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Direktbeteiligungen 24.09.2003

24.9.2003: Windfondsanbieter Enertrag bindet sich selbst über Beteiligungen an seine Projekte

(VU) Die 1998 gegründete Enertrag Management AG ist Teil eines Unternehmensverbundes, der Erneuerbare Energie-Kraftwerke realisiert. Neben der Enertrag Aktiengesellschaft und ihren Tochterunternehmen zählen die Uckerwerk Energietechnik GmbH, Dauerthal, und Prokon Nord Energiesysteme GmbH, Leer, zur Firmenfamilie, die insgesamt momentan rund 100 Mitarbeiter hat. Aufgabe der Enertrag Management AG innerhalb dieses Verbundes ist es, Projekte vorzubereiten, für die Finanzierung zu sorgen, den Vertrieb von Beteiligungen zu organisieren, Anleger zu beraten und die Betriebe kaufmännisch zu führen. Die Nürnberger Tochter UDI UmweltDirektInvest- Beratungs GmbH vertreibt dann die Windfonds.

 

Auch nach Fertigstellung beteiligt

Enertrag betreibt bislang rund zweihundert Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 235 Megawatt und einer durchschnittlichen Produktion von über 500 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. "Wir definieren uns als Stromerzeuger", sagt Finanzchef Hartmann. Unser wichtigstes Ziel ist es, Strom aus regenerativen Quellen zu erzeugen und zu verkaufen." Die aktuelle Kritik an der Branche, sie habe bei vielen Windfonds falsch kalkuliert, um die Anleger zu locken, mag Hartmann für Enertrag nicht gelten lassen: Über Beteiligungen bleibe man seinen Projekten auch nach der Fertigstellung verbunden. "So ist es unser ureigenes Interesse, dass die Projekte erfolgreich laufen." Rund ein Dutzend Windparks hat die Enertrag Management AG zur öffentlichen Zeichnung angeboten. "Gemessen am jeweiligen Windindex produzieren die betreffenden Windfelder mehr Strom als anfänglich prognostiziert", sagt Hartmann. Die Prognosen sind nur insofern aufgegangen, als sie zutreffen würden, wenn der Wind "normal" geweht hätte. Doch das hat er in den letzten drei Jahren unterlassen, in denen er schwächer blies als im langjährigen Mittel. "Schwankungen des Windaufkommens liegen im Bereich des statistisch Normalen, Windkraft aber ist ein Geschäft mit Langfristperspektive", meint Hartmann.

 

Vorzugskonditionen für Anwohner

Das Unternehmen hat sich auf die Regionen Uckermark, Vorpommern, Ostfriesland und Standorte in Sachsen-Anhalt spezialisiert. Jörg Müller, der Vorstandsvorsitzende, hat vor zehn Jahren die Windpotenzialstudie Brandenburg mit erarbeitet. Das Unternehmen könne inzwischen allein Windgutachten erstellen - ohne die "internen" Gutachten dabei als Grundlage für die öffentlichen Fondsangebote zu nutzen, beteuert Hartmann. Die Abnehmer der Fonds stammten vor allem aus einer "gehobenen Privatkundschaft", zu deren Vermögensaufbau man beitrage. Hartmann bezeichnet seriös konzipierte Windkraftbeteiligungen als "Substanzwerte mit Steuerstundungskomponente". Die Mindesteinlagesummen der Enertrag-Fonds liegen bei 5000 Euro (zuzüglich fünf Prozent Agio). Für Anwohner an den Projektstandorten gibt es Vorzugskonditionen: Sie können bereits ab 2500 Euro (ebenfalls plus fünf Prozent Agio) zeichnen.

 

Insgesamt hat Enertrag bisher 53 Millionen Euro für Publikumsfonds eingeworben, die Nürnberger UDI hat zusätzlich noch 75 Millionen Euro für Projekte Dritter platziert. "So wurden Gesamtinvestitionen von 290 Millionen Euro in die Windkraft möglich", sagt Pressesprecher Steffen Ebert. Als größtes Vorhaben für die Zukunft bezeichnet er das Offshore-Projekt Borkum West, das von Prokon Nord vorbereitet und später gemeinsam mit Enertrag realisiert und betrieben werden soll.

 

Prokon ist Partner von Enertrag, seit es das Label "Enertrag AG" zusammen mit den Planungsbüros Uckerwerk Energietechnik (Nechlin) und Syn Energion, Neuenfeld, vor fünf Jahren ins Leben gerufen hat. Die Enertrag Management AG beschränkt sich folglich auch nicht auf die Windenergie. In diesem Jahr hat Prokon Nord das Biomasseheizkraftwerk in Papenburg sowie das Biodieselwerk in Kleisthöhe in Betrieb genommen. Am Biodieselwerk ist Enertrag sogar direkt als Mitgesellschafter beteiligt.

 

Expansion über Auslandstöchter

Das erste große Auslandsprojekt - zwölf Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 15,6 Megawatt - hat Enertrag im vergangenen Jahr in Merdelou/ Fontanelles in Südfrankreich fertiggestellt. Damit war es das erste deutsche Unternehmen, das in Frankreich einen Windpark errichtet und einen Publikumsfonds für Windkraft aufgelegt hat. Für seine Auslandsprojekte gründet das Unternehmen im jeweiligen Land Tochterunternehmen: So gibt es in Frankreich die Enertrag France SARL, in Großbritannien die Enertrag UK Ltd. sowie in Polen die Enertrag Polska Sp. z.o.o.

 

Genug Standorte in Deutschland bis 2008

In Deutschland werde es für Neuprojekte mindestens noch bis 2008 genug attraktive Standorte geben, sagt Hartmann. "Die meisten potenziellen Standorte sind sicher beplant. In einigen Ländern sind aber Regionalpläne noch nicht verabschiedet oder es stehen Nachbesserungen an." Hier sieht Entrag zusätzliches Potenzial. "Eine große Anzahl von Standorten kann allerdings nur durch komplexe Infrastrukturmaßnahmen mit zum Teil anspruchsvoller Netztechnik erschlossen werden."

 

Angesichts unsicherer Perspektiven am Aktien- und Immobilienmarkt sowie historisch niedrigen Renditen am Anleihemarkt glaubt Hartmann an die Windkraftbeteiligung als Anlagealternative, zumindest für risikobewusste Investoren. "Angesichts einer gesicherten Abnahme und Vergütung durch das EEG" sieht er den Vorteil, dass "bei Windkraftfonds, in Abgrenzung beispielsweise zu Schiffs- oder Immobilienfonds, weder Marktpreise noch Wiederverkaufswerte Bestandteil der Gesamtkalkulation sind".

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