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Erneuerbare Energie 10.03.2004

10.3.2004: "Eine starke strategische Partnerschaft kann zukünftig Sinn machen" - ECOreporter.de-Interview mit Ingo de Buhr, Geschäftsführer der Prokon Nord GmbH

Die Prokon Nord Energiesysteme GmbH zählt zum kleinen Kreis der deutschen Projektierer von Offshore-Windparks. Die Gesellschaft mit Sitz im ostfriesischen Leer hat für ihr Projekt " Borkum-West" bereits die Genehmigung des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH); die Pilotphase des Windparks kann gebaut werden. Mit der Übernahme der Offshore-Sparte von der Pfleiderer AG stieg das norddeutsche Unternehmen auch in die Entwicklung und den Bau von Windturbinen ein. ECOreporter.de sprach mit Ingo de Buhr, Geschäftsführer der Prokon Nord, über die weiteren Aussichten und Pläne.

 

 

ECOreporter.de: Bevor Sie im Dezember 2003 die Offshore-Technologie "Multibrid" der Pfleiderer AG übernahmen, sind Sie nicht in der Produktion von Windkraftanlagen tätig gewesen. Wollen Sie die Weiterentwicklung der Offshoretechnik vollständig in Eigenregie schaffen, oder halten Sie nach einem Partner Ausschau?

Ingo de Buhr:In der jetzigen Phase konzentrieren wir uns auf das weitere Engineering. Wir benötigen und suchen derzeit keine weiteren Partner in der Gesellschaft. Wenn die Multibrid 5 MW-Anlage jedoch so erfolgreich wird, wie wir annehmen, kann eine starke strategische Partnerschaft zukünftig Sinn machen.

 

ECOreporter.de: In einer Pressemeldung zur Übernahme der Pfleiderer-Offshore Aktivitäten hieß es, es würden Synergie- und Effizienzeffekte entstehen. In welchen Bereichen entstehen diese Effekte?

de Buhr:Als Betreiber von Windenergieanlagen sowie eines großes Biomasseheizkraftwerkes wissen wir, wie wichtig der direkte Zugriff des Betreibers auf die Konstruktion sowie deren Komponenten ist. Diese Möglichkeit wird teilweise schon heute von Banken für die Finanzierung von Onshore-Windparks gefordert. In unseren eigenen Projekten können wir die Anlage intensiv testen und dem Markt eine der weltgrößten und effektivsten Windenergieanlage bis ins Detail vorstellen. In dieser Strategie sehen wir einen großen Marktvorteil.

 

ECOreporter.de: Der Prototyp der 5 MW-Anlage werde voraussichtlich im Mai 2004 in Bremerhaven in Betrieb genommen, eine weitere Anlage solle noch in 2004 errichtet werden, das meldeten Sie im Dezember. Können Sie diesen Zeitplan einhalten?

de Buhr:Die Errichtung und Inbetriebnahme der Erstanlage in Bremerhaven erfolgt nach Beendigung von intensiven Messkampagnen, die wir derzeit an dem fertiggestellten Triebstrang in der Halle durchführen. Hier unterliegen wir keinem zeitlichen Druck. Die nächste Anlage wird ca. ein dreiviertel Jahr nach ersten Testreihe an der ersten Anlage errichtet.

 

ECOreporter.de: Rechnen Sie damit, dass Sie für Ihre Offshoreprojekte "Borkum-West" und "Forseti" schon Anlagen aus eigener Fertigung einsetzen können.

de Buhr:Ja, mit Sicherheit.

 

ECOreporter.de: Ihr britischer Windpark Cromer soll schon in zwei Jahren in Betrieb genommen werden. Sind Behörden und Bürger in Groß Britannien den Offshore-Investoren gegenüber aufgeschlossener als hierzulande?

de Buhr:Das komplette Genehmigungsverfahren inklusive der Genehmigung der Kabeltrasse sowie der naturschutzfachlichen Untersuchung konnte innerhalb von 2 Jahren abgeschlossen werden. Von behördlicher Seite erhielten wir ständig eine große Unterstützung. Der Dialog mit den britischen Naturschutzverbänden war vorbildlich und ergebnisorientiert. Gegen die Genehmigung wurde kein Widerspruch eingelegt. Ermöglicht wird diese zügige Abarbeitung von Genehmigungsverfahren jedoch hauptsächlich durch das Vorhandensein einer Vielzahl von geeigneten Standorten mit geringerer naturschutzfachlicher Sensibilität.

 

ECOreporter.de: Gibt es bereits Zwischenergebnisse der Naturschutzfachlichen Untersuchungen für Ihren Windpark Borkum-West?

de Buhr:Die Voruntersuchungen für unseren Offshore Windpark Borkum West sind vollständig abgeschlossen. Die nächsten Untersuchungen erfolgen parallel zur Errichtung der Offshore Anlagen.

 

ECOreporter.de: Herr de Buhr, wir danken Ihnen für das Gespräch!

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