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Meldungen 21.08.2002

21.8.02: Meldung: INTERSEROH AG: Im Plan: Halbjahresergebnis trotz schlechter Konjunktur zufriedenstellend

Köln, 21.08.2002

INTERSEROH AG

Zwischenbericht 1. Januar 2002 bis 30. Juni 2002

Im Plan: Halbjahresergebnis trotz schlechter Konjunktur zufriedenstellend

Trotz der noch immer schwierigen konjunkturellen Lage im ersten Halbjahr 2002 hat sich INTERSEROH insgesamt gut behauptet. Während das Ergebnis des ersten Quartals noch von deutlichen Einbrüchen bei der Binnennachfrage und geringen Margen auf den Rohstoffmärkten geprägt war, konnten im zweiten Quartal Aufholeffekte realisiert werden. Das Konzernergebnis vor Steuern belief sich in den ersten sechs Monaten auf 8,6 Mio. Euro. Der Konzernumsatz stieg - unter anderem bedingt durch die Erstkonsolidierung der Stahlrecycling-Gruppe INTERSEROH HANSA zum 31.12.2001 - auf 321 Mio. Euro. Die entsprechenden Vorjahreswerte betrugen 12,1 Mio. Euro und 188,3 Mio. Euro.

 

 

Dienstleistungsmarkt

 

Das Dienstleistungsgeschäft von INTERSEROH entwickelte sich sehr heterogen. Das Recycling von Transportverpackungen litt unter den nach wie vor erheblichen Umsatzrückgängen in Branchen, für die INTERSEROH tätig ist. Hier war vor allem der Non-Food-Bereich betroffen. Das wirkte sich unmittelbar auf den Umfang der INTERSEROH-Dienstleistungen sowie auf die Menge der erfassten Verpackungen aus. Zwar bietet INTERSEROH seit Anfang des Jahres erfolgreich am Markt zwei neue Branchenlösungen an - für die Schuhindustrie sowie die Branche Sanitätsfachhandel und Orthopädietechnik -, doch waren die Zuwächse aus diesen Geschäften nicht ausreichend, die Rückgänge in den traditionellen Branchen zu kompensieren.

 

Die Selbstentsorger-Gemeinschaft konnte im ersten Halbjahr weitere Mitglieder hinzu gewinnen. Überall dort, wo bei Endverbrauchern im gewerblichen Bereich leere Verkaufsverpackungen anfallen, bietet INTERSEROH diese Dienstleistung an. Den Kunden wird eine kostengünstige Lösung für die Verwertung von Verkaufsverpackungen angeboten. Sie erhalten darüber hinaus alle gesetzlich geforderten Nachweise über die qualifizierte Verwertung ihrer Verpackungen. Der dazu erforderliche Mengenstromnachweis wird von einem unabhängigen Gutachter nach den strengen Vorgaben der Länderarbeitsgemeinschaft (LAGA) zertifiziert und beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hinterlegt.

 

Der Bereich Full-Service-Entsorgungsdienstleistungen konnte weiter ausgebaut werden. INTERSEROH ist es gelungen, das Entsorgungs-Management auszuweiten und mit weiteren Handelsunternehmen Full-Service-Verträge für bundesweite oder überregionale Entsorgungsleistungen zu vereinbaren. INTERSEROH organisiert die Entsorgung und bereitet die Daten über Mengen und Kosten standortbezogen auf. Die Zentrale des Handelskonzerns realisiert auf diese Weise Kostenvorteile und gewinnt weitere Informationen.

