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Nachhaltige Aktien 31.12.2007

31.12.2007: Wochenrückblick: Auftragsregen für Windturbinenhersteller – doch kein Bilanzskandal bei Solarwaferproduzentin LDK Solar – S & R Biogas Energiesysteme AG hat Kapitalerhöhung abgeblasen

In der vergangenen Woche verbesserte sich der DAX um 0,68 Prozent auf 8.067,32 Punkte. Der US-amerikanische Leitindex Dow Jones verlor dagegen 0,63 Prozent auf 13.365,87 Punkte. Etwas schwächer fiel das Wochenminus für den japanischen Nikkei-Index aus, er sank bis zum Wochenschluss um 0,33 Prozent auf 15.307,78 Punkte. Der Ölpreis stieg weiter, von 92,38 US-Dollar auf 95,72 US-Dollar pro Barrel. Kupfer verteuerte sich um 295 Dollar auf 6.714,50 Dollar je Tonne (Copper Grade A). Der Euro gewann deutlich an Wert, um 2,65 Dollar-Cent auf 1,447 Dollar.

 

 

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat seine Forschungsförderung im Bereich der Erneuerbaren Energien weiter ausgebaut. Laut seinen Angaben überschritt das Gesamtvolumen aller neu bewilligten Projekte im Jahr 2007 mit 102 Millionen Euro erstmals die 100-Millionen-Grenze. Ein Schwerpunkt der Forschungsförderung des BMU war 2007 demnach die Windenergie, deren Fördervolumen sich auf 34,7 Millionen Euro mehr als verdoppelte.

 

Die chinesische Regierung will den Ausbau der Erneuerbaren Energien verstärken. Sie hat das erste Weißbuch zum Thema Energie herausgegeben und verweist in dem Energiereport auf die enorme Umweltbelastung, die mit dem hohen Energiebedarf infolge des starken wirtschaftlichen Aufschwungs des Landes einher geht. Der Anteil regenerativer Energien soll bis 2010 auf zehn Prozent des Gesamtkonsums anwachsen.

 

 

Mehrere Großaufträge hat der Windturbinenbauer Vestas Systems gemeldet. Für Windparks in Katalonien wurden dem Weltmarktführer zufolge 36 Windkraftanlagen bestellt und 55 Windturbinen für ein Windkraftprojekt in Texas. Die Lieferungen sollen im kommenden Jahr erfolgen. Ferner teilten die Dänen mit, dass Enercon-Chef Aloys Wobben vor einem britischen Gericht mit seiner Patentklage gegen Vestas Systems vorerst gescheitert sei. Es habe die Klage des Deutschen zurückgewiesen. Über die von Enercon eingereichte Berufung gegen das Urteil werde Ende 2008 verhandelt.

 

Der Norderstedter Windturbinenhersteller Nordex AG will im kommenden Jahr beim Umsatz erstmals die Milliardengrenze überschreiten. Man plane, bis 2011 den Umsatz alle zwei Jahre verdoppeln, teilte das Unternehmen mit. Mit Investitionen von 86 Millionen Euro soll die Gesamtleistung der jährlich produzierten Windturbinen von derzeit 850 auf 2000 Megawatt Gesamtleistung ansteigen und die Produktion der Rotorblätter von 320 auf 1000 Megawatt. Klarheit darüber, ob sich die Fertigstellung von zwei Windparks in Italien verzögere und daher in 2007 das Umsatzziel von 760 bis 770 Millionen Euro leicht verfehlt werde, gebe es erst zum Jahreswechsel.

 

Der Windturbinenbauer REpower Systems AG liefert die Anlagen für den Offshore-Windpark „Nordergründe“ der Energiekontor AG. Wie das Unternehmen aus Hamburg berichtet, haben die Partner eine Vereinbarung über die Aufstellung von 18 Windrädern des Typs REpower 5M unterzeichnet. Die Auslieferung soll von April bis Juni 2009 erfolgen. Zudem meldete REpower mehrere Großaufträge aus Europa. An die EDF-Tochter EDF Energies Nouvelles werde man 2009 und 2010 Anlagen mit insgesamt 690 Megawatt (MW) Leistung liefern, so das Unternehmen. Der zum französischen Energiedienstleister Veolia Environnement gehörende Projektentwickler Eolfi habe bei den Hamburgern 84 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 168 Megawatt (MW) bestellt. Außerdem habe man eine Reservierungsvereinbarung für 69 Anlagen mit einer Leistung von je zwei MW für Windparks in Schottland mit der britischen Scottish and Southern Energy (SSE) geschlossen. Geplant sei die Lieferung für den Zeitraum Ende 2008 bis 1. Quartal 2010.

 

Der US-amerikanische Windkraftanlagehersteller Clipper Windpower muss einen Teil von Umsatz und Gewinn in das nächste Geschäftsjahr verschieben. Grund dafür seien Probleme bei der Inbetriebnahme von insgesamt 35 Windkraftanlagen. Auf den Cash flow von Clipper wirke sich dieser Ausfall nur geringfügig aus, da das Unternehmen bereits umfangreiche Zahlungseingänge von Kunden verbucht habe.

