Werbung
Meldungen 26.08.2004

26.8.2004: Meldung: VA Technologie AG: Halbjahresergebnis 2004

26. 08. 2004

Halbjahresergebnis 2004: Im Zeichen der Neuausrichtung

 

* Zusätzliches Sanierungsprogramm bringt 2004 Verluste

* Vorstandswechsel in der VA TECH Transmission&Distribution

* Konzern-Auftragseingang und -Umsatz mit deutlicher Steigerung

* Dynamische Entwicklung der außereuropäischen Wachstumsmärkte

* Planmässige Redimensionierung der WABAG

 

„ Das erste Halbjahr 2004 war geprägt von einer weitgehend positiven Entwicklung unserer Märkte, was zu einem Anstieg unseres Auftragseinganges um elf Prozent führte und im selben Zeitraum einen Rekord-Auftragsstand in Höhe von 4,8 Milliarden Euro ermöglichte“, sagte der neue Vorsitzende des VA TECH Vorstandes, Klaus Sernetz im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien. „Wir haben zudem mit der abgeschlossenen Portfolio-Veränderung des Konzerns die Basis gelegt, in den vier Unternehmensbereichen die vorhandenen Marktchancen zu nützen und internationale Top-Postionen einzunehmen. Nun gilt es zusätzliche Massnahmen zu setzen, um den nachhaltigen Turnaround des Unternehmens zu gewährleisten. Vorrangiges Ziel für 2004 ist daher der Abschluss der Sanierungsfälle im Konzern, wie die Restrukturierung von Transformatorenstandorten und die Redimensionierung der Wassertechnik,“ betonte Sernetz.

 

„Zur zügigen Umsetzung dieser Maßnahmen wird der Vorstand mit dem VA TECH-Aufsichtsrat im zweiten Halbjahr 2004 ein zusätzliches Sanierungsprogramm akkordieren, welches eine drastische Anpassung der Transformatorenkapazität, mit damit verbundenen Kosten von 65 bis 70 Millionen Euro, beinhalten wird. Davon werden rund 50 Prozent cash-wirksam sein. Für 2004 ergibt sich dadurch ein erwartetes negatives Nettoergebnis in selbiger Höhe“, erläuterte Klaus Sernetz.

 

Aufgrund von Auffassungsunterschieden über den Umfang der Restrukturierungen im Bereich T&D wird Klaus Brenner, Vorsitzender des Vorstandes der VA TECH T&D, einvernehmlich seine Funktion zurücklegen. Zu diesem Zeitpunkt wird Christian Habegger, Mitglied des Vorstandes der VA TECH, zusätzlich zum Unternehmensbereich Energieerzeugung auch die Energieübertragung und -verteilung verantworten.

 

Deutliches Plus für Auftragseingang, Auftragsstand und Umsatz

Als starke Impulsgeber erwiesen sich im ersten Halbjahr 2004 der außerordentliche Anstieg der Rohstahlproduktion in China und der gesteigerte Bedarf an Energie sowie das positive konjunkturelle Umfeld für Infrastrukturleistungen in Mittel- und Osteuropa.

Erschwerend wirkte sich der im Vergleich zum US-Dollar und japanischen Yen starke Euro-Wechselkurs aus. Auch anhaltend hohe Rohstoffpreise könnten die Konjunktur der Kapitalgüterindustrie negativ beeinflussen.

Basierend auf diesen Rahmenbedingungen konnte der Auftragseingang des Konzerns im ersten Halbjahr um elf Prozent auf 2.463 Millionen Euro gesteigert werden und führte zu einem ebenfalls um elf Prozent gestiegenen Rekord-Auftragsstand von 4.821 Millionen Euro.

 

Die stärksten Anstiege an neuen Aufträgen verzeichneten die Bereiche Metallurgietechnik (plus 64 Prozent) und Infrastruktur (plus 16 Prozent).

