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Meldungen 04.12.2003

4.12.2003: Meldung: Sto AG: Bericht über die ersten neun Monate 2003

Auf einen Blick: Sto-Konzernumsatz nach neun Monaten 2003 stabil bei 508,9 Mio. EUR (Vj. 511,4) - Rückläufiges Inlandsvolumen durch steigendes Auslandsgeschäft kompensiert - Nettogewinn steigt um 8 % auf 10,9 Mio. EUR (Vj. 10,1) - Investitionsprojekt "Sto 2003" voll im Plan - Im Gesamtjahr 2003 Umsatz und Ergebnis auf Vorjahreshöhe erwartet.

 

Die Zwischenberichte sowie der Jahresabschluss der Sto AG und des Sto-Konzerns werden auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches HGB erstellt.

 

Die Baubranche in Deutschland hat in den ersten neun Monaten 2003 weiter an Boden verloren. Der Auftragseingang im für Sto wichtigen Segment Hochbau ging nochmals um 14,5 % zurück. Gemessen an diesem Umfeld konnte sich unser Unternehmen mit einem um 4,9 % niedrigeren Konzern-Inlandsumsatz von 269,7 Mio. EUR gut behaupten. Im Auslandsgeschäft erzielten wir einen Anstieg um 5,1 % auf 239,2 Mio. EUR, so dass der Konzernumsatz mit 508,9 Mio. EUR nahezu stabil blieb. Die Ertragslage hat sich aufgrund von Synergieeffekten aus der ispo-Integration sowie durch konsequentes Kostenmanagement verbessert. Das Nettoergebnis stieg um 7,9 % auf 10,9 Mio. EUR. Für das Gesamtjahr 2003 gehen wir davon aus, Konzernumsatz und -ergebnis stabil zu halten.

 

Bausektor: Anhaltender Abwärtstrend

 

Die wirtschaftliche Situation für die deutsche Baubranche blieb in der Berichtsperiode weiter sehr angespannt. Dies ist vor allem am Auftragseingang ablesbar, der nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Bauhauptgewerbe von Januar bis September 2003 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum nochmals um real 11,0 % schrumpfte. Besonders schwach entwickelte sich die Nachfrage im für Sto wichtigen Segment Hochbau, in dem eine kräftige Einbuße um 14,5 % zu beobachten war. Einziger Lichtblick: Die starke Abwärtsbewegung hat sich im dritten Kalenderquartal etwas abgeschwächt. Zum Halbjahr betrug der Rückgang der Bestellungen im Hochbau noch 17,3 %.

Infolge des geringeren Auftragseingangs nahm der Gesamtumsatz im Bauhauptgewerbe von Januar bis September 2003 um real 6,7 % auf 57,9 Mrd. EUR ab. Die Zahl der Beschäftigten verringerte sich in diesem Zeitraum weiter um 10,3 % auf 793.000 Personen.

 

Rückstand beim Inlandsumsatz im 3. Quartal verringert

 

Die schwache Baukonjunktur hat im Berichtszeitraum auch die Entwicklung der Sto AG als einen der führenden Akteure im Bereich Gebäudefassade beeinträchtigt. Der Konzern-Inlandsumsatz ging um 4,9 % auf 269,7 Mio. EUR zurück. Dieser Wert verdeutlicht zugleich, dass wir den bisherigen Rückstand zum Geschäftsjahr 2002 aufgrund der guten Entwicklung im dritten Kalenderquartal deutlich verringern konnten. Zum Vergleich: Per 30.06.2003 betrug die Umsatzeinbuße gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum noch 9,2 %.

Gründe für die gemessen am Umfeld zufrieden stellende Entwicklung im Inland sind neben den traditionellen Sto-Stärken wie Produktqualität zunehmend auch die positiven Effekte aus der ispo-Integration. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang insbesondere die deutlich verbesserte Flächendeckung unseres Vertriebsnetzes in Deutschland sowie das optimierte Leistungsspektrum. Auf sehr gute Resonanz stieß beispielsweise die von ispo übernommene innovative Farbe "Lotusan", deren Umsatz im Berichtszeitraum stark ausgeweitet werden konnte.