 

 

Die SolarWorld AG hat die Mehrheit ihrer schwedischen Tochtergesellschaft Gällivare PhotoVoltaic AB (GPV) an die schwedische Borevind AB veräußert. Beide Partner unterzeichneten nach Unternehmensangaben einen Kaufvertrag über 65 Prozent der Gesellschaftsanteile. Der Kauf wird zum Jahresende 2007 wirksam, für 2008 ist ein Börsengang geplant.Die SolarWorld AG bleibt mit 35 Prozent an dem skandinavischen Modulhersteller beteiligt. GPV unterhält im nordschwedischen Gällivare eine Fertigung für Solarstrommodule mit einer Kapazität von 30 MW, die sich seit 1999 im Besitz des SolarWorld-Konzerns befand. Die bestehenden Lieferbeziehungen zwischen GPV und der SolarWorld sollen 2008 und in den Folgejahren erhalten bleiben, hieß es weiter.

 

Der spanische Projektentwickler TSK hat einen Großauftrag zur Lieferung von Photovoltaik-Modulen an die Centrosolar Fotovoltaico España S.L. vergeben. Das meldete deren Muttergesellschaft, die Münchener Centrosolar AG. Laut ihren Angaben handelt es sich um die größte Liefervereinbarung, die der Modulhersteller bislang mit einem einzelnen Kunden unterschrieben hat. Die ersten Module würden noch im Dezember 2007 übergeben, bis Ende Juni 2008 soll die Auslieferung abgeschlossen sein.

 

Die Sunline AG, Projektierer von Solarkraftwerke aus Fürth, hat einen Großauftrag im Gesamtwert von über 50 Millionen Euro gemeldet. Demnach soll sie Anlagen auf Dächern und im Freiland auf dem spanischen Festland und den spanischen Inseln errichten. Es handle sich um den größten Auftrag ihrer Firmengeschichte.

 

Von einem unabhängigen Untersuchungskomitee ist die chinesische Solarwaferproduzentin LDK Solar Co. Ltd. vom Vorwurf zu großzügig bilanzierter Rohstoffreserven entlastet worden. Es seien keine Hinweise gefunden worden, die die Vorwürfe eines früheren Mitarbeiters stützten. Der habe womöglich nicht alle Lagerstätten des Unternehmens für Silizium im Blick gehabt, schlussfolgerte das Unternehmen aus Xinyu. Wie es weiter mitteilte, hat es den Gewinn im 3. Quartal 2007 mehr als verachtfachen können. Er wuchs von 5 Millionen Dollar oder 4 Cents je Aktie auf 41,6 Millionen Dollar oder 37 Cents je Aktie. Der Umsatz sei von 31,5 Millionen Dollar auf 158,7 Millionen Dollar gestiegen. Für das 4. Quartal stellte die Gesellschaft einen Umsatz von 180 bis 185 Millionen Dollar in Aussicht und einen Gewinn in Höhe von 40 bis 43 Cents je Aktie.

 

Der spanische Solarmodulhersteller Solaria Energia y Media Ambiente SA hat bei der chinesischen JA Solar Holdings Co. Solarzellen im Umfang von 60 Megawatt bestellt. Das geht au seiner Unternehmensmitteilung hervor. Demnach soll die Lieferung im nächsten Jahr erfolgen.

 

An die in Hong Kong ansässige Sky Solar soll an das chinesische Solarunternehmen Solar EnerTech Corp. Solarmodule im Wert von 1,8 Millionen Euro liefern. Wie Solar EnerTech mit Produktion in Shanghai und Niederlassung in Kalifornien mitteilte, soll die Auslieferung im 1. Halbjahr 2008 abgeschlossen werden. Sky Solar sei einer der größten Anbieter von Solarsystemen in Europa. Laut Leo Young, Chief Executive Officer (CEO) von Solar EnerTech, handelt es sich um den größten Auftrag in der Unternehmensgeschichte.

 

Die chinesischen ReneSola Ltd. soll Solarwafer für 600 Megawatt (MW) an die gleichfalls in China ansässige JA Solar Holdings liefern soll. Die Lieferung werde in der zweiten Jahreshälfte 2008 beginnen und sei auf fünf Jahre ausgerichtet, teilte das Unternehmen mit. Bislang habe ein Liefervertrag für 60 MW zwischen den beiden Gesellschaften bestanden. Der neue Auftrag decke allein ein Drittel des für das kommende Jahr von ReneSola anvisierten Auftragsbestandes in Höhe von 350 MW ab.

