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Aktientipps 26.03.2009

Aufstiegsaspiranten - die drei besten deutschen Solaraktien, Teil 1

Massive Kursverluste haben bei Solaraktionären für Ernüchterung gesorgt. Doch bei einigen Solarwerten steht eine Kurserholung an. ECOreporter.de stellt Favoriten für einen Aufstieg aus dem Kurskeller vor.

Solarprojekt in Spanien: dort droht der Solarmarkt nach dem Aus der alten, sehr attraktiven Vergütungsregelung 2009 einzubrechen. / Quelle: Abengoa

 


Dunkel wie ein Tunnel bei Nacht zeigt sich das Jahr 2009 für Solaraktionäre. Auf breiter Front haben sich in den ersten Monaten die Kursverluste für Solarwerte aus 2008 fortgesetzt. Mehrere Faktoren haben zu den Kurseinbrüchen geführt. Zunächst der weltweiten Abwärtsstrudel der Börsen, insbesondere nach der Lehman-Pleite im September 2008. Dann verschlechterten sich seit dem Herbst die Förderbedingungen für Solarstrom in Deutschland und vor allem in Spanien, den größten Solarmärkten der Welt. Produzenten von Solarzellen, -modulen oder -panelen, Ausrüster dieser Produzenten, Händler ihrer Produkte und Firmen, die Solaranlagen auf Dächern installieren oder zu Solarparks gebündelt aufstellen, sie alle hängen von den Investoren ab, die Photovoltaikanlagen kaufen. Und denen kappen die Banken die Kredite oder gewähren sie nur unter erschwerten Bedingungen. Nach Jahren boomender Nachfrage stagniert diese nun. Zappendustere Lage also.


Die Folge sind große Überkapazitäten: Es kommen mehr Solarprodukte auf den Markt als die Kunden einkaufen können. Das lässt die Preise sinken. Binnen weniger Monate haben sich Solarwafer, -zellen  und –module um zweistellige Prozentzahlen verbilligt. Silizium, der wichtigste Rohstoff, war bis vor kurzem noch ein knappes Gut und wurde daher gehortet. Weil auch der Siliziumpreis abgestürzt ist, müssen die Unternehmen den Wert ihrer Vorräte stark nach unten korrigieren. Seit dem 4. Quartal 2008 vergeht kaum eine Woche, in dem nicht mindestens ein Solarunternehmen schrumpfende Gewinne mitteilt und ankündigt, seine Prognosen nicht einhalten zu können. Schwierig wird es vor allem für hoch verschuldete Solarunternehmen. Angesichts der Bankenkrise droht ihnen nun das Geld auszugehen. Die Situation stellt eine Feuertaufe dar für die gesamte noch junge Solarbranche – einerseits. Andererseits zweifelt niemand daran, dass die Solarenergie wichtig ist und immer bedeutender werden wird.


Experten machen Hoffnung auf Licht am Ende des Tunnels. Zuversichtlich äußert sich etwa Christian Rath von HSBC. Der Analyst der Düsseldorfer Bank rechnet für 2009 bei der Photovoltaik zwar mit einem stagnierenden Weltmarkt. Doch schon im kommenden Jahr werde er wieder kräftig zulegen und die Nachfrage ansteigen - von rund fünf auf über sieben Gigawatt (GW). Das entspricht der Kapazität von sieben Kernkraftwerken. Schließlich steige der Bedarf an klimaschonender Energieerzeugung, so Rath. Vor allem von dem Konjunkturpaket der Obama-Regierung erwartet der HSBC-Experte Anreize für den Solarmarkt.


Dass es bergauf gehen wird, ist gut für die Solarbranche. Aber der Anleger muss auswählen: Nicht jede Solaraktie wird vom Aufschwung profitieren. „Wir rechnen damit, dass eine Reihe von Akteuren den dynamischen Konsolidierungsprozess nicht selbständig überleben werden“, sagt Hilmar Platz, Analyst der Kayenburg AG aus München. Daher rät er Anlegern zu einer vorsichtigen Strategie. Platz nennt wichtige Merkmale von aussichtsreichen Solarunternehmen: „Eine gute Bilanz, etablierte Technologien, internationale Einkaufskanäle und Produktionsstandorte.“


Welche Solaraktien sind derzeit interessant? ECOreporter.de hat drei ausgewählt – für Anleger, die den weiteren Solarboom nutzen wollen und Anteilsscheine auch drei Jahre oder länger halten können. Mag sein, dass die Aktien 2009 noch einmal absacken werden. Bei diesen drei Favoriten überwiegen mittelfristig jedoch die Chancen:


Favorit Nr. 1: die SolarWorld AG. Der Bonner Solarkonzern umfasst die gesamte solare Wertschöpfungkette, von der Siliziumproduktion bis zum Handel mit fertigen Solarsystemen. Preisschwankungen kann er daher abfedern. Zum Beispiel muss er seine Wafer nicht zwingend billig an Hersteller von Solarzellen verkaufen, sondern kann sie in der eigenen Produktion einsetzen.
HSBC-Experte Rath empfiehlt die Aktie der SolarWorld zum Kauf. Er betont ihre starke Position im US-Markt, wo die Bonner Produktionsstätten mit einer Kapazität von 500 Megawatt (MW) aufgebaut haben. Damit liege SolarWord bei der Produktion von kristallinen Solarzellen im wachstumsträchtigen US-Markt an der Spitze. Rath lobt die sehr hohe Finanzkraft des Unternehmens, das Ende 2008 über 800 Millionen Euro an freier Liquidität verfügte. Dank dieser vollen Kassen konnte die SolarWorld die Übernahme des Autobauers Opel anbieten. Die Aktie des Solarkonzerns notiert mit knapp 14,80 Euro heute in Frankfurt auf dem Niveau von Anfang 2006, rund 48 Prozent unter dem Vorjahreskurs.
Unsere Empfehlung: Kaufen, Kursziel auf Sicht von 12 Monaten: 23 Euro.


SolarWorld AG: ISIN DE0005108401 / WKN 510840


Bildhinweis: Rahmung eines Solarmoduls von SolarWorld. / Quelle: Unternehmen

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