 

Auch die zum Dienstleistungssektor gehörenden Nischengeschäfte entwickelten sich unterschiedlich: Das Repasack-System zum Recyceln von ausgedienten Papiersäcken verzeichnete im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konjunkturbedingte Rückgänge bei Lizenz- und Rücknahmemengen. Die Erfassung leer geschriebener Tinten- und Tonerkartuschen und deren Weiterleitung an so genannte Refiller durch "Die Grüne Umwelt-Box" ist dagegen stark ausgebaut worden. Zu Beginn des Jahres startete INTERSEROH in Kooperation mit der Stiftung Lesen eine Aktion zur Sammlung von Leerkartuschen an allen deutschen allgemeinbildenden Schulen. Die Schulen erhalten für gesammelte Kartuschen Punkte gutgeschrieben, die sie gegen Materialien für den Unterricht eintauschen können - angefangen von Bücherpaketen, über Digitalkameras bis hin zu Computern. Bis zum Redaktionsschluss hatten sich bereits mehr als 8.000 Schulen dem zeitlich unbefristeten Sammelprojekt angeschlossen.

 

 

Rohstoffmarkt

 

Vom Rohstoffhandel gingen bei steigenden Einkaufspreisen im ersten Quartal nur schwache Impulse aus. Dem gegenüber zeigten sich im zweiten Quartal in den Rohstoffmärkten deutliche Aufhellungen. In den Monaten April bis Juni stiegen die Altpapierpreise in Deutschland beständig. Grund dafür war ein Nachfrageüberhang im deutschen Papiermarkt. Auch im übrigen Europa erhöhten sich die Preise für Altpapier, boten allerdings im Vergleich zu Deutschland nicht identische Erlösmöglichkeiten. In Südostasien stiegen die Preise für diese Fraktion ebenfalls, blieben aber weit unter deutschem Niveau. Für die zweite Jahreshälfte wird in den drei betrachteten Regionen wieder mit einem Absinken der Altpapierpreise gerechnet. Die Annahmepreise für Altholz bei Aufbereitungs- und Verwertungsanlagen sanken, die Vermarktungspreise stiegen. Diese Entwicklung resultierte aus dem gestiegenen Bedarf der Altholz einsetzenden Biomasseheizkraftwerke. Es ist davon auszugehen, dass dieser Trend sich fortsetzen wird: Die Annahmepreise werden stagnieren beziehungsweise abnehmen während ein weiterer Preisanstieg für thermisch verwertbares Altholz durch die zunehmende Nachfrage der Biomasseheizkraftwerke prognostiziert wird. Die Preise für Metalle tendierten mit einer Schwankungsbreite von +/- 5 Prozent relativ fest. Lediglich für Nickel gab es größere Schwankungen. Die Kunststoffpreise brachen zu Anfang des Jahres ein, erholten sich dann leicht und blieben bis zum Ende des Berichtszeitraumes relativ konstant.

 

Der deutsche Durchschnittspreis für Stahlschrott bewegte sich zu Beginn des Jahres auf niedrigem Niveau, stieg dann zum Ende des ersten Quartals deutlich an und spiegelte damit die Angebotsknappheit im Vergleich zur Schrottnachfrage der einzelnen Stahlerzeuger wider. Die Verfügbarkeit von Schrotten war aufgrund der konjunkturellen Probleme gering, es fielen weniger Produktionsabfälle an, die Lagerbestände sind aufgebraucht. Für das zweite Halbjahr wird eine feste Marktsituation im Verkauf bei weiterhin knappem Angebot im Einkauf und damit hohen Ein- und Verkaufspreisen prognostiziert.

 

 

Geschäftsentwicklung/Ertragslage

 

Der seit vier Jahren an der Börse notierte Dienstleistungs- und Rohstoffkonzern INTERSEROH hat sich trotz der massiven konjunkturellen Probleme insgesamt gut behauptet. Das Konzernergebnis belief sich im ersten Halbjahr 2002 auf 8,6 Mio. Euro. Die Situation in den einzelnen Konzernbereichen stellt sich für die Monate Januar bis Juni wie folgt dar:

 