Der regional betrachtet bedeutendste Markt der VA TECH ist weiterhin Europa (inklusive GUS) mit 58 Prozent des Auftragseinganges. Nicht zuletzt durch das überproportionale Wachstum in den neuen EU-Mitgliedsstaaten ist hier weiterhin mit einem guten Marktumfeld zu rechnen. Es folgen Asien (18 Prozent) und Naher/Mittlerer Osten, Afrika (10 Prozent). Nordamerika zeigte sich mit neun Prozent und Südamerika mit fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Damit konnte das Wachstum in den außereuropäischen Wachstumsmärkten erfolgreich vorangetrieben werden.

 

Der Umsatz der VA TECH konnte im ersten Halbjahr 2004 um 13 Prozent auf 1.940 Millionen Euro gesteigert werden. Auch hier verzeichneten die Unternehmensbereiche Metallurgietechnik (plus 26 Prozent) und Infrastruktur (plus 31 Prozent) die größten Zuwachsraten.

 

Ergebnis vor Steuern (EBT) plus 22 Prozent

Das Konzern-Ergebnis zum ersten Halbjahr 2004 ist durch drei hochprofitable Unternehmensbereiche (VAI, VA TECH HYDRO und VA TECH ELIN EBG) sowie den Problemfällen WABAG und T&D geprägt.

 

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwert-Amortisation (EBITA) verbesserte sich im ersten Halbjahr auf 64,3 Millionen Euro (nach 42,8 Millionen Euro in der Vorjahresperiode). Die Firmenwertabschreibungen erhöhten sich im gleichen Zeitraum auf 20,9 Millionen Euro (2003: 19,7 Millionen Euro). Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) betrug daher 43,4 Millionen Euro im ersten Halbjahr nach 23,1 Millionen Euro in der Vorjahresperiode.

 

Das Finanzergebnis des VA TECH-Konzerns veränderte sich aufgrund erhöhter Anzahlungszinsen auf minus 63,2 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2003: 48,5 Millionen Euro).

 

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich um 22 Prozent von minus 25,4 Millionen Euro auf minus 19,8 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2004. Darin inkludiert sind neben dem Buchgewinn aus der Abgabe von Unternehmen auch Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen und außerordentliche Firmenwertabschreibungen. Im EBT des ersten Halbjahres 2003 war als Einmaleffekt auch ein positiver Beitrag durch eine Sale und Lease back - Transaktion von 11 Prozent Millionen Euro enthalten.

 

Nach Abzug von Steuern und Minderheitsanteilen verbesserte sich der Jahresfehlbetrag auf minus 18,6 Milionen Euro im ersten Halbjahr 2004 nach minus 23,4 Millionen Euro in der Vorjahresperiode.

 

Weiterhin hohe Nettoliquidität

Das aktive Zahlungsmanagement zur Sicherung einer ausreichenden Liquiditätssituation nimmt eine Top-Priorität im Konzern ein. Die Bruttoliquidität der VA TECH reduzierte sich auf 699 Millionen Euro, die verzinslichen Verbindlichkeiten konnten auf 536 Millionen Euro verringert werden, wodurch die Nettoliquidität mit 163 Millionen Euro auf hohem Niveau gehalten werden konnte.

 

Der Free Cash Flow beträgt im ersten Halbjahr 2004 minus 83 Millionen Euro (nach minus 27 Millionen Euro in der Vorjahresperiode).

 

 

Entwicklung der Unternehmensbereiche

Durch den anhaltenden Wachstumstrend in der Stahlproduktion verzeichnete der Unternehmensbereich Metallurgietechnik (VAI) im ersten Halbjahr 2004 einen sehr erfreulichen Auftragseingang: Mit einem Volumen von 907 Millionen Euro wurde das gute Halbjahresergebnis des Vorjahres um 64 Prozent übertroffen.

Bedingt dadurch stieg der Auftragsstand im ersten Halbjahr 2004 um 43 Prozent auf einen Rekordwert von 1,518 Millionen Euro. Das ergibt eine Auslastungsreichweite von 1,6 Jahren in Relation zum Umsatz 2003.

