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Nachhaltige Aktien 22.04.2004

22.4.2004: Einzelhandel: Wo können Anleger nachhaltig investieren?

Die Aktie der US-amerikanischen Handelskette Wal-Mart eignet laut einer Untersuchung der Münchener Ratingagentur oekom research AG nicht für nachhaltige Investoren. Hintergrund sind laut der Meldung Vorwürfen gegen das Unternehmen von Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen im Zusammenhang mit Arbeits- und Menschenrechten.

Die Rating-Agentur hat die 41 weltweit größten Einzelhandelsunternehmen auf Basis von 200 sozialen und ökologischen Indikatoren bewertet. Die vordersten Ränge belegen drei Firmen aus Großbritannien: Boots, Safeway und Marks & Spencer.

 

Die global player der Einzelhandelsbranche produzierten ihre angebotenen Waren in der Regel nicht selbst, sondern bezögen sie von Zulieferern, so oekom. Über die enormen Mengen an abgenommenen Waren besäßen sie zum Teil großen Einfluss auf ihre Lieferanten. Diese Macht habe dazu geführt, dass Einzelhandelsunternehmen zunehmend auch von Anlegern für die Ausgestaltung ihrer vorgelagerten Wertschöpfungskette und damit auch für die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Produktion mit verantwortlich gemacht würden. Ein Unternehmen, dass dieser Verantwortung nicht in ausreichendem Maße gerecht werde, stoße bei nachhaltig orientierten Investoren schnell auf Ablehnung.

 

Bei Wal-Mart-Vertragspartnern komme es immer wieder zu schweren Verstößen gegen Arbeits- und Menschenrechte. Hier zeige sich, dass umfangreiche Kontrollmechanismen, die eine Einhaltung der Standards tatsächlich gewährleisten könnten, fast noch wichtiger seien als die Formulierung der Richtlinien selbst. Doch nicht nur Wal-Mart, sondern auch Toys R Us und andere Unternehmen würden von Nichtregierungsorganisationen wegen schlechter Arbeitsbedingungen bei einigen Zulieferern kritisiert.

 

Boots, Safeway und Marks & Spencer haben sich etwa zur Zahlung ausreichend hoher Löhne verpflichtet, zu sicheren und sauberen Arbeitsplätzen sowie zu maßvollen Arbeitszeiten. Diese Standards übertragen sie laut oekom auch auf ihre Zulieferer. Wenn dort Verstöße gegen die Verhaltenskodizes auftreten würden, ergriffen die Unternehmen geeignete Korrekturmaßnahmen. Auch die deutsche KarstadtQuelle-Gruppe habe die Produktbeschaffung als Konfliktfeld erkannt und Leitlinien für Zulieferer eingeführt. KarstadtQuelle gehöre ebenfalls zu den neun Kandidaten für nachhaltige Investments. Diese Unternehmen zeigten, dass sie ihre Verantwortung entlang der globalen Beschaffungskette zunehmend annehmen würden, und sich für eine faire Arbeitswelt einsetzten.

 

BootsGroup PLC: ISIN GB0032310780 / WKN 163709

KarstadtQuelle AG: ISIN DE0008481979 / WKN 848197

Marks & Spencer Group PLC: ISIN GB0031274896 / WKN 534418

Safeway Inc.: WKN 878922

Toys "R" Us Inc.: ISIN US8923351006 / WKN 851422

Wal-Mart Stores Inc.: ISIN US9311421039 / WKN 860853

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