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Nachrichten 26.11.2002

26.11.2002: Prokon: Zu wenig Holz für Biokraftwerke in Ostfriesland

Der regenerative Energie-Projektierer Prokon-Nord, Leer, bekommt Konkurrenz vom Stromversorger E.on beim Bau von Biomassekraftwerken in Ostfriesland. Das Unternehmen bezweifelt allerdings, dass es genug Altholz für insgesamt vier geplante Biomasse-Kraftwerke in Ostfriesland gebe. Das berichtet die in Leer erscheinende "Ostfriesen-Zeitung".

 

Die Biomasse-Kraftwerke sollen bis 2004 entstehen und mit Altholz befeuert werden, berichtet das Blatt. Das aber werde angesichts der wachsenden Konkurrenz knapper. Der Bericht beruft sich auf den Projektmanager André Hamers von Prokon-Nord, der gesagt hat: "Ich glaube nicht, dass es genug Altholz für alle Biomasse-Kraftwerke in Ostfriesland gibt." Auf die Dauer könne Altholz Geld kosten, so die Befürchtung. Die Rentabilität der Kraftwerke könnte darunter leiden.

 

Der Zeitung zufolge gibt es bereits ein Holzhackschnitzel-Heizwerk in Norden, Ostfriesland, das 1000 Eigenheime mit Wärme für Heizung und Wasser versorgt. Ein weiteres baugleiches stehe vor der Fertigstellung. Prokon-Nord baue außerdem ein großes Biokraftwerk im Papenburger Hafen. Es werde bis zu 190.000 Tonnen Altholz im Jahr benötigen.

 

Der Stromkonzern E.on stört nun die Kreise Prokons in Ostfriesland. Ende 2004 wolle man ein Biomasse-Heizkraftwerk von den Dimensionen des Papenburger Kraftwerks in Betrieb nehmen, erklärte ein Sprecher des Unternehmens laut Ostfriesen-Zeitung. Der Konzern bemühe sich um langfristige Verträge für die Altholzversorgung. E.ons Motiv bei der Errichtung des Biomassekraftwerks: Es will seine Sparziele beim Schadstoffausstoß erreichen. Durch die Anlage werden angeblich 120.000 Tonnen Kohlendioxyd im Jahr eingespart.

 

In der Region hofft man nun, dass die Betreiber auf andere Biomasse-Stoffe ausweichen: Im Gespräch sind Reststoffe aus der Getreideverarbeitung und Teek, das sind angeschwemmte Pflanzenreste und Abfälle an den Deichen. Angeblich gibt es davon an der osfriesischen Küste so viel, dass die Deichverwalter gar nicht wissen, wohin damit.

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