Werbung
Nachrichten 27.03.2002

27.03.2002: Sulzer AG, Schweiz: Solide Technologien umgeben den Hoffnungsträger Brennstoffzelle

(CL) Die im Jahre 1834 gegründete Schweizer Sulzer

AG (WKN 854367) ist eine weltweit tätige Industriegruppe

mit fünf Kerndivisionen: Sulzer Metco bietet

Produkte zur Oberflächenveredlung durch thermisches

Spritzen und andere Beschichtungsverfahren

an. In der Sparte Sulzer Turbomachinery Services

geht es um Reparatur, Instandsetzung und Wartung

von thermischen Turbomaschinen. Damit sind zum

Beispiel Gas- und Dampfturbinen oder Kompressoren

gemeint.

 

Sulzer Pumps ist derzeit der größte Geschäftsbereich

des Konzerns. Dort werden Kreiselpumpen hergestellt

und technische Dienstleistungen für alle Arten

von Pumpen angeboten. Die Kunden kommen beispielsweise

aus den Öl- und Gasmärkten, der Kohlenwasserstoffverarbeitung

oder der Papier- und Zellstoffindustrie.

Zu den Produkten der Sulzer Chemtech

zählen: Einbauten für Destillation, statische Mischer,

Membranen und Katalysatoren.

 

Mit seinen Kerngeschäften machte Sulzer im vergangenen

Jahr einen Umsatz von 1,965 Milliarden

Schweizer Franken - was ein Plus von 11 Prozent gegenüber

dem Vorjahr (1,773 Milliarden) bedeutete.

 

Insgesamt fuhr der Konzern dennoch einen Verlust

von über 448 Millionen Franken ein. Der Konzern führt

das im Wesentlichen auf Verluste zurück, die ihm die

im Juli ausgegliederte Tochter Sulzer Medica eingebracht

hat. Das Unternehmen hat in den USA fehlerhafte

künstliche Hüft- und Kniegelenke ausgeliefert,

die es nun zurücknehmen muss. Der Mutterkonzern

soll sich mit 50 Millionen US-Dollar am Vergleich zwischen

Sulzer Medica und den geschädigten Patienten

beteiligen. Die Sulzer AG stellt sämtliche noch in ihrem

Eigentum befindlichen 480.000 Sulzer-Medica-

Aktien dafür zur Verfügung.

 

Rückruf von Gelenken in den USA

 

Die Entscheidung, ob der Vergleichsvorschlag von der

Mehrheit der Kläger angenommen wird, fällt am 6. Mai

dieses Jahres, wenn die Schlussverhandlung in den

USA stattfindet. Fest steht allerdings bereits jetzt,

dass die Kosten für den Vergleich das Konzernergebnis

erheblich belasten werden.

 

Sulzer will seine Umsätze auf rund drei Milliarden

Schweizer Franken steigern. Unter anderem durch eine Neuausrichtung: Die Geschäfte von Sulzer

Turbo, Sulzer Infra und Sulzer Textil sind bereits verkauft,

die Ausgliederung von Sulzer Burckhardt

(Kolbenkompressoren) steht noch bevor.

Der für den Umweltaktionär interessanteste Teil des

Sulzer-Konzerns läuft firmenintern unter der Bezeichnung

"Venture-Division" (Wagnis-Abteilung). Die

Sulzer Hexis beschäftigt sich mit der Entwicklung von

Brennstoffzellensystemen für die stationäre, dezentrale

Energieerzeugung in Eigenheimen. Sulzer Hexis

will mit seiner Technologie neben dem Wärmebedarf

auch den Grundbedarf an Strom eines Einfamilienhauses

decken. Bis 2003 wollen die Schweizer daheim,

in Deutschland und Österreich rund 400 Vorserienmodelle

des Typs "HXS 1000 Premiere" an

Energieversorgungsunternehmen verkaufen, die diese

Geräte per Energie-Contracting an ihre Kunden

weiterreichen sollen.

 

Zertifikat für Brennstoffzelle

 

Für sein System "HXS 1000 Premiere" hat Sulzer im

Dezember 2001 ein EU-weit gültiges Zertifikat erhalten.

Zu den Abnehmern der Vorseriengeräte gehörten

die Energie Baden-Württemberg (EnBW), EWE

Oldenburg, die Elektrizitätswerke Worms, die Arbeitsgemeinschaft

Energie AG Oberösterreich und Oberösterreichische

Ferngas AG.

 

Der Schweizer Technologiekonzern sieht nach dem

stark rückläufigen Geschäft im vergangenen Jahr

skeptisch in die Zukunft. Zwar ist die seit längerem

geforderte Verschlankung der Unternehmensgruppe

in einen reinen Industriekonzern durch die Veräußerung

mehrerer Sparten fast abgeschlossen, dennoch

sorgt zum Beispiel die Rückrufaktion bei Sulzer Medica

weiter für Unruhe.

 

Mit einem Kurswert von 254 Euro (Stand: 26. März,

Frankfurt) notiert die Namens-Aktie des Konzerns

aktuell deutlich oberhalb des 52-Wochen-Tiefs von

122,60 Euro, aber weit unterhalb des 52-Wochen-

Hochs von 735 Euro.

 

Analysten halte Aktie für "interessant"

 

Nach Meinung der Analysten von "Die Telebörse-online"

könnte sich ein Engagement bei Sulzer lohnen.

Auch die Wertpapierexperten des Finanzbriefes

"Finanzwoche" halten die AG für ein interessantes Investment.

Das Unternehmen werde keine weiteren Risiken

bezüglich US-Klagen wegen der fehlerhaften

Hüft- und Knie-Implantaten mehr tragen müssen. Ein

Vertrag werde den Konzern von Risiken freistellen, die

über den Anfang Februar geschlossenen Vergleich

hinausgingen. Die Sulzer AG sehe man als interessante

Kombination aus soliden konventionellen Aktivitäten

bei gleichzeitig interessanter Zukunftsorientierung.

Werbung

ECOreporter.de-Abonnement

Als Abonnent haben Sie Zugriff auf alle Exklusivinformationen von ECOreporter.de.

Ein umfassender Service für alle, denen nachhaltige Investments etwas wert sind!

Abonnent werden

ecoanlageberater - deutschlandweit

ecoanlageberater - deutschlandweit

Wo finde ich eine/n Fachberater/in für Nachhaltiges Investment?
Absolvent/inn/en des Fernlehrgangs ecoanlageberater ganz in Ihrer Nähe

weiterlesen

ECOreporter - Artikel kaufen

PayPal

Sie möchten einen bestimmten Bericht in ECOreporter.de lesen? Sie können auch einzelne Artikel kaufen - vom Aktientipp bis zum ausführlichen Testbericht.
Schon ab 2,40 Euro!

Sie wollen alles in ECOreporter.de lesen? Dann abonnieren Sie! Ab 99,60 Euro pro Jahr, das sind pro Monat nur 8,30 Euro.
Die umfangreichste deutsche Seite zu nachhaltigen, ethischen Geldanlagen steht Ihnen dann komplett offen!
Abonnent werden

Einloggen schließen
Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Zum Seitenanfang Zum Seitenanfang