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Nachhaltige Aktien 17.09.2007

17.9.2007: Wochenrückblick: ZEW-Umfrage: Experten sehen nachhaltige Geldanlagen skeptisch – Phoenix Solar AG schließt millionenschweren Liefervertrag – Umwelttechnikunternehmen Envio AG will an die Börse

In der vergangenen Börsenwoche verlor der DAX 1,13 Prozent auf 7535,97 Punkte. Der Dow-Jones-Index sank um 0,10 Prozent auf 13.291,65 Punkte. Der japanische Nikkei-Index gab 2,68 Prozent ab und schloss mit 15.821,19 Punkten. Der Preis für Erdöl hat ein Rekordhoch erreicht: Nach 74,56 Dollar in der letzten Woche kletterte er auf 76,83 US-Dollar (plus 3,00 Prozent; Sorte "Brent Crude Oil"). Kupfer (Copper Grade A) verteuerte sich um 2,37 Prozent auf 7.425,50 Dollar pro Tonne (Vorwoche: 7.245,00 Dollar). Ein Euro kostete 1,3861 Dollar, das sind 0,0098 Dollar mehr als zum Ende der Vorwoche.

 

Laut einer Umfrage des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW) schätzen viele Finanzmarktexperten die Renditechancen nachhaltiger Geldanlagen skeptisch ein. An der ZEW-Umfrage beteiligten sich den Angaben zufolge 291 Analysten. Mehr als 80 Prozent prognostizierten demnach höchstens durchschnittliche Renditechancen bei gleichem oder gar höherem Risiko für nachhaltige Investments. 37 Prozent der befragten Experten erklärten, sie würden keinerlei SRI-Produkte in ihr Portfolio aufnehmen. Die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Ziele im Unternehmensmanagement bezeichneten gleichzeitig mehr als 90 Prozent als wichtig oder sogar sehr wichtig. Mehr als 70 Prozent gingen von einem wachsenden oder zumindest konstanten Marktanteil nachhaltiger Anlagen aus.

 

Anita Roddick ist tot. Die Gründerin der Kosmetikkette The Body Shop starb im Alter von 64 Jahren an einer Hirnblutung. Roddick hatte das Unternehmen 1976 ins Leben gerufen und gilt als eine Pionierin ethischen Wirtschaftens. The Body Shop wurde 2006 an den Kosmetikkonzern L"Oréal verkauft. Für ihre Anteile erhielt Roddick rund 190 Millionen Euro, die sie zu einem großen Teil in sozialpolitische Projekte investierte.

 

Der Hamburger Windanlagenbauer REpower Systems AG will sein Geschäftsjahr künftig am 1. April beginnen lassen. Hintergrund der Neufestlegung ist laut REpower der stark zyklische Geschäftsverlauf beim Verkauf von Windenergieanlagen innerhalb eines Jahres. Zudem wolle der neue Großaktionär Suzlon die REpower Systems AG zukünftig konsolidieren. Das Geschäftsjahr von Suzlon laute bereits jetzt auf den 1. April.

 

Die schottische Regierung hat ScottishPower die Genehmigung für ein Windfarmprojekt mit einer Kapazität von 213 Megawatt (MW) erteilt. Das Investitionsvolumen liege bei 200 Millionen Pfund, hieß es. Der Baubeginn sei für das Frühjahr 2008 geplant.

 

Der spanische Windturbinenbauer Gamesa steht laut einer Agenturmeldung kurz vor dem Abschluss eines Vertrages im schottischen Windkraftsektor. Die Meldung wurde vom Unternehmen nicht bestätigt. Gamesa betreibt bereits 20 Windfarmen in Großbritannien.

 

Die FPL Group Capital Inc., Tochter der FPL Group Inc., gibt Schuldverschreibungen in Höhe von 350 Millionen Dollar aus. Der Stückpreis liegt den Angaben zu Folge bei 25 Dollar, der jährliche Zinssatz bei 7,45 Prozent. FPL will mit den Schuldverschreibungen unter anderem laufende Energieprojekte finanzieren.

 

Die Freiburger Solar-Fabrik AG will 4,45 Millionen neue Aktien zum Ausgabepreis von 15,75 Euro je Aktie platzieren. Das Solarunternehmen könnte insgesamt 70,08 Millionen Euro aus dem Verkauf der Aktien einnehmen.

 

Einen Rahmenvertrag über Solarkraftwerke im Volumen von mehr als 275 Millionen Euro hat die Phoenix Solar AG abgeschlossen. Das Unternehmen aus Sulzemoos soll demnach von 2008 bis 2010 für die KG Allgemeine Leasing GmbH & Co. (KGAL) Sonnenstromkraftwerke entwickeln und als Generalunternehmer errichten. Die Anlagen sollen in Deutschland, Spanien, Italien, Griechenland und Frankreich gebaut werden.

 

Der in Hedei ansässige chinesische Solarzellenhersteller JA Solar Holdings Co., Ltd. hat einen Liefervertrag für Wafer mit der ebenfalls chinesischen JiangSu Shunda Semiconductor Develop Co. abgeschlossen. JA zahlt den Angaben zufolge 46,4 Millionen Dollar in drei Raten für die Lieferungen.