 

Der Schweizer Solarausrüster Meyer Burger Technology AG übernimmt innerhalb des 1. Quartals 2008 die Mehrheit an zwei deutschen Unternehmen. Wie er mitteilte, handelt es sich zum einen um die auf Präzisionsmesstechnologie für Wafer und Zellen spezialisiert Hennecke GmbH aus Zülpich bei Bonn; zum anderen um die Automatisierungsanlagen für die Photovoltaikbranche fertigende amb Bernhard Brain Apparate + Maschinenbau GmbH & Co. KG aus Gersthofen bei Augsburg. Zusammen hätten die Unternehmen zuletzt rund 14 Millionen Euro Jahresumsatz erzielt.

 

Solarprojekte mit einer Gesamtleistung von 3,25 Megawatt soll die US-amerikanische WorldWater & Solar Technologies Corp. in Süditalien umsetzen. Das sieht dem Unternehmen zufolge eine Absichtserklärung (Letter of Intent; LOI) vor, die es mit der in Mailand ansässigen Solar Dynamic Energy Ltd. (SDE) unterzeichnet hat. Der Baubeginn sei für das 2. Quartal 2008 vorgesehen.

 

 

Laut den endgültigen Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2006/07 belief sich der Konzernumsatz der BKN BioKraftstoff Nord AG auf 20,746 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen betrug 2,145 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr 2007/2008 bekräftigte BKN-Vorstand Ulrich Wogart die Prognose, wonach sie den Umsatz bei einer EBIT-Marge von zirka acht Prozent auf rund 100 Millionen Euro mehr als vervierfachen will. Die Grundlage hierfür bilde der aktuelle Auftragsbestand von 74 Anlagen mit einem Ordervolumen von insgesamt 150 Millionen Euro.

 

Einen Auftrag im Wert von rund 3,2 Millionen Euro aus Großbritannien meldete die Biogasspezialistin EnviTec Biogas AG. Das Unternehmen mit Sitz im niedersächsischen Lohne soll den Angaben zufolge eine Biogasanlage mit einer elektrischen Anschlussleistung von 840 Kilowatt für E.H. & B. Dymond & Son aus Cornwall, errichten. Es handele sich um den ersten Auftrag aus Großbritannien, so EnviTec. Mitte 2008 soll mit dem Bau der Anlage begonnen werden.

 

Die Frankfurter S & R Biogas Energiesysteme AG hat eine im Februar beschlossene Sachkapitalerhöhung abgeblasen. Das Unternehmen verwies in einer Mitteilung dazu auf die „geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Biogasmarkt“. Wie es weiter hieß, will sie die Opticons Verwaltungsgesellschaft mbH nun im Rahmen eines Kauf- und Abtretungsvertrags gegen feste und variable, gewinnabhängige Barzahlungen übernehmen und so ihr Dienstleistungsportfolio im Bereich Biogas ausbauen.

 

Die Grazer BioDiesel International AG (BDI) wurde mit der Errichtung einer Biodieselanlage in Hongkong beauftragt. Wie das Unternehmen meldete, soll die Anlage eine Produktionskapazität von 100.000 Tonnen Biodiesel pro Jahr erreichen. Sie werde im Hafen von Hongkong errichtet.

 

 

Einen auf die Produktion von Zigarettenverpackungen und Faltschachteln spezialisierten Tiefdruckbetrieb in Bremen hat die Mayr-Melnhof Packaging übernommen. Verkäufer ist die US-amerikanische Chesapeake Corporation. Laut Angaben des Mutterkonzerns Mayr-Melnhof Karton AG soll die erworbenen Anlage Umsatzerlöse von rund zehn Millionen Euro pro Jahr erzielen.

 

Im Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse werden seit dem 21. Dezember die Aktie der Berliner Janosch film & medien AG gehandelt. Laut Vorstand Hans Häge hat sich im laufenden Geschäftsjahr die im Vorjahr eingeleitete positive Geschäftsentwicklung fortgesetzt. Nachdem in 2006 erstmals wieder ein Gewinn ausgewiesen worden sei, rechne man auch für 2007 mit einem „nennenswerten Jahresüberschuss“. Das endgültige Ergebnis werde erst Anfang des nächsten Jahres vorliegen. Die Phase der Restrukturierung sei somit abgeschlossen, so Häge.

 

Ein flächendeckendes Leitsystem für den Busverkehr in Bayern soll die Spezialistin für Verkehrstelematik, init innovation in traffic systems AG, im Auftrag der DB Stadtverkehr GmbH aufbauen. Wie init mit Sitz in Karlsruhe meldet, handelt es sich um den umfangreichsten Einzelauftrag des Unternehmens in Deutschland. Der aktuelle Auftragsbestand erhöhe sich damit auf deutlich über 100 Millionen Euro. Zum genauen Umfang des Auftrags machte init keine Angaben. Anfang November hatten die Karlsruher allerdings einen Auftragsbestand von 90,1 Millionen Euro gemeldet. Das Volumen des Geschäfts mit der DB Stadtverkehr müsste demnach bei mehr als 10 Millionen Euro liegen.

 

 

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite

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