 

Umsatzsteigerung im Ausland kompensiert niedrigeres Inlandsvolumen

 

Erfreulich verlief die Entwicklung außerhalb Deutschlands. Nahezu alle internationalen Tochtergesellschaften haben im operativen Geschäft zugelegt. Der Konzern- Auslandsumsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 5,1 % auf 239,2 Mio. EUR. Zu diesem Volumen trug die erstmalige Konsolidierung der Anfang 2003 erworbenen französischen Gesellschaft Sicof SA, La Copechagniere/Bretagne, 11,4 Mio. EUR bei. Der insgesamt positive Verlauf wurde durch währungsbedingte Umsatzverluste geschmälert, die das Konzernvolumen um rund 12 Mio. EUR minderten. Aufgrund des steigenden internationalen Geschäftsvolumens konnten wir den Rückgang in Deutschland nahezu ausgleichen. Der Konzernumsatz blieb mit 508,9 Mio. EUR daher nahezu stabil (Vj. 511,4). Der Auslandsanteil am gesamten Konzernvolumen erhöhte sich von 44,5 % auf 47,0 %.

 

Amerika operativ stark

 

Für unsere amerikanische Tochtergesellschaft Sto Corp., Atlanta/Georgia, verlief das bisherige Geschäftsjahr sehr positiv. Der Umsatz der Gesellschaft konnte in Landeswährung kräftig um 9,5 % auf 41,6 Mio. USD gesteigert werden. Grund für diese sehr gute Entwicklung war die erfolgreiche Positionierung im gewerblichen Segment, auf das wir uns künftig schwerpunktmäßig konzentrieren wollen. Die Zahl der Mitarbeiter blieb mit 160 im Vergleich zu 161 am Vorjahresstichtag stabil. Die gute Umsatzperformance in den USA schlug sich aufgrund der deutlichen Veränderung der Währungsrelation zwischen Euro und USD nicht im Konzernabschluss nieder. Nach Umrechnung ging der Amerikabeitrag zum Konzernvolumen um 7,8 % auf 35,6 Mio. EUR zurück.

 

Starker Euro vermindert Asienumsatz

 

Der Währungseffekt beeinträchtigte auch unser Asiengeschäft. Während alle Tochtergesellschaften trotz der erheblichen Behinderung durch die vor allem im ersten Halbjahr großflächig grassierende Krankheit SARS in lokaler Währung Umsatzzuwächse erzielten, ergab sich nach Umrechnung ein Rückgang beim Geschäftsvolumen um 13,8 % von 9,5 Mio. EUR auf 8,2 Mio. EUR. Die Belegschaft in Asien blieb mit insgesamt 202 nach 204 Arbeitnehmern gegenüber dem Vergleichsstichtag des Vorjahres nahezu unverändert. Der größte Teil des Umsatzes in Fernost entfiel mit 5,9 Mio. EUR (Vj. 7,0) auf die chinesische Tochtergesellschaft Shanghai Sto Ltd., Shanghai. In lokaler Währung erzielte das in den aufstrebenden Wirtschaftszentren mittlerweile gut posi- tionierte Unternehmen ein leicht gestiegenes Geschäftsvolumen von 57,2 Mio. CNY nach 57,1 Mio. CNY im Vorjahr.

 

Europa bleibt auf Wachstumskurs

 

In Europa sind wir mit der operativen Entwicklung unserer Tochtergesellschaften ebenfalls sehr zufrieden. Insgesamt erhöhten wir den in den jeweiligen Ländern getätigten Umsatz - ohne Deutschland - in der Summe um 9,6 % von 171,3 Mio. EUR auf 187,8 Mio. EUR.

