Werbung
Nachhaltige Aktien 05.05.2004

5.5.2004: Interseroh AG steigert Umsatz in ersten Quartal um 29 Prozent - Ausblick zuversichtlich

Die Interseroh AG, Köln, hat im ersten Quartal 2004 den konsolidierten Konzernumsatz auf 241,2 Mio. Euro gesteigert. Wie der Dienstleistungs- und Rohstoffkonzern mitteilte, beliefen sich die Erlöse im Vorjahr auf 187,4 Mio. Euro; es ergibt sich damit ein Zuwachs in Höhe von 29 Prozent. Demgegenüber war das Vorsteuerergebnis den Angaben zufolge leicht rückläufig: nach 6,9 Mio. Euro in den ersten drei Monaten 2002 erwirtschafteten die Kölner im laufenden Jahr 6,1 Mio. Euro.

 

Der konsolidierte Umsatz im Unternehmenssegment Dienstleistung und Rohstoffhandel stieg laut der Meldung auf 57,4 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 55,5 Mio. Euro). "Unter anderem unsere verstärkten Anstrengungen im Vertrieb und die günstige Entwicklung der Rohstoffpreise haben den prognostizierten Rückgang der vermarkteten Altpapiermengen nach dem Auslaufen der alten DSD-Garantiegeberverträge im Umsatz überkompensiert. Erwartungsgemäß schlug dies nicht in gleichem Umfang auf das Ergebnis durch", erklärte Dr. Werner Kook, Vorstandsvorsitzender des Konzerns.

 

Im Bereich Stahl- und Metallrecycling kletterte der konsolidierte Umsatz auf 183,8 Mio. Euro. Der Wert des Vorjahreszeitraums betrug 132,0. Die 2003 fortgeführten Restrukturierungsmaßnahmen hätten gegriffen, hieß es weiter, und neben der positiven Entwicklung der Stahlschrottpreise zu einem deutlich positiven Ergebnis in diesem Geschäftsfeld geführt.

 

Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz in Köln gab Interseroh-Vorstand Kook bekannt, dass das Unternehmen 2003 einen Konzernjahresüberschuss von 8,9 Mio. Euro erreichte. Der Rückgang gegenüber 2002 - in diesem Jahr hatte das Unternehmen einen Gewinn von 11.3 Millionen Euro erzielt - sei im Wesentlichen auf eine erhöhte Steuerquote zurückzuführen, so Kook. Der Vorstand plane die Zahlung einer Dividende von 0,86 Euro je Aktie, darüber werde die Hauptversammlung am 24. Juni in Köln beschließen.

 

In seinem Ausblick auf die Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten sagte Kook, die Interseroh AG rechne weiterhin mit stagnierenden Mengen bei der Verpackungserfassung und folglich stagnierenden Umsätzen in den klassischen Branchen. Jedoch erwarte man steigende Mengen und Umsätze in hinzukommenden Branchen. Beim Verwertungsmanagement hoffen die Kölner Entsorgungsspezialisten auf "eine stabile Entwicklung mit moderatem Wachstum". Angesichts der mangelnden Rechtssicherheit beim Pflichtpfand den weiteren politischen und rechtlichen Fortgang der Diskussion zwischen Brüssel und Berlin werde man genau beobachten und daran entscheiden, wie das Rücknahmesystem in Kooperation mit Westpfand weiter zu entwickeln sei, so Kook. Die Sammlung und Rückführung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten sei für Interseroh ein klar definiertes Wachstumsfeld. Das Gleiche gelte für ein eigenes bundesweites duales System bei haushaltsnahen Verkaufsverpackungen in Konkurrenz zu DSD und der Lizensierung von Verkaufsverpackungen im gewerblichen Umfeld.

 

Im Rohstoffhandel werde der Wegfall der Garantiegeberschaft für Altpapier zu geringeren Mengen führen. Interseroh arbeite bereits intensiv an der Kompensation der Ergebniseffekte durch Ergebnissteigerungen in anderen Bereichen - das erste Quartal sei hierfür ein positiver Ausweis. Mit der Akquisition weiterer Altholzstandorte wolle man die Marktposition des Unternehmens angesichts steigender Nachfrage seitens der Biomassekraftwerke und der Papier- und Zellstoffindustrie weiter ausbauen.

 

Für das Stahl- und Metallrecycling prognostizierte der Vorstandsvorsitzende bei weiterhin knappem Schrottangebot eine stabile Nachfrage. Chancen sehen man vor allem im weiteren Ausbau von Nischengeschäften, in Potenzialen aus der Altauto- und der Elektro(nik)-Schrott-Verordnung sowie durch verstärkte Kooperationen mit anderen Interseroh-Rohstoffsparten. Eine weitere Konjunktureintrübung und ein weiterer Verfall des US-Dollars bedeuteten hingegen ein Risiko. Mittelfristig rechne Interseroh im Stahl- und Metallrecycling mit einem stetigen Umsatzwachstum und stabilen Erträgen.

 

Mit Blick auf die EU-Osterweiterung erklärte Kook: "Kreislaufwirtschaft ist schon lange kein rein deutsches Thema mehr." Die Vorgaben kämen aus Brüssel und müssten in allen Staaten der EU umgesetzt werden. Nachdem Interseroh in Frankreich, Belgien und Österreich bereits seit Längerem präsent sei, wolle man auch in einigen Beitrittsstaaten die Interseroh-Systemdienstleistungen etablieren.

 

Über die Konzerntochter EVA in Österreich, die Kölner Zentrale, die Niederlassungen und Beteiligungen in Polen und den Niederlanden will sich das Unternehmen laut Kook in Polen, Tschechien, Slowenien und Ungarn engagieren. Dort würden aktuell Entsorgungsstrukturen eingerichtet, die es für die Erfüllung von EU-Vorgaben für das Verpackungsrecycling zu koordinieren gelte. Auch auf der Rohstoffseite und im Stahlbereich eröffne sich in diesen Länder ein interessantes Potenzial.

 

Interseroh AG WKN 620990 / ISIN DE0006209901

 

Bildnachweis: Aluminiumrecycling bei Interseroh / Quelle: Unternehmen

ECOreporter.de-Abonnement

Als Abonnent haben Sie Zugriff auf alle Exklusivinformationen von ECOreporter.de.

Ein umfassender Service für alle, denen nachhaltige Investments etwas wert sind!

Abonnent werden

ecoanlageberater - deutschlandweit

ecoanlageberater - deutschlandweit

Wo finde ich eine/n Fachberater/in für Nachhaltiges Investment?
Absolvent/inn/en des Fernlehrgangs ecoanlageberater ganz in Ihrer Nähe

weiterlesen

ECOreporter - Artikel kaufen

PayPal

Sie möchten einen bestimmten Bericht in ECOreporter.de lesen? Sie können auch einzelne Artikel kaufen - vom Aktientipp bis zum ausführlichen Testbericht.
Schon ab 2,40 Euro!

Sie wollen alles in ECOreporter.de lesen? Dann abonnieren Sie! Ab 99,60 Euro pro Jahr, das sind pro Monat nur 8,30 Euro.
Die umfangreichste deutsche Seite zu nachhaltigen, ethischen Geldanlagen steht Ihnen dann komplett offen!
Abonnent werden

Einloggen schließen
Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Zum Seitenanfang Zum Seitenanfang