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Nachhaltige Aktien 15.11.2004

15.11.2004: Wochenrückblick: Kursgewinne zwischen 10 und 30 Prozent, Photovoltaikaktien gefragt - Phönix SonnenStrom geht an die Börse - unite energy europe: nächste Runde im Chaos um Ancinale

Der Aufwärtstrend an den Aktienbörsen setzte sich in der vergangenen Woche fort, schwächte sich jedoch ab. Der DAX stieg um zwei Prozent, der TecDAX um ein Prozent. An den US-Börsen kletterten der Dow Jones Industrial Average um ein Prozent und der Nasdaq Combined Composite Index um zwei Prozent. Der japanische Index Nikkei-225 ging leicht zurück. Der Euro hat sich gegenüber dem US-Dollar nochmals geringfügig auf 1,2974 Dollar verteuert. Rohöl wurde hingegen billiger: Der Dezember-Kontrakt für die Sorte Brent kostete zum Schluss in London 42,74 Dollar, nach 46,15 Dollar in der Vorwoche. Der nun maßgebliche Januar-Future wurde für 44,02 Dollar gehandelt.

 

Die Aktien der Phönix SonnenStrom AG werden ab dem 18. November 2004 im Freiverkehr der Börsen München, Frankfurt und Berlin/Bremen notiert. Der Dienstleister und Großhändler für Photovoltaik-Anlagen hat in der vergangenen Woche die Ergebnisse der ersten drei Geschäftsquartale bekannt gegeben. Der Umsatz wurde den Angaben zufolge auf 47,4 Millionen Euro gesteigert, nach 14,8 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 1,7 Millionen, der Gewinn pro Aktie lag bei 0,30 Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen aus Sulzemoos noch rote Zahlen geschrieben. Haupttriebkraft der Expansion war unverändert das Geschäft im Inland. Für das Gesamtjahr kündigte das Solarunternehmen einen Umsatz von über 60 Millionen Euro und ein positives Ergebnis an.

 

Die Sunways AG aus Konstanz meldete Neunmonatsumsätze von 47 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 26,2 Millionen) und ein EBIT von plus 2,6 Millionen (minus 1,8 Millionen). Der Gewinn pro Aktie belief sich auf 0,15 Euro. Vom Gewinn fiel mehr als die Hälfte in das abgelaufene dritte Quartal: Hier wurden 20,2 Millionen Euro umgesetzt und ein EBIT von 1,6 Millionen Euro erreicht. Die EBIT-Marge des dritten Quartals lag damit bei 7,9 Prozent. Allerdings ereichte der Geschäftsbereich Solarzellen noch nicht die Profitabilität, er erwirtschaftete ein EBIT-Minus von 0,1 Millionen Euro, bei Quartalsumsätzen von sechs Millionen Euro.

Weit höhere Umsätze von 14,5 Millionen Euro erbrachte der Geschäftsbereich Solarsysteme und Projekte. Hier war das EBIT mit 1,7 Millionen Euro positiv. In diesen Geschäftsbereich fällt auch die Fertigung von Wechselrichtern, die laut Unternehmensangaben stark nachgefragt werden. Im Systemgeschäft sind nach Angaben des Unternehmens Projekte in das kommende Jahr verschoben worden, infolge der hohen Nachfrage seien auf dem Weltmarkt keine Solarmodule mehr erhältlich gewesen. Laut Sunways-Vorstand Roland Burkhardt will die Gesellschaft im Gesamtjahr einen Umsatz von mehr als 60 Millionen Euro und ein positives Ergebnis erwirtschaften. Der Auftragsbestand reiche bis in das vierte Quartal 2005 hinein, so Burkhardt.

Für Sunways-Aktien wurden in der Spitze 7,80 Euro gezahlt. Damit hat der Kurs den Emissionspreis von 7,00 Euro vom Februar 2001 nach langer Zeit wieder überschritten. Die Erstnotiz nach Aufnahme des Börsenhandels hatte damals bei 13 Euro gelegen. In der vergangenen Woche legte der Kurs 28 Prozent auf zum Schluss 7,60 Euro zu.