Basis hierfür war, dass wir in allen Regionen trotz teilweise spürbaren konjunkturellen Gegenwindes Zuwächse beim Geschäftsvolumen erzielten. Damit konnten wir in der Berichtsperiode unsere Marktposition als einer der etablierten europäischen Direktvertreiber für Fassadenprodukte weiter ausbauen. Die höchsten Anstiegsraten erreichten wir in den Niederlanden, in Belgien, Nordeuropa, Tschechien und Frankreich, wo das organische Wachstum durch die Akquisition von Sicof verstärkt wurde. In den für Sto volumenmäßig bedeutsamen Märkten Österreich, Polen und der Schweiz konnten wir gemessen am schwierigen Umfeld ebenfalls erfreulich zulegen. In den beiden letztgenannten Ländern ergab sich nach Umrechnung in EUR allerdings jeweils ein niedrigerer Wert als im Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeiter in Europa erhöhte sich insgesamt von 1.042 auf 1.177 Personen. Dies geht vor allem zurück auf die Verstärkung unseres Konzerns durch die Belegschaft der Sicof SA, bei der zum Stichtag 85 Arbeitnehmer beschäftigt waren, sowie auf den gezielten Aufbau des Mitarbeiterstamms schwerpunktmäßig in Nordeuropa, Österreich und Tschechien.

 

Ergebnisverbesserung

 

Die Ertragslage des Sto-Konzerns konnte in den ersten neun Monaten 2003 trotz der insgesamt verhaltenen Umsatzentwicklung verbessert werden. Der Periodenüberschuss nach Steuern erhöhte sich um 7,9 % von 10,1 Mio. EUR auf 10,9 Mio. EUR. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,59 EUR nach 1,47 EUR im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Entscheidend für die Ergebnissteigerung waren weitere Erfolge im Kostenmanagement. Positiv zu Buche schlugen insbesondere die aus der ispo-Integration resultierenden Synergieeffekte in der Fertigung und der Verwaltung sowie beim Materialeinkauf. Darüber hinaus setzten wir nachdrücklich die Analyse aller Unternehmensprozesse fort mit dem Ziel, Effizienzlücken im gesamten Konzern zu identifizieren und - wo möglich - zu schließen.

 

Deutschlandbelegschaft verkleinert

 

Hinzu kommen aber auch zusätzliche Maßnahmen zur Anpassung der Mitarbeiterstruktur an die schwierigen Marktbedingungen.

Hierzu zählte vor allem die Verkleinerung des Mitarbeiterstamms in Deutschland von 2.529 auf 2.362 Personen (-6,6 %). Ein weiterer Schritt in diese Richtung ist die Wiedereinführung der 40-Stunden- Woche ohne Lohnausgleich, die wir einvernehmlich mit den Arbeitnehmervertretern für zwei Jahre mit Wirkung zum 1. Oktober 2003 beschlossen haben. Dem Mitarbeiterabbau im Inland stand im Berichtszeitraum die Vergrößerung der Zahl der im Ausland für Sto tätigen Arbeitnehmer von 1.396 auf 1.541 (+10,4 %) gegenüber. Per saldo führte die gegenläufige Entwicklung im In- und Ausland zu einer Verringerung der Konzernbelegschaft von 3.925 auf 3.903 Personen (-0,6 %).

Der Personalaufwand ging von 145,4 Mio. EUR auf 144,9 Mio. EUR zurück. Die Kostenreduzierung wäre ohne die Erstkonsolidierung von Sicof deutlich höher ausgefallen.

 

Eigenfinanzierungskraft gestärkt

 

Auf Basis der Gewinnsteigerung erhöhte sich im Berichtszeitraum der Konzern-Cashflow um 4,4 % von 34,1 Mio. EUR auf 35,6 Mio. EUR. Dies entspricht je Aktie einem Wert von 5,19 EUR im Vergleich zu 4,97 EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Bezogen auf den Konzernumsatz erwirtschafteten wir damit eine für die Baubranche relativ gute Cashflow-Marge von 7,0 % (Vj. 6,7 %).

