglichkeit, Geldanlage und persönliche inhaltliche Ziele unter einen Hut zu bekommen. Grünes Geld nennt sich auch "Nachhaltiges Investment", "Verantwortungsvolle Geldanlage" oder ähnlich. Es gibt für "Grünes Geld" keine genau festgelegte (gesetzliche) Definition.


Die Höhe des Umweltnutzens von Grünem Geld ist abhängig von der Anlageform: Bei grünen Aktien, Anleihen oder Direktbeteiligungen beispielsweise können Sie entscheiden, in welches Unternehmen Sie Ihr Geld investieren. Bei grünen Sparbriefen, Sparkonten und Festgeldern werden die eingezahlten Gelder als Einheit betrachtet und Kredite für umwelt- und sozialverträgliche Projekte vergeben.

Wer verkauft Grünes Geld?

Grünes Geld gibt es in fast allen Varianten von Finanzprodukten - von grünen Sparbüchern, Festgeldern und Sparbriefen bis hin zu grünen Aktienzertifikaten. Viele Banken und Versicherungen bieten grüne Geldanlagen.


Das Plus im Grünen


Mit Grünem Geld werden ökologische Vorhaben gezielt gefördert. Und Grünes Geld leistet noch mehr: Es stimmen nicht nur Sicherheit und Rendite, sondern auch - und vor allem - der Charakter der Geldanlage.


Geld für Umweltprojekte


Grüne Geldanlagen ermöglichen oft erst die notwendige Finanzierung ökologischer Unternehmen und Projekte. Besonders die regenerative Energienutzung wurde in der Vergangenheit durch grüne Geldanlagen gefördert. So haben private Anleger, indem sie Fondsanteile kauften, viele Milliarden Euro in die Errichtung von Windkraftanlagen, Biogas- oder Solarkraftwerken investiert. Damit haben sie eine Branche finanziert, die mittlerweile in Deutschland 250.000 Arbeitsplätze bietet.


Mitbestimmung einmal anders


Mit Ihrer Geldanlage haben Sie die Möglichkeit, auf die Entscheidungen und Politik der Unternehmen Einfluss zu nehmen. Insbesondere bei grünen Investmentfonds oder grünen Lebensversicherungen, wo das Kapital gebündelt ist, kann mit der Geldanlage Druck auf die Unternehmen ausgeübt werden.

Ökologische Geldanlage muss rentabel sein


Wenn das Unternehmen, in das Sie investieren, nicht rentabel ist, wird es möglicherweise komplett fehlschlagen. Dann hat Ihre Investition für die Umwelt wenig bis nichts erbracht. Im positiven Fall steigern Grüne Geldanlagen die Rentabilität eines Unternehmens. Weil es eine gute Finanzierung hat. Und weil das Image des Unternehmens gestärkt wird und sich sein Bekanntheitsgrad erhöht, wenn es als nachhaltig gilt.


Der Markt wächst


Der Markt grüner Geldanlagen ist in den letzten Jahren stark gewachsen, auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld.






Hier finden Sie Blatt drei des ECOreporter.de-Grundkurses: Mit gutem Beispiel vorangehen - Nachhaltige Unternehmen liegen in vielen Bereichen vorn.



Bilder:
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