 

Solon AG, Hersteller von Solarmodulen aus Berlin, berichtete Umsätze von 61,8 Millionen Euro nach neun Monaten - eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das EBIT ist, nach Verlusten im Vorjahr, mit 1,0 Millionen Euro positiv. Die neue Fertigungsstätte in Greifswald sei aufgebaut und am 1. Oktober der Produktion übergeben worden, so Solon. Sie verfüge über eine Jahreskapazität von 60 Megawatt (peak). Die erfolgswirksamen Kosten hätten eine Million Euro betragen und im dritten Quartal zu einem Bilanzverlust von minus 0,4 Millionen Euro geführt. Zusammen mit der Produktionsstätte in Berlin stehen nun Kapazitäten von 90 Megawatt (peak) zur Verfügung. Die gesamte Jahresproduktion 2005 sei bereits verkauft. Für das vierte Quartal 2004 nahm Solon die Prognose zurück: Aufgrund von Lieferengpässen bei Wafer- und Solarzellenherstellern werde man nur 36 Megawatt statt der geplanten 40 Megawatt (peak) produzieren können, so der Modulhersteller. Die Solon-Aktie stieg um zwei Prozent auf 16,47 Euro.

 

Die Kurse der deutschen Photovoltaik-Aktien zeigten in der zurückliegenden Woche wieder starke Ausschläge. Allein am Dienstag schwankten beispielsweise SolarWorld AG zwischen 48,72 und 55,89 Euro oder Solar-Fabrik AG zwischen 12,70 und 14,00 Euro. Am Freitag konnte noch einmal ein fast zeitgleicher Einbruch bei den Solaraktien beobachtet werden. Insgesamt legten aber alle Papiere im Wochenverlauf deutlich zu: SolarWorld um zehn Prozent auf 58,50 Euro, Solar-Fabrik AG um 32 Prozent auf 15,50 Euro und S.A.G. Solarstrom AG um 20 Prozent auf 5,95 Euro.

 

Der Bad Homburger Kraftwerksbetreiber unit energy europe AG teilte Neuigkeiten zum italienischen Wasserkraftwerk Ancinale mit. Von "dritter, zuverlässiger Seite" habe man erfahren, dass der Netzbetreiber Enel den Netzanschluß für eine Kapazität von zunächst drei Megawatt fertiggestellt habe. Eigene Auskunftsersuchen seien ohne Erfolg geblieben, da die italienische Gesellschaft Ancinale Idroelettrica srl "der Firma Enel untersagt habe, uns Auskunft über den Baustand zu geben". Das Kraftwerk ist Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten, an denen neben unit energy mehrere italienische Firmen beteiligt sind. Inzwischen soll das Kraftwerk, nach Angaben von unit energy "ohne rechtliche Befugnis", bereits an eine "dubiose Firma" verkauft worden sein. Unit energy habe zivil- und strafrechtliche Schritte eingeleitet. Einige ehemalige Verantwortliche der unit[e]-Gruppe seien mit in die Strafanzeige einbezogen worden. Die gesamte Situation sei derzeit undurchsichtig, hieß es in Bad Homburg. Die unit energy-Aktie gab zwei Cent oder 13 Prozent auf 0,13 Euro ab.

 

Bilder: Vorstände der Phönix SonnenStrom AG (v.l.n.r.) Manfred Bächler, Technik, Andreas Hänel, Vorstandsvorsitzender, Murray Cameron, Internationales Geschäft; Solarmodule der Solon AG an der Fassade des Modehauses Zara in Köln; REpower Windkraftanlage MD70; Kraftwerk Ancinale der unit energy europe AG; Fahrrad der MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG / Quelle: Unternehmen

 

 

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.

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