 

Investitionen im Plan

 

Bei der Umsetzung unserer Investitionsvorhaben befinden wir uns voll im Plan. Insgesamt investierten wir im Berichtszeitraum 24,0 Mio. EUR nach 23,7 Mio. EUR im Vorjahr. Hiervon entfielen 1,4 Mio. EUR (Vj. 0,4) auf Finanzanlagen und 22,6 Mio. EUR (Vj. 23,3) auf Sachanlagen. Investitionsschwerpunkt blieb die "Sto 2003". Dieses Projekt umfasst die Errichtung einer Servicefabrik für kundenindividuelle Kleinaufträge sowie eines neuen Fertigungsturms für Standardprodukte. Die Umsetzung verläuft planmäßig, so dass beide Anlagen mit Beginn der Saison 2004 uneingeschränkt zur Verfügung stehen werden. Ein weiteres wichtiges Projekt stellt derzeit der Neubau der Niederlassung in Paris dar. Mit dieser Maßnahme tragen wir der wachsenden Bedeutung des französischen Marktes Rechnung.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen nahmen von 22,8 Mio. EUR auf 23,7 Mio. EUR zu, so dass die Investitionen des Berichtszeitraums nahezu vollständig aus dieser Position finanziert werden konnten.

 

Perspektiven orientieren sich an der Branchenkonjunktur

 

Die Baukonjunktur in Deutschland wird sich aus unserer Sicht auch in den kommenden Monaten nicht nachhaltig verbessern, allenfalls kann mit einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau gerechnet werden. Etwas besser schätzen wir die Marktsituation im übrigen Europa ein: Per saldo gehen wir von einer wieder leicht steigenden Nachfrage aus. In den USA und Asien wird das Branchenumfeld zwar insgesamt schwierig bleiben, allerdings werden wir uns wie in den ersten neun Monaten 2003 aufgrund unserer Stärken bei Produkten und Problemlösungskompetenz besser als die jeweiligen Märkte entwickeln. Alles in allem erwarten wir im Gesamtjahr 2003 einen Konzernumsatz, der sich in etwa auf Vorjahreshöhe von 655 Mio. EUR bewegt. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass sich im letzten Quartal im Währungsumfeld keine gravierenden Änderungen mehr ergeben.

Auch das Konzernergebnis wird aus heutiger Sicht das Niveau des Vorjahres erreichen, als ein Konzernjahresüberschuss von 8,8 Mio. EUR ausgewiesen wurde. Wir rechnen damit, die Auswirkungen der ungünstigen Marktbedingungen im Inland vor allem durch den steigenden Gewinnbeitrag der Auslandsgesellschaften zu kompensieren. Einen gewichtigen Beitrag werden außerdem die Synergieeffekte aus der ispo-Integration sowie weitere Kostensenkungsmaßnahmen leisten.

Stühlingen,

im November 2003

Der Vorstand

 

KENNZAHLEN (in Mio. EUR)

Sto-Konzern (Angaben nach HGB) 9/02 9/03 Differenz

Umsatz 511,4 508,9 -0,5%

- davon Inland 283,7 269,7 -4,9%

- davon Ausland 227,7 239,2 5,1%

Ergebnis nach Steuern 10,1 10,9 7,9%

Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,47 1,59

Investitionen (Sachanlagen) 23,3 22,6 -3,0%

Mitarbeiter per 30.9. 3.925 3.903 -0,6%

- davon Inland 2.529 2.362 -6,6%

- davon Ausland 1.396 1.541 10,4%

Sto AG 9/02* 9/03 Differenz

Umsatz 249,4 307,3 23,2%

Investitionen (Sachanlagen) 17,0 16,9 -0,6%

Mitarbeiter per 30.9. 2.181 2.017 -7,5%

* Die ispo GmbH wurde rückwirkend zum 1. September 2002 auf die Sto AG verschmolzen

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