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Nachhaltigkeitsfonds & Zertifikate 04.11.2001

4.11.2001: Bericht der Schweizer Bank UBS zur Entwicklung des Fonds UBS Eco Performance: 47 Prozent Verlust seit Hoch im September 2000

In ihrem Bericht zum Abschluß des dritten Quartals sagen die Schweizer Banker es deutlich: Die globalen Aktienmärkte haben auch den Fonds Eco Performance stark unter Druck gebracht. In einer globalen Konjunkturabschwächung und kontinuierlichen Rückstufung der Wachstumsprognosen sei das bereits sensible Investoren- und Konsumentenvertrauen durch

die Terrorattacken in den USA weiter erschüttert worden, erklärt UBS. Trotz mehrfacher Senkung der Leitzinsen und Liquiditätsspritzen der Zentralbanken seien die Aktienmärkte von Kursstürzen erfasst worden. Damit hätten die Kurse ein Niveau wie vor drei bis vier Jahren erreicht. Auch der Eco Performance habe sich dem negativen Umfeld nicht entziehen können, mit einem Verlust von über 27 Prozent im dritten Quartal habe er gegenüber dem MSCI World 4,4 Prozent verloren. Vor dem 11. September seien dafür vor allem Titel im Bereich alternativer Energien verantwortlich gewesen: Innovatoren wie Capstone, Ballard Power, die dänischen Windturbinenhersteller Vestas und NEG Micon oder Leader wie Enron und Calpine hätten herbe Kurseinbussen erlitten, teils auf Grund der gesunkenen Energienachfrage, teils weil die hohen Bewertungsniveaus im risikoaversen Börsenumfeld angezweifelt wurden. Positive Performancebeiträge lieferten dem Bericht zufolge Investitionen in eher defensive Sektoren wie Pharma durch Bristol Myers Squibb oder Johnson & Johnson oder Konsumgüter wie Whole Foods Markets und Gillette.

 

Die Tatsache, dass der Eco Performance seit seinem Höchststand von 985 Schweizer Franken (CHF) im September 2000 47 Prozent Wertverlust erlitt, sei nicht nur für das Fondsmanagement eine bittere Erfahrung, erklärt die UBS. Die Kampagne im Winter letzten Jahres habe dazu geführt, dass im Jahr 2000 188 Mio. CHF in den Fonds geflossen seien, in den ersten sechs Monaten dieses Jahres habe man einen Zuwachs von 110 Mio CHF registriert. Das Konzept des sozialökologischen Aktienfonds, der attraktive Renditen und ein "gutes Gewissen" vermittele, habe eine breite Vertrauensbasis gewonnen. Da man wisse, dass viele Investoren mit diesem Fonds zum ersten Mal ein Aktienengagement gewagt hätten, sei man sich der Verantwortung bewusst. Die gute Wertentwicklung des Eco Performance in den ersten drei Jahren von über 90 Prozent habe hohe Erwartungen geweckt und die mit einem Aktienengagement verbundenen Risiken in den Hintergrund treten lassen. Die vergleichsweise gute Wertentwicklung im Jahre 2000 beruhte nach Angaben der UBS v.a. auf der ausserordentlichen Performance einiger Öko-Innovatoren im Energiebereich. Ihre hohen Wachstumsraten und die Tatsache, dass viele im Gegensatz zu Internetfirmen bereits sehr profitabel wirtschafteten, habe auch bei fallenden Börsen die Performance stabilisiert. In Zeiten einer drohenden Rezession und der Neubewertung stünden diese Titel stark unter Druck, besonders jene, die erst in der Entwicklungsphase steckten wie Ballard Power, so die UBS-Fondsmanager. Die durch Präsident Bush angekündigte stärkere Förderung von fossilen Energieträgern und Atomkraft demonstriere die politische Abhängigkeit dieser Marktsegmente. Je euphorischer die Kurssprünge von Future Energy Titeln in der Zeit der hohen Ölpreise waren, desto tiefer seien die Abstürze in den Monaten August und September ausgefallen. Da nur wenige dieser Innovatoren im MSCI World enthalten seien, habe der Eco Performance im letzten Halbjahr auch gegenüber dem MSCI an Wert eingebüsst.

 

Gerade jetzt halten die Schweizer Fondsmanager es für besonders wichtig, die Nerven zu bewahren und nicht unbedacht und vorschnell Aktien bzw. Fondsanteile zu verkaufen. Langfristig bleibe man davon überzeugt, dass die Motivation für das "Socially Responsible Investment" intakt bleibe, sei es aus politischen, gesellschaftlichen oder langfristig ökonomischen Gründen. In einer Rede zehn Tage nach dem Anschlag in New York habe Klaus Töpfer, Executive Director der UNEP, klargemacht, dass Faktoren wie Armut, Umweltzerstörung und Hass Keimzellen von Intoleranz darstellten, die zu Fundamentalismus und Terrorakten führen könnten. "Wenn Menschen der Zugang zu sauberem Wasser, Boden und Luft zur Deckung ihrer menschlichen Grundbedürfnisse fehlt, sehen wir eine Zunahme an Armut, Krankheit und Hoffnungslosigkeit. Verzweifelte Menschen können zu verzweifelten Lösungen greifen. Sie kümmern sich wenig um sich selbst und Menschen, die sie verletzen."

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