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Nachhaltige Aktien 17.10.2005

17.10.2005: R?ckfall in alte Laster? - Kartellstrafe gegen Bayer AG

Vor allem aufgrund seiner Umweltschutzbem?hungen ist der Leverkusener Bayer-Konzern in vielen Nachhaltigkeitsfonds und unter anderem auch im Nachhaltigkeitsindex DJSI World enthalten. So hat das Unternehmen zum Beispiel laut eigenen Angaben von 1990 bis 2005 seine Treibhausgas-Emissionen um ?ber 60 Prozent reduziert. Was sein Verhalten als Wettbewerber angeht, scheint der Konzern jedoch weitaus weniger Fortschritte gemacht zu haben.

 

Berichten aus Portugal zufolge wurde gegen die Bayer AG jetzt von der Kartellbeh?rde des Landes wegen Preisabsprachen ein Bu?geld in Millionenh?he verh?ngt. Beschuldigt worden seien Bayer Diagnostics Europe und Bayer Portugal sowie andere Unternehmen wegen Preisabsprachen mit anderen Unternehmen bei ?ffentlichen Ausschreibungen für Diabetes-Teststreifen in portugiesischen Kliniken in den Jahren 2001 bis 2004. Die Wettbewerbsbeh?rde hatte mitgeteilt, Bayer solle 5,2 Millionen Euro zahlen. Die Bu?e für Menarini liege ebenso hoch, nur Abbott m?sse mit 6,8 Millionen Euro mehr zahlen. Die ebenfalls beschuldigten Johnson&Johnson sowie Roche Holding h?tten bei den Ermittlungen kooperiert. Daher habe die Beh?rde deren Bu?geld auf 0,36 bzw. 1,33 Millionen gesenkt.

 

Laut der Nachrichtenagentur Dow Jones hat Bayer inzwischen die Verh?ngung eines Bu?geldes durch das Kartellamt Portugals best?tigt, nicht jedoch die H?he der Strafe. F?r eine Anfrage von ECOreporter.de zu diesem Sachverhalt liegt bislang noch keine Stellungnahme der Leverkusener Zentrale vor.

 

Erst im vergangenen Jahr hatte der Konzern in den USA wegen Preisabsprachen bei Kautschukchemikalien rund 53 Millionen Euro Strafe zahlen m?ssen (wir berichteten:ECOreporter.de-Beitrag vom Juli 2004). Im Mai 2003 wiederum hatte sich die Bayer AG in den Vereinigten Staaten in einem Strafverfahren des Betrugs schuldig bekannt. Darin war Bayer vorgeworfen worden, ?ber Jahre Medikamente ?berteuert abgerechnet und das amerikanische Gesundheitsprogramm MedicAid um Millionenbetr?ge geprellt zu haben. Zivilrechtlich war das Unternehmen laut US-Medien daf?r zu Zahlungen von rund 250 Millionen Dollar verurteilt worden (wir berichteten:ECOreporter.de-Beitrag vom Februar 2004).

 

Bayer AG: ISIN DE0005752000 / WKN 575200

 

Bildhinweis: Sind die Gesch?ftspraktiken des konzerns nicht so sauber wie die Arbeiten im papiertechnikum? / Quelle: Unternehmen

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