 

Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2003 auf 532 Millionen Euro (pus 26 Prozent). Dadurch konnte auch das EBIT um plus 37 Prozent auf 28,7 Millionen Euro deutlich gesteigert werden.

Mit den verbesserten Auftragseingangs- und Ergebnisdaten konnte auch die bereits auf hohem Niveau befindliche Liquidität weiter gestärkt werden.

 

Mit Wirksamkeit vom 1. Juli 2004 wurde das Unternehmen VAI Pomini zu 100 Prozent übernommen. VAI Pomini ist ein Kompetenzzentrum für das Engineering und den Bau von Anlagen für Langprodukte und erwirtschaftete im Jahr 2003 mit 180 MitarbeiterInnen einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro.

 

 

Der Bereich Energieerzeugung (VA TECH HYDRO) profitiert weiterhin vom stetig steigenden Bedarf an elektrischer Energie und erhöhten Investitionen in die Kraftwerkserneuerung und Neuanlagen. Speziell Pumpspeicherkraftwerke zur Abdeckung von Bedarfsspitzen und zur Sicherstellung der Netzstabilität werden forciert.

Nach dem durch einige Großaufträge überproportionalen Auftragseingang des Vorjahres lag dieser im ersten Halbjahr 2004 mit 359 Millionen Euro hinter dem Vorjahresvergleichswert (592 Millionen Euro) zurück.

 

Der Umsatz erhöhte sich um 13 Prozent auf 453 Millionen Euro im Halbjahresvergleich, wodurch auch das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) um zehn Prozent auf 24,4 Millionen Euro gesteigert werden konnte.

 

 

Den Unternehmensbereich Energieübertragung und -verteilung (VA TECH T&D) wird ab 1. September 2004 Christian Habegger, Mitglied des Vorstandes der VA TECH zusätzlich zum Unternehmensbereich Energieerzeugung mitverantworten. Klaus Brenner, bislang Vorsitzender dieses Unternehmensbereiches, wird einvernehmlich per 31. August seine Funktion zurücklegen. Die Begründung liegt in Auffassungsunterschieden über das Ausmaß der Restrukturierungen im Bereich T&D.

 

Durch einen guten Auftragseingang im zweiten Quartal des heurigen Jahres konnten die Aufträge in der T&D zum Halbjahr 2004 um zwölf Prozent auf 685 Millionen Euro gesteigert werden. Mit 512 Millionen Euro lag der Umsatz der ersten sechs Monate um sechs Prozent hinter dem Vergleichswert des Vorjahres. Zurückzuführen ist dies auf eine schwächere Auftragssituation in den Vorperioden sowie die erfolgte Entkonsolidierung einiger Unternehmen im Rahmen einer weiteren Portfolio-Fokussierung.

 

Das Ergebnis vor Firmenwertabschreibungen (EBITA) konnte durch die Unterauslastung in drei Transformatoren-Standorten im zweiten Quartal 2004 nicht verbessert werden und lag somit mit 6,3 Millionen Euro im ersten Halbjahr knapp unter dem Niveau des Vergleichszeitraumes 2003. Im Ergebnis inkludiert sind auch Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen und Buchgewinne aus abgegebenen Einheiten.

Das negative Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) in Höhe von minus fünf Millionen Euro, setzt sich einerseits aus den unbefriedigenden Ergebnissen des Unternehmensbereiches T&D, des noch nicht gelungenen Turnarounds im Bereich Schaltanlagen und außerordentlichen Firmenwertabschreibungen zusammen, während der Bereich SAT (ACP) hervorragende Ergebnisse aufweist.

 

Das in Umsetzung befindliche Ertragssteigerungs und Restrukturierungsprogramm „T&D 2004 +“ zielt darauf ab, in den Geschäftssegmenten Schaltanlagen und Transformatoren kostensenkende und effizienzsteigernde Maßnahmen zu realisieren.

