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Direktbeteiligungen 27.12.2005

27.12.2005: Presseschau: Fonds für gr?nen Strom: Nicht jeder h?lt, was er verspricht

Nachfolgend dokumentieren wir einen Beitrag einer Nachrichtenagentur, in dem auch ECOreporter.de zitiert wird und der unter anderem im Handelsblatt und im Oberbayrischen Volksblatt erschienen ist.

 

 

Fonds für gr?nen Strom: Nicht jeder h?lt, was er verspricht

 

Geld verdienen mit sauberem Strom - das wollen viele Anleger. Und davon profitieren derzeit die Anbieter offener Wind- und Solarfonds, die ihr Geld damit verdienen, dass sie den ?kologisch erzeugten Strom ins ?ffentliche Netz einspeisen. Dabei werben die so genannten New-Energy-Fonds mit Renditen von bis zu neun Prozent (Wind) beziehungsweise bis zu sieben Prozent (Solar). Doch Vorsicht: Nicht jeder h?lt, was er verspricht; zudem werden Steuervorteile gestrichen.

 

Rund 2,5 Milliarden Euro investierten die Bundesb?rger nach Angaben des Fachdienstes "Fondstelegramm" bislang in die New-Energy-Fonds. Der Marktanteil der Windfonds betr?gt 80 Prozent, 15 Prozent entfallen auf Solarfonds. Besonders die Sonnenkraftfonds erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Allein 2005 konnten sie nach Expertensch?tzungen ein Drittel bis die H?lfte des in New-Energy-Fonds investierten Geldes einsammeln. Wer in Wind- oder Solarfonds investiert hat, der konnte in den vergangenen Jahren durchaus zweistellige Renditen erwirtschaften, wie J?rg Weber vom Fachdienst "Ecoreporter" betont. Allerdings gibt es keine Renditegarantie, und das mussten zahlreiche Anleger in der Vergangenheit schmerzhaft erfahren. Denn sie wurden Opfer einiger zwielichtiger Anbieter, deren Renditeversprechungen sich als ebenso unrealistisch erwiesen wie die Prognosen zur Energieausbeute und den Kosten. "Wenn weniger Wind weht als angenommen oder die Sonne seltener scheint, fallen die Ertr?ge geringer aus", betont Roland Aulitzky vom Magazin "Finanztest".

 

Im schlimmsten Fall k?nnten Anleger sogar ihre gesamte Einlage verlieren. Wer das Risiko gering halten will, der sollte daher die Angebote genau pr?fen. Wichtig sei beispielsweise, dass der Anbieter eine Leistungsbilanz der bestehenden Anlagen vorweisen k?nne, sonst sollte man die Finger davon lassen. "Die gute Absicht allein macht noch keine rentable Anlage", sagt Aulitzky. "Wer sich für geschlossene New-Energy-Fonds interessiert, muss sich genau anschauen, wem er sein Geld anvertraut."

 

Bei Windfonds m?ssten mindestens drei und bei Solarfonds zwei Gutachten neutraler Institute ?ber die voraussichtliche Windst?rke beziehungsweise die Sonneneinstrahlung vorliegen. Au?erdem sollten Anleger darauf achten, dass die Kosten für Wartung und Instandhaltung der Anlagen einkalkuliert seien. Die Mindestbeteiligung bei geschlossenen Wind- und Solarfonds liegt meist bei 10 000 Euro, hinzu kommt ?blicherweise ein Aufgeld von f?nf Prozent. Wer sein Geld in den Windkraft- oder Solarfonds anlegt, der braucht allerdings Ausdauer, denn die Laufzeit betr?gt in der Regel 20 Jahre. Und wer seine Anteile vor dem Ende der Laufzeit zu Geld machen will, der hat schlechte Karten, denn: "Es gibt keinen funktionierenden Zweitmarkt, daher wird man seine Anteile entweder gar nicht oder nur mit hohen Verlusten verkaufen k?nnen", betont Weber.

 

Ungeachtet der Renditechancen d?rfte das Anlegerinteresse an den New-Energy-Fonds k?nftig nachlassen, denn die Steuervorteile, die aus den hohen Anfangsverlusten einiger Fonds resultierten und vor allem für Verm?gende interessant waren, werden k?nftig gr??tenteils nicht mehr gew?hrt. "Viele Anleger haben allein aus Steuergr?nden investiert, für sie sind die Fonds nicht mehr interessant", sagt Stefan Loipfinger vom Branchendienst "Fondstelegramm". Daher w?rden k?nftig auch weniger Windkraft- und Solaranlagen gebaut. Beim Bundesverband Windenergie sieht man die neuen Regelungen weniger dramatisch. Auch k?nftig gebe es für Anleger viele attraktive Angebote, und zahlreiche Fonds seien ohnehin rein renditeorientiert aufgelegt worden, betont ein BWE-Sprecher. Au?erdem w?rden die neuen Steuerbestimmungen dazu beitragen, "dass einige schwarze Schafe der Branche vom Markt verschwinden".

 

VON MANFRED ROLFSMEIER

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