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Erneuerbare Energie 03.04.2013

BEE: Strommarkt schon jetzt auf mehr Grünstrom ausrichten

In wenigen Jahren wird in Deutschland mehr Grünstrom produziert werden als in das Stromnetz eingespeist werden kann. Das prophezeit eine aktuelle Studie des Büros für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH (BET Aachen), die im Auftrag des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) erstellt wurde. Demnach sollen 2020 erste Überschüsse bei der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien anfallen. Das werde aber kein Problem sein, so die Studienautoren. „Es stehen genügend Technologien und Handlungsoptionen zur Verfügung, um wetterabhängig einspeisenden Erneuerbaren Energien auszugleichen – vom Lastmanagement über bedarfsgerecht stromerzeugende Biomasseanlagen, bis hin zur verstärkten Nutzung von Speichern“, erklärt BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk. Daher sei die Versorgungssicherheit in Deutschland weiter gesichert, auch wenn der Anteil von Windkraft, Solarenergie, Biogas und Co. weiter steige.


Die Gutachter empfehlen, schon heute Anreize dafür zu schaffen, den Betrieb regelbarer Kraftwärmekopplungs- und Biomasseanlagen am tatsächlichen Strombedarf auszurichten. Darüber plädieren sie dafür, „zeitnah ein Markt für das Lastmanagement zu schaffen, damit Unternehmen ihre zu- und abschaltbaren Lasten veräußern und so zur Stabilisierung der Netze beitragen können“, wie es heißt. Kurz- und mittelfristig seien außerdem Nachrüstmaßnahmen bei bestehenden konventionellen Kraftwerken sinnvoll.


Bis auf wenige Ausnahmen biete das derzeitige Strommarktdesign jedoch kaum Anreize für den Einsatz der erforderlichen Flexibilitätstechnologien, mahnt BEE-Geschäftsführer Falk. „Hier muss die Politik schon heute handeln“, fordert er. Auch müssten bestehende Gesetze und Verordnungen auf ihre künftige Markttauglichkeit überprüft werden: „Es wäre kontraproduktiv, wenn ein sehr hoher Stromverbrauch auch in Zukunft mit einer Befreiung von den Netzentgelten belohnt wird und Verbraucher, die Überschussstrom nutzen oder speichern, mit Entgelten und Umlagen belastet werden“, so Falk.

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