 

Der Schweizer Ausrüster für die Solarindustrie Meyer Burger Technologie AG hat den Nettoumsatz im ersten Halbjahr 2007 um 72 Prozent auf 67,3 Millionen Schweizer Franken gesteigert (CHF; 2006: 39,2 Millionen CHF). Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) belief sich auf 4,5 Millionen CHF, die EBIT-Marge beziffert das Unternehmen auf 5,0 Prozent. Das Konzernergebnis lag bei 3,3 Millionen CHF. Der Auftragseingang des Unternehmens kletterte um 391 Prozent auf 386,9 Millionen CHF (2006: 78,8 Millionen CHF). Im Gesamtjahr will Meyer Burger beim Nettoumsatz mehr als 180 Millionen CHF erreichen und eine EBIT-Marge zwischen 12-14 Prozent erwirtschaften.

 

Während der „22nd European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition“ in Mailand hat die Spezialistin für Automatisierung, Qualitätssicherung und Laserprozesstechnik, Manz Automation AG, Reutlingen, eigenen Angaben zufolge Neuaufträge im Wert von 17 Millionen Euro erhalten. Laut Dieter Manz, Vorstandsvorsitzender der Manz Automation, erhielt sein Unternehmen Folgeaufträge von Schott Solar und Eton sowie einen Erstauftrag von Evergreen Solar.

 

Die Conergy-Tochter Epuron GmbH hat zu einem nicht genannten Preis das spanische Projektentwicklungsunternehmen für regenerative Energien Panergia übernommen. Mit der Akquisition erhöhe sich die Projektpipeline für solare Großkraftwerke von Epuron in Spanien auf eine Gesamtleistung von rund 150 Megawatt, hieß es Laut Conergy kooperieren die Unternehmen bereits seit 2005.

 

Das Fürther Solarunternehmen Sunline AG hat einen Auftrag zur schlüsselfertigen Errichtung von Photovoltaikanlagen im Wert von über fünf Millionen Euro erhalten. Wie Sunline meldete, wurde das Geschäft mit einem namhaften institutionellen Finanzinvestor aus Deutschland vereinbart. Die Anlagen würden überwiegend auf bayerischen Dächern errichtet; sie sollten noch in 2007 ans Netz gehen.

 

Die deutsche Tochter des kanadischen Solarunternehmens Arise Technologies, Arise Technologies Deutschland GmbH, hat einen Kreditvertrag in Höhe von 47,05 Millionen Euro mit der Commerzbank AG unterzeichnet. Der Kredit ist Teil der Finanzierung für eine Solarzellenfabrik des Unternehmens. Die 50 Millionen Euro teure Anlage soll im sächsischen Bischofswerda entstehen.

 

Die chinesische Suntech Power Holdings hat 230 halbtransparente Scheiben an das internationale Joint Venture Socovoltaic Systems geliefert. Laut dem Unternehmen aus Wuxi sollen die Platten in ein Photovoltaik-Projekt auf Sizilien integriert werden.

 

Der japanische Technologiekonzern Kyocera Corporation wird zirka 70.000 Photovoltaikmodule für ein Kraftwerk mit 13,8 Megawatt Leistung nach Spanien liefern. Wie das Unternehmen berichtete, wurde es als alleiniger Lieferant für das Projekt in Salamanca beauftragt.

 

Der Berlin Solarmodulhersteller Solon AG für Solartechnik hat 1,08 Millionen neue Aktien bei institutionellen Anlegern platziert. Wie das TecDAX-Unternehmen mitteilte, wurden sie zum Ausgabepreis von 61,90 Euro je Aktie ausgegeben. Der Gesellschaft seien vor Transaktionskosten rund 66 Millionen Euro zugeflossen. Die Erlöse dienten der Finanzierung des weiteren Unternehmenswachstums.

 

Der US-amerikanische Windanlagenbauer Clipper Windpower will mit der spanischen Hemeretik das Joint Venture „Capgen“ gründen. Capgen solle mit einem Auftragsportfolio von über 10.500 MW starten, hieß es, mit 72 Prozent werde Clipper Windpower den Mehrheitsanteil halten. Hemeretik bringe Anlagen in Spanien, anderen europäischen Ländern und Lateinamerika ein und ergänze die von Clipper gelieferten nordamerikanischen Werte.

 

Die centrotherm photovoltaics AG aus Blaubeuren, Baden-Württemberg, plant den Gang an die Börse. Nach Presseinformationen soll die Notierung des Photovoltaikunternehmens im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse noch im Herbst dieses Jahres stattfinden. Wie centrotherm mitteilte, werden die zu platzierenden Aktien voraussichtlich mehrheitlich aus einer Kapitalerhöhung der Gesellschaft stammen.

 

Kurse.

 

 

Bild: Maschinenhaus einer REpower 5M-Windkraftanlage; Solarstromkraftwerk "Buttenwiesen" der Phoenix Solar AG; Baum in einer Pflanzung der Precious Woods Holding AG in Brasilien / Quelle: Unternehmen

 

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.

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