Das Segment Dienstleistungen und Rohstoffhandel leistete erneut den wesentlichen Beitrag zum Ergebnis. Zwar gab es aufgrund der konjunkturellen Schwierigkeiten einiger Branchen, für die INTERSEROH das Verpackungsrecycling übernommen hat, Ergebnisrückgänge, die auch durch verstärkte Akquisitionsanstrengungen, neue Dienstleistungen und neue Mitglieder in der Selbstentsorger-Gemeinschaft nicht kompensiert werden konnten. Im Rohstoffhandel konnten die Mengen jedoch zum Teil beträchtlich gesteigert werden. Während die Vermarktungsmenge aufgrund des niedrigen Angebotes von Altpapier im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vor allem bei der INTERSEROH CDI S.A., Frankreich, rückläufig war, konnte der Handel mit Altholz stark ausgeweitet werden. Neben internem Wachstum durch erfolgreiche Akquisitionsaktivitäten gründete INTERSEROH zusätzlich zu den vier bereits bestehenden zwei neue Holzkontore. Dabei handelte es sich um das Holzkontor in Bückeburg, das im Rahmen einer bestehenden Kooperation mit einem großen Entsorgungsunternehmen erworben wurde, sowie das Holzkontor Worms durch die Übernahme der AVW Altholz-Verwertung Worms GmbH. Das Kölner Unternehmen reagierte damit auf die steigende Nachrage nach größeren Mengen und verschiedenen Qualitäten von Altholz. Im zukunftsträchtigen Bereich Altholz fährt INTERSEROH eine offensive Strategie; die Situation im Restholzmarkt wird weiterhin sorgfältig beobachtet.

 

Für die Aluminiumvermarktung verlief das erste Halbjahr äußerst positiv. Verstärkte Akquisitionsbemühungen sowie die Optimierung der Kooperation mit den im Zuge des Erwerbs der Hansa-Gruppe übernommenen Konzerntöchtern waren geeignet, die Vermarktungsmenge auszuweiten. Darüber hinaus ist es der ISD INTERSEROH GmbH gelungen, im Metallbereich eine Ausschreibung zu gewinnen, die zu einem außerplanmäßigen Mengenzuwachs führte. Die Verarbeitung des Metalls kann aufgrund des Erwerbs der Hansa-Gruppe mit INTERSEROH ERC, Dortmund, ebenfalls im Konzern erfolgen. Auch bei den Kunststoffen stiegen die Vermarktungsmengen. Die Beziehungen zu den bestehenden Abnehmern konnten gefestigt und ausgebaut werden. Zudem konnten neue Abnehmer hinzu gewonnen werden.

 

Der Konzernbereich Stahl- und Metallrecycling lieferte positive Ergebnisbeiträge. Die Integration der Hansa-Gruppe mit einigen Dutzend Standorten in den INTERSEROH-Konzern ist bereits weit fortgeschritten. Ein nicht zum Kerngeschäft von INTERSEROH passender Teilbetrieb sowie einige regional und strategisch nicht zu integrierende Einheiten wurden veräußert. Operatives Geschäft, Berichtswesen, Steuer- und Personalfragen sind abgestimmt.

 

Der konsolidierte Konzernumsatz betrug 321 Mio. Euro. Der konsolidierte Umsatzerlös im Segment Dienstleistungen und Rohstoffhandel stieg auf 110,3 Mio. Euro (Vj.: 105,9 Mio. Euro). Im Bereich Stahl- und Metallrecycling belief sich der Umsatz - unter anderem aufgrund der erstmaligen Konsolidierung der Hansa-Gruppe zum 31.12.2001 - auf 211,5 Mio. Euro (Vj.: 82,7 Mio. Euro). Der segmentübergreifende Umsatz betrug 0,8 Mio. Euro.

 

Dienstleistung und Rohstoffhandel

1. Hj. 2002: 110,3 Mio. Ä

1. Hj. 2001: 105,9 Mio. Ä

1. Hj. 2000: 137,3 Mio. Ä

 

Stahl- und Metallrecycling

1. Hj. 2002: 211,5 Mio. Ä

1. Hj. 2001: 82,7 Mio. Ä

1. Hj. 2000: 71,7 Mio. Ä

 

Konzernumsatz ohne segmentübergreifende Konsolidierung

1. Hj. 2002: 321,8 Mio. Ä

1. Hj. 2001: 188,6 Mio. Ä

1. Hj. 2000: 209 Mio. Ä

 

Konzernumsatz segmentübergreifend konsolidiert

1. Hj. 2002: 321 Mio. Euro

1. Hj. 2001: 188,3 Mio. DM

1. Hj. 2000: 197,5 Mio. Euro

 

 

Mitarbeiter

 

Im INTERSEROH-Konzern waren zum Stichtag 30. Juni 2002 1.375 (Vj.: 894) Mitarbeiter beschäftigt.

