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Direktbeteiligungen 26.08.2003

26.8.2003: Windparkmanagement online � ECOreporter.de-Interview mit Dr. Hans-Peter Waldl von der Overspeed GmbH & Co KG zur Fernüberwachung von Windparks

ECOreporter.de: Wer ist an der Overspeed GmbH & Co. KG beteiligt?

Waldl:Thomas Pahlke, Dr. Hans-Peter Waldl, Ubbo de Witt. Komplementärin ist die Overspeed Beteiligungs-GmbH mit gleichen Gesellschaftern.

 

ECOreporter.de: Welches ist das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens? Welchen Kunden bietet Ihr Unternehmen welche Dienste an?

Waldl:Zentraler Punkt der Geschäftstätigkeit von Overspeed ist die Entwicklung und der Vertrieb eines Systems zur Fernüberwachung von Windparks, OptiFarm. Ziel dieser Entwicklung ist es, dem Windparkbetreiber ein Werkzeug in die Hand zu geben, mit dem der Aufwand zum Betrieb von Windparks minimiert und die ökonomische Performance optimiert werden kann.

Im Bereich der Windparküberwachung hat in den letzten beiden Jahren das Thema "Zustandsüberwachung" eine immer größere Rolle gewonnen. Overspeed hat hier im eigenen Haus Know-how aufgebaut, so dass Beratung bei Auswahl und Konzeption von CM-Systemen ebenso angeboten werden kann wie die laufende Überwachung des Betriebs von CMS ("Teleservice").

 

Als zweites Standbein neben der Fernüberwachung ist Overspeed als Consultant in den Bereichen Windpotentialuntersuchungen, Windparkauslegung und Management von Genehmigungsverfahren tätig. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Vorhaben an "schwierigen" Standorten, wie außerhalb Europas und off-shore. Insbesondere ist Overspeed Haupt-Consultant bei dem Projekt "Sandbank 24", dessen Ziel die Errichtung eines der größten Offshorewindparks weltweit ist.

 

Besonderen Wert legt Overspeed auf den Einsatz und die Entwicklung moderner Verfahren und Methoden. Aus diesem Grund ist Overspeed in mehreren Vorhaben in den Bereichen Fernüberwachung, Leistungsvorhersage und Offshore-Wartungsoptimierung involviert und pflegt eine enge Kooperation mit der Universität Oldenburg.

 

ECOreporter.de: Wie funktioniert das Fernüberwachungssystem OptiFarm? Wozu dient es, was zeichnet es aus?

Waldl:Das Ziel bei der Entwicklung von OptiFarm war es, die technische Betriebsführung von Windparks effizient zu unterstützen und den Betrieb der Parks zu optimieren. Unser Windparkmanagement-Tool OptiFarm unterstützt durch speziell an den Bedürfnissen des Betreibers ausgerichtete Module die technische Betriebsführung in den Bereichen

- Reaktion auf Alarme

- Überwachung von Betriebsparametern

- Vorsorgemaßnahmen wie Condition-Monitoring

- Dokumentation und Berichtserstellung als Schnittstelle zur kaufmännischen Betriebsführung.

OptiFarm bietet die gemeinsame Verwaltung mehrer Windparks unabhängig vom jeweiligen Windenergieanlagen(WEA)-Hersteller auf einer einheitlichen Benutzeroberfläche. Diese ist web-basiert, so dass für die Benutzung beim Betriebsführer keine spezielle Software nötig ist. Darüber hinaus ist OptiFarm dadurch auch über Mobilgeräte im Außendienst benutzbar.

 

ECOreporter.de: Inwiefern wurde das System bereits getestet, was haben die Tests ergeben?

Waldl:OptiFarm ist seit über einem Jahr im Prototyp-Test in Windparks, die von der Projekt GmbH betreut werden. Das System ist jetzt stabil und effizient, so dass wir zur Husum-Wind intensiv mit dem Vertrieb an Dritte beginnen. Zur Zeit betreiben wir OptiFarm in 7 Windparks mit insgesamt 40 WEA.

 

ECOreporter.de: Welche Probleme traten bei der Entwicklung auf? Wie fehleranfällig ist das System heute?

Waldl:Der zentrale Punkt, der nicht immer einfach zu lösen ist, ist die Schnittstelle zum bereits vorhandenen WEA- oder Windpark-Controller. Hierbei zeigen sich die verschiedenen WEA-Hersteller sehr unterschiedlich kooperationsbereit.

Heute ist das System sehr stabil, weil es in Parks mit WEA verschiedener Hersteller ausführlich getestet wurde.

ECOreporter.de:Inwiefern kann das System die herkömmliche Betriebsdatenkontrolle ergänzen, inwiefern gar ersetzen?

Waldl:Grundsätzlich kann OptiFarm die herkömmliche Betriebsdatenkontrolle komplett ersetzen. Dabei zeichnet OptiFarm besonders aus, dass es gemeinsam von Windenergie- und System-Spezialisten aus der Betriebsführungspraxis heraus entwickelt und getestet wurde.

Die wichtigsten Highlights von OptiFarm sind:

- Optimierte und effiziente technische Betriebsführung

- gemeinsame Verwaltung mehrerer Windparks

- herstellerunabhängige Oberfläche

- Entwicklung aus der Betriebsführungspraxis

- einheitliches Alarmmanagement

- Ertragskontrolle

- Ertragsausfallberechnung

- Betriebsparameterüberwachung

- Einbindung von Condition- Monitoring

- Integration von Schattenwurf und Video

 

ECOreporter.de:Was hat es mit dem EU-Projekt Advanced Management and Surveillance of Wind Farms (CleverFarm) auf sich?

Waldl:CleverFarm ist ein EU-Projekt (Programm Joule, ERK6-CT-1999-00006). Ziel des Projekts ist die gemeinsame Entwicklung eines "intelligenten" Windpark-Management-Systems. Zur Zeit ist das System an zwei Windparks in Deutschland und Dänemark in der Erprobung. (www.cleverfarm.com). An dem Projekt sind verschiedene Firmen und Institutionen aus Dänemark (Risø, ,Gram & Juhl, SEAS) Deutschland (Universität Oldenburg, Overspeed, ISET) und dem Vereinigten Königreich (RES) beteiligt.

Overspeed ist an dem Projekt in den Bereichen Videofernüberwachung, CMS-Integration, Schattenwurf und Online-Windparksimualation beteiligt.

 

ECOreporter.de: Herr Waldl, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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