 

 

Mit Wirksamkeit per 30.Juni 2004 übernahm VA TECH T&D die restlichen 40 Prozent des Joint Ventures für Hochspannungs-Schaltanlagen von Schneider Electric. Das Joint Venture erzielte im Jahr 2003 mit 2600 MitarbeiterInnen einen Umsatz von 620 Millionen Euro und war bereits bisher als vollkonsolidiertes Unternehmen im Konzern geführt. Diese Übernahme ermöglicht eine weitere Verbesserung der Geschäftsstrukturen und Prozesse in der VA TECH T&D.

 

Aufgrund einer anhaltend kritischen Auslastungs- und damit auch Ergebnissituation in Teilen des Transformatorensegmentes, wird der Vorstand mit dem Aufsichtsrat der VA TECH im zweiten Halbjahr 2004 ein zusätzliches Sanierungsprogramm zur drastischen Anpassung der Transformatorenkapazität akkordieren. Die geplanten Sanierungskosten werden 65 bis 70 Millionen Euro betragen, wovon rund 50 Prozent cash-wirksam sind.

Der Unternehmensbereich wird dadurch in die Lage versetzt, in 2005 ein deutlich positives Gesamtergebnis zu erwirtschaften.

 

 

Getragen von verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Westeuropa und den positiven Impulsen der neuen EU-Mitgliedsländer zeigt sich eine anhaltend erfreuliche Entwicklung für den Unternehmensbereich Infrastruktur (VA TECH ELIN EBG).

Der Auftragseingang hat sich im ersten Halbjahr 2004 um 16 Prozent auf 464 Millionen Euro erhöht, wodurch auch der Auftragsstand auf den Höchststand von 616 Millionen Euro gesteigert werden konnte (2003: 582 Millionen Euro).

Der Umsatz verbesserte sich sowohl im zweiten Quartal als auch im ersten Halbjahr signifikant. Mit 400 Millionen Euro wurde hier eine Steigerung um 31 Prozent im Halbjahresvergleich erreicht, die sich auch positiv auf das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit niederschlägt: plus 73 Prozent auf 12,1 Millionen Euro.

 

 

VA TECH verkauft WABAG-Aktivitäten in Deutschland und Frankreich

Ein wesentlicher Schritt zur Restrukturierung der Wassertechniksparte erfolgt mit dem Verkauf des deutschen Inlandsgeschäftes der WABAG Deutschland und der WABAG Frankreich. Dies betrifft fünf WABAG-Standorte (Leipzig, Ratingen, Butzbach, Bayreuth und Paris) mit 157 MitarbeiterInnen, die in 2003 einen Umsatzerlös von 70 Millionen Euro erwirtschafteten. Einzelheiten zur Transaktion werden nach Zustimmung des deutschen Bundeskartellamtes bekanntgegeben.

 

Der Auftragseingang der Wassertechnik lag im ersten Halbjahr 2004 bedingt durch die angelaufene Redimensionierung mit 108 Millionen Euro hinter dem Vergleichswert des Vorjahres (114 Millionen Euro), der Auftragsstand stieg um 16 Prozent und betrug 342 Millionen Euro.

Der Umsatz lag im ersten Halbjahr mit 89 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres, das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) betrug minus 16,5 Millionen Euro, bedingt durch Reorganisationsmaßnahmen und Restrukturierungsaufwendungen.

Die Zielstruktur der WABAG sieht die Konzentration auf die Standorte Wien (für das internationale Projektgeschäft) und Winterthur (Kompetenzzentrum für Biofiltration, Schweiz) mit rund 150 MitarbeiterInnen vor und wird mit Ende 2004 erreicht sein.

