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Erneuerbare Energie 20.03.2014

Am Samstag Demonstrationen für Energiewende in Landeshauptstädten

Die deutschen Erneuerbare-Energien-Verbände rufen für den kommenden Samstag, 22. März 2014, zu Demonstrationen in sieben Landeshauptstädten auf: In Kiel, Hannover, Düsseldorf, Potsdam, Mainz, Wiesbaden und München. Sie verlangen eine konsequente Fortsetzung der Energiewende und dass der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht von der Bundesregierung zusammengekürzt wird. „Genau das ist nach dem Gesetzentwurf von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zu befürchten“, kritisiert Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE).
Die Energiewende-Demos sind initiiert von der Anti-Atom-Organisation ausgestrahlt, dem Kampagnen-Netzwerk Campact und den Naturfreunden. Weitere Organisationen und Umweltverbände beteiligen sich, auch die Initiative Erneuerbare Energiewende Jetzt!

Mehr Informationen zur gibt es hier.


Derzeit verhandelt die Bundesregierung mit den Ländern über eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Am 8. April soll der Gesetzentwurf durch das Bundeskabinett gehen. Das Bundeswirtschaftsministerium plant, dass das novellierte EEG am 1. August 2014 in Kraft tritt.


„Angesichts der Ankündigung der Bundesregierung, in die Strukturen des EEG einzuschneiden, ist es jetzt an der Zeit, den Protest auf die Straße zu tragen“, sagt Henning Dettmer, Geschäftsführer des Bundesverbandes WindEnergie (BWE).


Horst Seide, Präsident des Fachverbandes Biogas, warnt die Bundesregierung davor, das Potenzial der Bioenergie als Systemstabilisator aufs Spiel zu setzen. „Flexibel ausgelegte Biogasanlagen können sehr schnell hoch- und runtergefahren werden. Daher sind die kostengünstige Flexibilisierung des Biogasanlagenbestandes und flexibel ausgelegte Neuanlagen ein wichtiger Baustein zur Umsetzung der Energiewende“, sagt Seide. „Darüber hinaus trägt in Deutschland produziertes Biogas zur Erhöhung der Unabhängigkeit von Erdgasimporten bei. Dieser Aspekt sollte vor dem Hintergrund der Krim-Krise wieder stärker berücksichtigt werden."


Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, fordert: „Anstatt solare Selbstversorger finanziell zu belasten, müssen die Verursacher des Treibhauseffekts stärker zur Kasse gebeten werden. Es kann nicht sein, dass Solaranlagenbetreiber die Energiewende bezahlen sollen, während der Eigenstrom von Atom- und Kohlekraftwerken von der EEG-Umlage befreit bleibt."

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