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Erneuerbare Energie 04.08.2005

4.8.2005: Schotten dicht: Keine Kommentare zur m?glichen Trennung bei RWE Schott Solar - wiederholt sich die Geschichte alle zehn Jahre?

Um das in der Solarbranche t?tige Gemeinschaftsunternehmen RWE Schott Solar gibt es Spekulationen ?ber eine bevorstehende Trennung der Gesellschafter, dem Energiekonzern RWE und dem Spezialglashersteller Schott. Vor allem RWE d?rfte auf eine Trennung dr?ngen, hei?t es. Denn RWE sehe die Entwicklung der Solartechnik nicht mehr als strategisches Gesch?ftsfeld, wird ein nicht genannter "Vertrauter" in der Frankfurter Rundschau vom 4. August zitiert. RWE und der Mainzer Spezialglaskonzern Schott halten je 50 Prozent an dem Joint Venture RWE Schott Solar. Das Gemeinschaftsunternehmen werde in diesem Jahr schwarze Zahlen schreiben, hei?t es in der Frankfurter Rundschau. Schott geh?rt im ?brigen der Carl-Zeiss-Stiftung.

 

Was die Zeitungen nicht beschreiben, ist die Vorgeschichte von RWE Schott Solar. Und vor deren Hintergrund ist es derzeit, als wiederhole sich die Geschichte - aber hat jemand etwas aus ihr gelernt? Denn vor zehn Jahren bereits stand ein Vrl?ufer von RWE Schott Solar vor dem Aus: 1995 hatte die Angewandte Solarenergie GmbH (ASE), ein Joint Venture von Daimler Benz und RWE, das Aus für die Produktion von Standardmodulen in Deutschland beschlossen. In der ASE waren zuvor die Solaraktivit?ten von AEG-Telefunken, DASA (Deutsche Aerospace), Phototronics Solartechnik (PST) und RWE unter F?hrung des Energiekonzerns aus Essen geb?ndelt worden. "Die Solarenergie ist in Deutschland noch nicht anwendungsreif", zitierte das Blatt den Hauptabteilungsleiter regenerative Energie der RWE Energie AG. Stattdessen werde die Produktionskapazit?t am ASE-Standort in den USA aufgestockt.

 

Harsch fiel 1995 die Kritik von Hermann Scheer aus, damals wie heute Bundestagsabgeordneter und Pr?sident von Eurosolar: Die Energieversorger h?tten alles getan, um den Privatmarkt für die Solarenergie zu zerst?ren. VDI Nachrichten lie? einen Vertriebsleiter aus dem Mittelstand zu Wort kommen: "Die Energieversorger beteiligen sich an Solarfirmen, weil sie die Technik nicht anders aufhalten k?nnen." Erst eine Finanzspritze des Bundesforschungsministers in zweistelliger Millionenh?he l?ste bei RWE einen Sinneswandel aus. 1998 nahm ASE - inzwischen vollst?ndig im Besitz des Energiekonzerns - die erste vollautomatische Solarzellenproduktion in Betrieb. Nach Umstrukturierungen im Konzern erfolgte die Umwandlung der ASE in die RWE Solar GmbH. Im Oktober 2002 gab RWE 50 Prozent der Anteile an Schott Glas ab, seither firmiert das Solarunternehmen unter dem Namen RWE Schott Solar.

 

Bildhinweis: Parabolspiegel von Schott Solar / Quelle: ECOreporter.de

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