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15.11.2002: Architekt Rolf Disch erhält Europäischen Solarpreis 2002

Bei der diesjährigen Verleihung der Europäischen Solarpreises erhält der Freiburger Architekt Rolf Disch den Sonderpreis für sein Gesamtengagement für solare Architektur und den Einsatz erneuerbarer Energien im Wohnungsbau. Bundespräsident Johannes Rau wird den Preis am 4. Dezember 2002 in Berlin überreichen.

 

Disch erhält den Sonderpreis des Europäischen Solarpreises 2002 für seinen langjährigen und unermüdlichen Einsatz für die Solararchitektur und für seine damit verbundenen Pionierleistungen. Die Vereinigung Eurosolar e.V. mit Ihrem Präsidenten Dr. Hermann Scheer, Träger des alternativen Nobelpreises, lobt die Solarpreise jährlich europaweit aus. Die Preisverleihung durch Bundespräsident Johannes Rau findet am 4. Dezember 2002 in Berlin statt.

 

"Mit dem Preis werden auch die ungewöhnlichen Wege gewürdigt, die wir gegangen sind, um die Vision des Solarzeitalters zu verwirklichen", freut sich Disch über die Auszeichnung. Schließlich wurden viele Ideen aus seiner Feder, wie das Heliotrop - ein solares Baumhaus, das sich mit der Sonne dreht - oder das Plusenergiehaus, das mehr Energie erzeugt als es benötigt, zuerst belächelt. Heute sind die visionären Konzepte des Freiburger Architekten längst Realität und funktionieren.

 

Ein Leben für die Sonnenenergie

 

Mit der nachhaltigen solaren Bauweise baut Rolf Disch seit 20 Jahren private Wohnhäuser. Nach zehnjähriger Planungs- und Entwicklungsarbeit bezog er das "Heliotrop", ein zylinderförmiges Solarhaus, das auf einer drehbaren Säule ruht und eine Orientierung des Gebäudes nach dem Lauf der Sonne ermöglicht. Gemeinsam mit dem Fertighaushersteller WeberHaus entwickelte er das Fertighaus "Övolution", ein Baukastensystem für individuell gestaltete Häuser, die die Solarenergie nutzen.

 

Diese Pilotprojekte mündeten 1997 in das "Plusenergiehaus", eine Weiterentwicklung des Niedrigenergie- und Passivhauses. Es kombiniert eine architektonisch ansprechende ökologischen Bauweise mit der Nutzung von Sonnenenergie. Plusenergiehäuser sollen mehr Energie gewinnen als ihre Bewohner verbrauchen.

 

"Solararchitektur ist Überlebensstrategie und damit gesellschaftliche Notwendigkeit", sagt Disch. Die Nutzung von Sonnenenergie verringere die Umweltverschmutzung sowie die Gefahr von Umweltkatastrophen und Kriegen. "Jeder Hausbesitzer kann zum Selbstversorger in Sachen Energie werden und damit einen Beitrag zum Klimaschutz und für den Weltfrieden leisten", so das Credo des Architekten. "Mit unseren Häusern und Siedlungen wollen wir aufzeigen, dass der bewusste Umgang mit den Ressourcen keinen Verzicht auf Lebens- oder Wohnqualität bedeutet."

 

Solararchitektur ist wirtschaftlich

 

Plusenergiehäuser sind nicht teurer als vergleichbare moderne Neubauten, wirbt Disch. Aufgrund des solaren Energiekonzeptes seien die Nebenkosten minimal - der Energiebedarf betrage ein Zehntel eines konventionellen Hauses, die Stromerzeugung bringe zusätzlich Einnahmen. Langfristig seien die Häuser daher robust gegen zukünftige Energiepreissteigerungen.

 

Disch weist auf entsprechende Finanzierungsformen und Kapitalanlagemöglichkeiten hin: Im 1. Freiburger Solarfonds könnten sich renditeorientierte Anleger an Plusenergiehäusern beteiligen. Der erste solare Immobilienfonds prognostiziere eine Rendite von durchschnittlich rund 5,5 Prozent nach Steuern. Mit dem Slogan "lieber Zellen auf dem Dach als Aktien im Keller" wirbt der Architekt für Plusenergiehäuser als sichere Geldanlage. Auf der soeben zu Ende gegangenen Internationalen Anlegermesse IAM habe das Angebot Erstaunen in der Finanzwelt hervorgerufen: "Dass man mit Sonnenenergie Geld verdienen kann, hat sich offensichtlich noch nicht weit herumgesprochen."

 

Stichwort: Europäischer Solarpreis

 

Die Europäischen Solarpreise werden seit 1994 jährlich an Kommunen, Unternehmen, Einzelpersonen sowie an Organisationen für beispielhafte Initiativen zur Nutzung der Sonnenenergie in all ihren verfügbaren Formen vergeben. Beim Europäischen Solarpreis werden herausragende innovative Projekte und Initiativen von Anwendungen Erneuerbarer Energien in verschiedenen Preiskategorien ausgezeichnet. Ausgelobt wird der Preis von EUROSOLAR e.V.. Die Vereinigung erarbeitet und stimuliert europaweit politische und wirtschaftliche Handlungsentwürfe zur Einführung Erneuerbarer Energien. Ihr Präsident ist Dr. Hermann Scheer, Träger des alternativen Nobelpreises.

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