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Meldungen 13.11.2002

13.11.2002: LEM Holding (Schweiz): Halbjahresbericht

In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2002/03 wurde ein Umsatz von CHF 72,7 Mio. (-11%) erzielt. Die in diesem Zeitraum eingegangen Aufträge beliefen sich auf CHF 74,2 Mio., was eine Steigerung von 5 % darstellt. Ende September 2002 lag der Auftragsbestand bei CHF 48,5 Mio. Der wichtigste Unternehmensbereich, LEM Components, leidet nach wie vor unter der schwachen Konjunktur, es gibt jedoch bereits erste Anzeichen für eine langsame Erholung. Im Zeitraum von April bis September 2002 wurde ein EBIT von CHF 521"577 gegenüber CHF 669"693 im Vorjahreszeitraum erzielt. Wie bereits im vergangenen Jahr erwarten wir für das zweite Halbjahr saisonal bedingt eine deutliche Verbesserung gegenüber der ersten Jahreshälfte. LEM Components konnte die Bruttomarge erhöhen und Fixkosten senken, während bei LEM Instruments in erster Linie der hohe Auftragsbestand Grund für diese Verbesserung war ist. Dies wird voraussichtlich zu einem im Vergleich zum Vorjahr leicht höheren Nettoergebnis führen. Der Genfer Regierungsrat hat die Zustimmung für den Verkauf der CTN Liegenschaften gegeben. Damit kann LEM sich bald auf das industrielle Kerngeschäft fokussieren.

 

Geschäftslage

 

LEM Components

 

Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11% in Landeswährung und um 16% in Schweizer Franken zurück. Im letzten Quartal lag der Umsatz 7% über dem des vorherigen Quartals. Die Auftragseingänge nahmen im Jahresvergleich um 9% zu. Das Segment Industrie, das 80% von LEM Components ausmacht, leidet seit nun mehr 18 Monaten unter der rückläufigen Konjunktur. Es mussten Umsatzeinbussen von 15% verzeichnet werden. Allerdings nahmen die Auftragseingänge im Jahresvergleich um 20% zu, was als positives Signal zu werten ist. Die wichtigsten Anwendungen sind Umrichter und industrielle Antriebe für die Energieumwandlung und den Werkzeugmaschinenbau. Die Nachfrage nach Anwendungen für unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) und Telekom-Infrastruktur erlebt - ausgehend von einem sehr niedrigen Ausgangsniveau - wieder neuen Aufwind. Weniger vom Abschwung betroffen waren die Bereiche Medizin und alternative Energie (Wind- und Solarenergie). In den USA eröffnen sich durch Produkte wie Signalgeber für Garagentoröffner neue Möglichkeiten. Aufgrund der tiefen Ausgangsbasis des Vorjahres verzeichnete Asien und vor allem Japan die stärkste Erholung. Auch in den USA war das zweite Quartal relativ stark.

Im Segment Traktion liegt der Umsatz 10% unter dem Vorjahresniveau. Dieser Bereich ist von langfristigeren Projekten abhängig. Aufgrund der schwierigen Finanzlage der britischen Eisenbahngesellschaften verzögerten sich einige Projekte. Andererseits haben wir auf mehreren europäischen Märkten Fortschritte in unserem neuen Geschäft mit der Überwachung von Signaleinrichtungen im Schienenverkehr erzielt. Zudem wurde eine neue Palette von Spannungswandlern auf den Markt gebracht.

 

Mit dem Bereich Prozessautomation hat LEM Components ein drittes Standbein aufgebaut. Zurzeit sind die Umsatzzahlen in diesem Bereich noch verhalten, die Aussichten für die nächsten Jahre jedoch sehr vielversprechend. Durch die Partnerschaft mit dem amerikanischen Unternehmen NK Technologies Inc. und die interne Entwicklung einer neuen Produktreihe gelang es uns, ein umfassendes Produktportfolio für dieses neue Segment auf den Markt zu bringen. Spezialisierte Händlerunternehmen wurden unter Vertrag genommen. In China ist LEM bereits seit einigen Jahren in diesem Marktsegment tätig.

 

Angesichts der schwachen Konjunktur herrscht an den Märkten eine nervöse Stimmung, und die Kunden binden sich vertraglich nur ungern langfristig. Änderungen bei Lieferterminen erfolgen zudem kurzfristiger. Viele Kunden greifen vermehrt auf Outsourcing zurück und verlegen ihre Produktion zunehmend in Niedriglohnländer. Diese neue Situation bedeutet eine Herausforderung für unsere Produktionszentren, die ihre Produktionskapazität kurzfristig anpassen müssen.

 

Aufgrund unserer aktuellen Beurteilung der Geschäftslage gehen wir für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres von einer langsamen und verhaltenen Erholung aus. Der Umsatz dürfte sich auf demselben Niveau bewegen wie in den letzten sechs Monaten.

 

LEM Instruments

 

Der Gesamtumsatz von LEM Instruments ging um 2% zurück (+ 4% in Landeswährung). Allerdings stiegen die Auftragseingänge um 5% an, womit unser Auftragsbestand 16% über dem Stand vor 12 Monaten liegt.

 

Im POWER Segment konnten Produkte und Systeme für die Überwachung und Kontrolle der Spannungsqualität in Stromnetzen eine durchschnittliche Wachstumsrate von 12% verzeichnen. Vor kurzem haben wir eine neue Palette von Netzanalysatoren eingeführt: Analyst3Q und Memobox 300 Smart. Diese Produkte wurden vom Markt positiv aufgenommen. Bei den fest installierten Netzanalysatoren bieten wir weiterhin innovative Lösungen mit Programmen an, die eine vollständige Überwachung der Netze ermöglichen. Allerdings setzt die schwierige Situation, in der sich EDF (Electricité de France) aufgrund seiner Unternehmen in Lateinamerika befindet, den Investitionen in die französischen Netze enge Grenzen. Auch in A rgentinien gibt es in diesem Bereich praktisch keine Aktivitäten mehr. Bei der digitalen Fehleraufzeichnung (DFR) liegen die Auftragseingänge im Budget. Wir haben die Standorte für die Produktion und Erprobung von DFR zusammengelegt, was teilweise zu vorübergehenden Lieferverzögerungen geführt hat. Dieses Problem wird in Kürze behoben sein. Der Teilbereich Leistungsmessung, der sich auf die Entwicklung und Wartung von Leistungselektronik z. B. in industriellen frequenzvariablen Antrieben sowie in der Beleuchtungs- und Automobilindustrie fokussiert, hatte dieses Jahr einen deutlichen Umsatzrückgang zu verzeichnen, der durch die drastisch zurückgefahrenen Industrieinvestitionen bedingt ist. In diesem Teilbereich wurden die Kostenstrukturen den veränderten Marktaussichten angepasst.

 

Kontakt

 

LEM Holding SA

16, Chemin des Aulx

CH-1228 Plan-les-Ouates/Genf

 

Tel: +41 (022) 706 11 11

Fax: +41 (022) 794 94 78

www.lem.com