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Erneuerbare Energie 27.04.2005

27.4.2005: Glosse: Don Quichote reitet wieder: FDP will im NRW-Wahlkampf mit Attacken gegen die Windenergie punkten - die Spass-Partei wirbelt

Ach je, der W?hler ist doch nicht so dumm, wie die NRW-FDP glaubt. Auf ihrer Internetseite www.fdp-nrw.de hat die Spass-Partei eine Umfrage gestartet. Sie behauptet "In kaum einem Bundesland (Anmerkung der erheiterten ECOreporter.de-Redaktion: kann man das denn nicht pr?zise sagen?) nimmt die Zahl der Windindustrieanlagen (Zwischenfrage der Redaktion: sehr kreative Wortsch?pfung, beeindruckend!) derart schnell zu wie in Nordrhein-Westfalen. Zudem hat die Windkraft inzwischen die Steinkohle als gr??tes Subventionsgrab (Zwischenruf aus der ECOreporter.de-Redaktion: nein, Windkraft wird nicht subventioniert, nur die Einspeiseverg?tung ist staatlich geregelt - ein Riesen-Unterschied) der deutschen Energiepolitik abgel?st. Die FDP will das beenden. Lehnen Sie weitere Windkraftanlagen ab?"

Man kann mit ja und nein stimmen. Allerdings: Als die ECOreporter.de-Redaktion mit "nein" stimmen wollte, tauchte die h?bsche Meldung auf: "Ihre Stimme konnte nicht gewertet werden!". Nun denn, einige Stimmen konnten wohl doch gewertet werden, und siehe da: 74 Prozent lehnen neue Windkraftanlagen nicht ab. Liebe NRW-FDP, lasst uns jetzt einmal Euren Wahklkampfmanager spielen. Also, Eure Taktik ist klar: Ihr seid ja in Wirklichkeit nicht gegen Windkraft, Euch ist sowieso alles egal, Hauptsache, Ihr sitzt mal wieder im Landtag. (Die Zeiten als das K?rzel FDP in NRW für "Fast-Drei-Prozent" stand, wollt Ihr vergessen......). Nun. Wie kommt Ihr auf ?ber f?nf Prozent (Wir wollen ?mal nicht von 18 reden....)? Ganz klar: Ihr m?sst von anderen lernen. Versucht ihr ja? Ihr habt die Anti-Windkraft-Kampagne beim Spiegel abgekupfert? Euer Begriff "Windradwahnsinn" ist abgeleitet vom Spiegel-Titel "Windm?hlenwahn"? Ach so. Ach. Ach, FDP: Nach?ffen sollte man nur erfolgreiche Ideen. Im Vertrauen: Spiegel-Chef Aust hat selten so schlecht dagestanden wie mit dem Windm?hlenwahn-Titel. Begreift doch, selbst wenn?s schwer f?llt: In NRW stehen viele Windm?hlen auf oder an Kohle-Abraumhalden, die st?ren hier nicht. Irgendwie finden die Leute hier Braunkohle-Tagebaul?cher auch nicht so sch?n. Und viele verstehen, dass NRW Tausende Arbeitspl?tze hat, die mit der Windkraft zusammenh?ngen. Ob Getriebe, T?rme aus Stahl (Stahl und NRW, auch ein sch?nes Thema....), Ingenieurleistungen, hier in NRW sind sie froh, dass es eine Branche gibt, in der Deutschland noch Technologief?hrer ist. Eine mittelst?ndische Branche. Was das ist? Also, jetzt h?rt mal: M-i-t-t-e-l-s-t-?-n-d-i-s-c-h, ja, .....klickert?s? Da war doch mal etwas im FDP-Programm, oder? Genau. Jetzt ist der Groschen gefallen. Wenn 74 Prozent für Windenergie sind, m?sstet Ihr auch daf?r sein. Was, das geht jetzt nicht mehr, Ihr wart gerade noch dagegen? Ach, i wo! Ihr seid bekannt als Umfaller-Partei, denken wir an 1972, Misstrauensvotum, an 1976, denken wir an Spass-Guido ("jede Woche eine neue Meinung"). Denkt positiv! Seid einfach DAF?R! Ach, und eine pers?nliche Bitte noch: Holt doch bitte Gerhart Baum in die Politik zur?ck, und Burkhard Hirsch, auch Sabine Leuth?user-Schnarrenberger.

 

Nie, niemals w?rden die so etwas ins Internet schreiben (FDP-Originalton): "Die Windkraftanlagen in NRW sind nichts weiter als eine ?kologische Mogelpackung. Durch den zu schwachen und unregelm??igen Wind in NRW kann kein einziges Kraftwerk abgeschaltet werden. Eine neue Landesregierung unter Beteiligung der FDP wird unmittelbar nach dem Regierungswechsel alle denkbaren Ma?nahmen ergreifen, um den unsinnigen Bau weiterer Anlagen in NRW zu stoppen."

 

Und niemals h?tten sie, so hoffen wir, einen Theoretiker mit so einer Berufslaufbahn als wirtschaftspolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktion geduldet - wir zitieren: "Dr. Gerhard Papke, Wissenschaftlicher Referent, bis zu seiner Wahl in den Landtag Nordrhein-Westfalen verantwortlich für die Abteilung Grundlagen und Perspektiven des Liberalismus in der Theodor-Heuss-Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung; von 1996 bis 1999 au?erdem t?tig als Referent für die FDP-Bundestagsfraktion im Bereich Wirtschafts- und Mittelstandspolitik; Lehrbeauftragter an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universit?t Bonn."

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