 

 

Ausblick 2004/2005

 

* Zusätzliches Sanierungsprogramm als Investition in die Zukunft

* Für 2005 wird nachhaltig positive Ergebnissituation erwartet

* a.o. Hauptversammlung zum Beschluss der Kapitalerhöhung am 21.September

 

Im zweiten Halbjahr 2004 sollte für den VA TECH-Konzern das grundsätzlich verbesserte Investitionsklima der Kapitalgüterindustrie weiter anhalten. Sowohl am Metallurgietechniksektor als auch in der Energiebranche sind positive Impulse vorhanden. Auch nach der Abgabe von operativen Einheiten wird eine Kontinuität im Auftragseingang sowie Umsatz auf gutem Niveau erwartet.

 

Vorrangiges Ziel für 2004 ist der Abschluss der Sanierungsfälle im Konzern, wie die Restrukturierung von Transformatorenstandorten und die Redimensionierung der Wassertechnik bis Ende des Jahres.

Weiters gilt es die lokale Wertschöpfung in den internationalen Wachstumsregionen wie zum Beispiel Asien, Lateinamerika, Zentral- und Osteuropa sowie GUS und Mittlerer Osten zu stärken, um dadurch die sich bietenden Chancen optimal nutzen zu können.

 

Zur zügigen Umsetzung dieser Maßnahmen wird der Vorstand mit dem VA TECH-Aufsichtsrat im zweiten Halbjahr 2004 ein zusätzliches Sanierungsprogramm akkordieren, welches eine drastische Anpassung der Transformatorenkapazität, mit damit verbundenen Kosten von 65 bis 70 Millionen Euro, beinhalten wird. Davon werden rund 50 Prozent cash-wirksam sein. Für 2004 ergibt sich dadurch ein erwartetes negatives Nettoergebnis in selbiger Höhe.

 

„Die geplanten Maßnahmen sind eine Investition in eine prosperierende Entwicklung in den folgenden Jahren. Ab 2005 ist mit einer nachhaltig positiven Ergebnissituation zu rechnen, das Nettoergebnis sollte 2005 über 50 Millionen Euro liegen“, betont Klaus Sernetz.

 

 

Kapitalerhöhung weiter angestrebt

Der VA TECH-Vorstand strebt weiterhin eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung des operativen Wachstums des Konzerns an. Die Erhöhung der Eigenkapitalquote und der Turnaround 2005 bieten eine optimale Basis für eine erfolgsorientierte und profitable Zukunft des Konzerns.

Am 21. September 2004 soll dazu in einer außerordentlichen Hauptversammlung der VA Technologie AG ein genehmigtes Kapital von bis zu 3,75 Millionen Stück Aktien (bis zu 25 Prozent des Grundkapitals) beantragt werden. Die Umsetzung ist in Abhängigkeit von den Marktbedingungen noch für heuer geplant.

 

 

Halbjahresergebnis 2004: Übersicht über die bedeutendsten Aufträge

 

Metallurgietechnik (VAI):

Die regionale Verteilung der Auftragseingänge in den ersten sechs Monaten 2004 zeigt einen Anteil von 48 Prozent aus Europa (darin enthalten 17 Prozent GUS) und 35 Prozent aus Asien (darin enthalten 28 Prozent China). Weitere interessante Märkte für den metallurgischen Anlagenbau sind Brasilien und die Golfstaaten, vor allem Saudi Arabien.

Am chinesischen Markt zeigte sich mit Aufträgen im Ausmaß von 249 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2004 (nach 79 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2003) eine noch ungebrochene Dynamik. Darin inkludiert sind eine Stranggießanlage bei Tianjin, zwei Feuerverzinkungsanlagen bei Benxi, eine Feuerverzinkung und ein Kaltwalzwerk bei Tangshan, sowie Aufträge von mehr als zehn weiteren Kunden.