 

 

Vorstand/Aufsichtsrat

 

Mit Wirkung zum 25. April 2002 hat sich die INTERSEROH AG in beiderseitigem Einvernehmen von Vorstandsmitglied Dr. Andreas Schmidt getrennt.

 

Auf der Hauptversammlung der INTERSEROH AG wurde turnusgemäß der neue Aufsichtsrat der INTERSEROH AG gewählt, der sich nun wie folgt zusammensetzt:

 

- Norbert Rethmann, Wamkow/Selm, Kaufmann (Vorsitzender)

- Bernard M. Kemper, Essen, Vorstandsvorsitzender der RWE Umwelt AG, Essen (stellv. Vorsitzender)

- Dr. Eric Schweitzer, Berlin, Vorstandsmitglied der ALBA AG & Co. KG, Berlin (stellvertretender Vorsitzender)

- Dr. Walter Aden, Dortmund, Hauptgeschäftsführer a.D. der IHK zu Dortmund

- Bernd Aido, Lübeck, Kaufmann

- Gotthard Graß, Neu-Isenburg, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Elektrotechnik und Elektroindustrie e.V. (ZVEI), Frankfurt

- Christian Jeschonek, Krefeld, Geschäftsführer der SITA Deutschland GmbH, Köln

- Dr. jur. Jürgen R. Neuhaus, Köln, Mitglied der Regionalleitung Rheinland der Dresdner Bank AG

- Jürgen Rauen, Herford, Mitglied der zentralen Geschäftsführung der SULO-Gruppe

- Andreas Seibert, Korschenbroich, Vorstandsmitglied der Westdeutschen Landesbank Girozentrale Düsseldorf/Münster

- Jürgen Tönsmeier, Porta Westfalica, Geschäftsführender Gesellschafter der Karl Tönsmeier Entsorgung GmbH & Co. KG

- Hans-Jörg Vetter, Königstein, Vorstandsvorsitzender der Bankgesellschaft Berlin AG, Berlin; Vorstandsvorsitzender der Landesbank Berlin - Girozentrale -, Berlin

 

 

Aktie

 

Der Kurs der INTERSEROH-Aktie bewegte sich im Berichtszeitraum um den Wert von 12 Euro (1. Januar 2001: 12,80 Euro; 28. Juni 2002: 11,30 Euro).

 

 

Ausblick

 

Verbände und Institutionen gehen davon aus, dass sich der erhoffte Konjunkturaufschwung in Deutschland auf das nächste Jahr verschieben wird. Aus diesem Grund rechnet INTERSEROH im Verpackungsrecycling weiterhin mit sinkenden Mengen zur Verwertung. Hinsichtlich des Mitgliederzuwachses der Selbstentsorger-Gemeinschaft geht das Kölner Unternehmen von moderaten Zuwächsen aus. Im Rohstoffhandel wird mit einer stabilen Entwicklung gerechnet. Einen potenziellen Risikofaktor stellt die Volatilität der Rohstoffpreise dar. Die Margen bleiben aufgrund des scharfen Wettbewerbs unter Druck.

 

Insgesamt rechnet der Dienstleistungs- und Rohstoffkonzern INTERSEROH zum Jahresende 2002 mit einem guten Ergebnis.

 

 

 

INTERSEROH AKTIENGESELLSCHAFT zur Verwertung von Sekundärrohstoffen

Der Vorstand

 

Weitere Informationen:

INTERSEROH AG

Abt. Investor Relations

Tel.: 0 22 03/91 47-121, -241

Fax: 0 22 03/91 47-406

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