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Erneuerbare Energie 04.01.2007

4.1.2007: Erneuerbare Energien verzeichneten 2006 deutlichen Zuwachs

Das Jahr 2006 war ein Rekordjahr für die Nutzung Erneuerbarer Energien in Deutschland. Wind, Wasser, Sonne, Bioenergie und Erdwärme haben ihren Beitrag zur Energieversorgung stärker erhöht als je zuvor. Das geht aus einer Pressemeldung des Bundesverbands Erneuerbare e. V. hervor. Ihr Anteil am gesamten Endenergieverbrauch in den Bereichen Strom, Wärme und Kraftstoffe ist im vergangenen Jahr auf 7,7 Prozent (2005: 6,8) angewachsen. Die Energiebereitstellung aus den unendlich vorhandenen Energieträgern sei auf über 200 Milliarden Kilowattstunden (2005: 175,7) gewachsen. Das entspeche rechnerisch dem Strom-, Wärme- und Kraftstoffverbrauch von mehr als zehn Millionen Haushalten.

 

Die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien stieg demnach von 64,35 Millionen Kilowattstunden im Jahr 2005 auf 71,5 Milliarden Kilowattstunden. Der Anteil Erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch betrug 2006 11,6 Prozent, nach 10,5 Prozent im Jahr 2005. Hauptträger des Wachstums waren die Windenergie, Biogas und Solarstrom.

 

Mit einem Wachstumssprung von über 40 Prozent habe der Biokraftstoffeinsatz im letzten Jahr mehr als 3,3 Millionen Tonnen erreicht, heißt es weiter. Das entspreche einem Anteil am deutschen Kraftstoff-Verbrauch von 5,4 Prozent. 2005 hatte der Anteil bei 3,6 Prozent gelegen. Die EU-Ausbauziele für Deutschland für das Jahr 2010 rücken dem Bundesverband zufolge damit in greifbare Nähe. Sie liegen für den Strombereich bei 12,5 Prozent und im Kraftstoffsektor bei 5,75 Prozent.

 

Ein leichter Zuwachs beim Einsatz von Bioenergie, Solarwärme und Erdwärme führte laut Auskunft des Verbandes im Jahr 2006 zu einer Wärmeproduktion aus Erneuerbaren Energien von 98 Milliarden Kilowattstunden (2005: 89). Das entspricht einem Anteil am steigenden deutschen Wärmeverbrauch von 6,2 Prozent (2005: 5,9). Damit bleibe die Wärmeerzeugung aus Erneuerbaren Energien deutlich unter ihren Möglichkeiten. BEE-Präsident Johannes Lackmann: "Nirgendwo sonst lässt sich der Ausstoß von klimaschädigendem CO2 so billig und schnell reduzieren, wie im Wärmebereich. Nicht-Handeln ist hier sträflich. Die Große Koalition muss daher schnellstmöglich die Arbeit an einem Wärmegesetz für Erneuerbare Energien wieder aufnehmen."

 

Wasser, Wind, Sonne, Bioenergie und Erdwärme erbrächten heute den Löwenanteil zur Reduzierung klimaschädlicher CO2-Emissionen. Allein der Zuwachs Erneuerbarer Energien in 2006 habe zu einer zusätzlichen CO2-Reduktion von über zehn Millionen Tonnen geführt. Zum Vergleich: Der Emissionshandel zwischen 2005 und 2007 hat zum Ziel, die Emissionen in der deutschen Industrie um zwei Millionen Tonnen zu verringern.

 

Durch den Einsatz Erneuerbarer Energien konnten in 2006 Importe von Öl, Gas, Kohle und Uran im Wert von 4,2 Milliarden Euro vermieden werden. BEE-Präsident Johannes Lackmann: "Deutschland macht sich mehr und mehr unabhängig von teuren und umweltschädlichen Energieimporten. Erneuerbare Energien sichern damit den Standort Deutschland." Gleichzeitig ergibt sich auf Basis einer Studie des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) und des Fraunhofer Institutes ISI alleine durch Strom aus Erneuerbaren Energien eine Einsparung externer Kosten für Umweltschäden in Höhe von 3,2 Milliarden Euro. Zudem bewirkt die zusätzlich verfügbare Strommenge aus Erneuerbaren Energien eine Preisdämpfung auf dem Strommarkt. Laut dem Hamburgischen Weltwirtschaftsarchiv (HWWA) werden schon allein durch diesen Effekt die gesamten Kosten der Förderung von Strom aus Erneuerbaren Energien kompensiert. Die hatten sich im vergangenen Jahr auf etwa zwei Milliarden Euro und damit 300 Millionen Euro weniger als im Vorjahr belaufen.

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