 

Außerhalb Chinas zählten im Bereich der Neuanlagen die Errichtung eines neuen Hochofens für CST in Brasilien, zweier Elekroöfen, eines Pfannenofens und einer Stranggießanlage für Kunden in Russland bzw. einer Stranggießanlage für einen ukrainischen Kunden zu den bedeutendsten Aufträgen der ersten sechs Monate des Jahres 2004. Im Bereich der Anlagenmodernisierung konnten Aufträge für die Modernisierung des Stahlwerkes von US Steel Kosice in der Slowakei, je eines Grobblech- und Steckelwalzwerkes von Erdemir in der Türkei und eines Warmwalzwerkes von Jindal in Indien verbucht werden.

 

Zu den jüngsten Erfolgen zählt der Finex-Grossauftrag für den größten südkoreanischen Stahlkonzern Posco.

 

 

Energieerzeugung (VA TECH HYDRO)

In der regionalen Verteilung der Aufträge zeigt sich weiterhin Europa als dominanter Markt mit 69 Prozent, gefolgt von Nordamerika mit 18 Prozent. Ein bedeutender Auftrag im ersten Halbjahr war das Wasserkraftprojekt Tsankov Kamak in Bulgarien. Dieses Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur österreichischen Klimaschutzstrategie, denn es ist das erste Projekt für Österreich, das auf dem Mechanismus des Kyoto-Protokolls beruht. Es generiert ein CO2-Reduktionspotenzial von etwa 200.000 Tonnen pro Jahr, die von Österreich angekauft wurden und somit dem CO2-Reduktionsziel angerechnet werden können.

 

Nicht zuletzt auf Grund der sozialen und umweltrelevanten Bedeutung wurde dieses Projekt von Corporate Social Responsibility Austria (CSR Austria) mit dem Trigos-Preis ausgezeichnet.

 

Ein weiteres Beispiel zur Forcierung der Wasserkraft als erneuerbarer Energieträger ist das Kleinkraftwerk Nussdorf in der Nähe von Wien. Hier wird die bisher ungenutzte Wassermenge des Donaukanals mit Hilfe der Hydromatrix-Technologie ökonomisch und ökologisch sinnvoll in elektrische Energie umgewandelt.

 

Der Praxistest einer weiteren technologischen Weltneuheit, der Straflo Matrix, wurde mit der Eröffnung von Österreichs modernstem Kleinwasserkraftwerk in Agonitz (Oberösterreich) erfolgreich unter Beweis gestellt. Durch die neuartige, kompakte Bauweise der Turbinen/Generator-Einheit eignet sich die Straflo-Matrix besonders zum nachträglichen Einbau in bereits bestehende Bauwerke wie Bewässerungsdämme und Wehranlagen. Dadurch eröffnen sich weltweit neue Chancen, bisher ungenutztes Wasserkraftpotenzial wirtschaftlich zu realisieren.

 

Weitere bedeutende Projekte des ersten Halbjahres waren zahlreiche Turbogeneratoren für General Electric, Rohrturbinenkomponenten für den chinesischen Kunden Dongfang sowie für verschiedene Aufträge für Kraftwerkserneuerungen in den USA und in Europa.

 

 

Energieübertragung und -verteilung (VA TECH T&D)

Die auftragsstärksten Regionen waren Europa mit einem Anteil von 44 Prozent gefolgt von Naher/Mittlerer Osten, Afrika mit 29 Prozent.

 

Zu den bedeutendsten Aufträgen des ersten Halbjahres in der Energieübertragung und -verteilung zählten Schaltanlagen in Qatar, zwei schlüsselfertige Umspannwerksprojekte für Algerien, ein 400 kV-Schaltanlagenprojekt für Jordanien sowie ein weiterer 400 kV-Schaltanlagenauftrag aus Großbritannien. Eine gute Entwicklung war auch im Automationsgeschäft zu verzeichnen, in dem wichtige Aufträge vor allem in Europa gewonnen werden konnten.

 

Infrastruktur (VA TECH ELIN EBG)

Die neuen Aufträge kommen zum größten Teil aus den Ländern Österreich (53 Prozent), Deutschland (19 Prozent) und Tschechien (6 Prozent).

 

Die erfolgreiche strategische Ausrichtung als technischer Generalanbieter zeigt sich unter anderem durch Großaufträge in Deutschland und Bulgarien. In Deutschland wird das Einkaufszentrum Eastgate Berlin errichtet, in Bulgarien das S-Center Sofia. Weitere bedeutende Aufträge des ersten Halbjahres waren die elektrotechnische Gebäudeausstattung sowie die Heizung/Klima/Lüftungs- und Sanitärtechnik des Gesundheitszentrums Obernberg in Österreich und des Philips Standortes in Hamburg.

 

Für Straßenbahnantriebe konnten Auftragserfolge aus Sevilla/Spanien sowie Phoenix und Seattle/USA verbucht werden. Seitens der Wiener Linien wurde der Rahmenauftrag zur Lieferung von 150 weiteren ULF (Ultra Low Floor) im Wert von über 100 Millionen Euro unterzeichnet, etwa 17 Millionen Euro wurden als erste Liefertranche bislang im Auftragseingang verbucht.

 

Das Unternehmen ai informatics verzeichnete mit dem Auftragserhalt für IT-Outsourcing bei Maxdata einen bedeutenden Erfolg am deutschen Markt.

 

Wassertechnik (VA TECH WABAG)

Die auftragsstärksten Regionen in den ersten sechs Monaten waren Europa (47 Prozent) und Asien (41 Prozent). Die größten Einzelaufträge des Bereiches Wassertechnik im ersten Halbjahr waren die Trinkwasseraufbereitungsanlage Rötgen/Deutschland, in Indien eine Demineralisationsanlage für die Panipat Refinery sowie eine Wasseraufbereitungsanlage in der Türkei.

 

 

Wien, 26. August 2004

 

 

 

Die börsenotierte VA Technologie AG (VA TECH) ist ein fokussiertes Technologie- und Serviceunternehmen, das Wert für Kunden über den gesamten Anlagen-Lebenszyklus schafft. Der Konzern verfügt über führende internationale Positionen in den Bereichen Metallurgietechnik, Energieerzeugung, Energieübertragung und –verteilung sowie Infrastruktur. Im Jahr 2003 erzielte die VA TECH mit 17.478 MitarbeiterInnen einen Umsatz nach IFRS von EUR 3,9 Mrd.

 

 

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

 

Bettina Pepek

Pressesprecherin

Tel: +43 1/89100-3400, Fax: +43 1/89100-4103

e-mail: bettina.pepek@vatech.at

 

Dr. Wolfgang Schwaiger

Strategie, Kommunikation und Investor Relations

Tel: +43 732/6986-9222, Fax: +43 732/6980-3416

e-mail: wolfgang.schwaiger@vatech.at

Werbung

ECOreporter.de-Abonnement

Als Abonnent haben Sie Zugriff auf alle Exklusivinformationen von ECOreporter.de.

Ein umfassender Service für alle, denen nachhaltige Investments etwas wert sind!

Abonnent werden

ecoanlageberater - deutschlandweit

ecoanlageberater - deutschlandweit

Wo finde ich eine/n Fachberater/in für Nachhaltiges Investment?
Absolvent/inn/en des Fernlehrgangs ecoanlageberater ganz in Ihrer Nähe

weiterlesen

ECOreporter - Artikel kaufen

PayPal

Sie möchten einen bestimmten Bericht in ECOreporter.de lesen? Sie können auch einzelne Artikel kaufen - vom Aktientipp bis zum ausführlichen Testbericht.
Schon ab 2,40 Euro!

Sie wollen alles in ECOreporter.de lesen? Dann abonnieren Sie! Ab 99,60 Euro pro Jahr, das sind pro Monat nur 8,30 Euro.
Die umfangreichste deutsche Seite zu nachhaltigen, ethischen Geldanlagen steht Ihnen dann komplett offen!
Abonnent werden

Einloggen schließen
Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Zum Seitenanfang Zum Seitenanfang