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Nachrichten 11.04.2013

„Biomasseheizkraftwerke sind dezentral, energieeffizient und grundlastfähig“ - ECOreporter-Interview mit Andreas Thiesmeyer, BioEffektiv Verwaltung GmbH

Biomasseheizkraftwerke verwerten unter anderem Restholz. / Quelle: BMU

Die BioEffektiv Verwaltung GmbH aus Grünwald bei München ist auf Biomasseheizkraftwerke spezialisiert. ECOreporter sprach mit Geschäftsführer Andreas Thiesmeyer unter anderem über diese Technologie und über das Geschäftsmodell seines Unternehmens.

BioEffektiv gehört zu den Ausstellern der Messe Grünes Geld München, die am 13. April im Künstlerhaus am Lenbachplatz stattfindet. Neueinsteiger wie Finanzprofis können sich dort kostenlos über die wachsende Vielfalt am Markt der nachhaltige Geldanlagen sowie neue Trends und Angebote informieren. Die Messe wird von einem ebenfalls kostenlosen Vortragsprogramm, einer prominent besetzten Podiumsdiskussion zu den Kosten der Energiewende und einem Kinderprogramm für kleine Besucher abgerundet. Näheres zur Veranstaltung erfahren SieOpens external link in new windowhier.


ECOreporter: Was ist das Geschäftsmodell der BioEffektiv Verwaltung GmbH? Wem gehört das Unternehmen?

Andreas Thiesmeyer:Die BioEffektiv Verwaltung GmbH betreibt bzw. realisiert mit angeschlossenen Kommanditgesellschaften an verschiedenen Standorten Biomasseheiz(kraft)werke. Es ist das Ziel des Unternehmens mehrere Anlagen dieser Art in Deutschland zu errichten und fossile Energien zu ersetzen. Das Unternehmen gehört Privatpersonen.


ECOreporter: Wie funktioniert ein Biomasseheizkraftwerk?

Thiesmeyer:Ein Biomassekraftwerk funktioniert als klassisches thermisches Kraftwerk. Ein thermisches Kraftwerk oder Wärmekraftwerk erzeugt erst Wärme, um dann aus dieser Strom zu gewinnen. Das geschieht meistens dadurch, dass mit der Wärme eine Flüssigkeit zum Verdampfen gebracht und durch den Dampf eine Dampfturbine angetrieben wird.


ECOreporter: Wann lohnt sich ein Biomasseheizkraftwerk?

Thiesmeyer:Ein Biomasseheizwerk ohne Stromerzeugung lohnt sich ab ca. 800 kW Wärmeabnahme. Ein Biomasseheizkraftwerk, also mit Stromerzeugung, lohnt sich in der Regel nur, wenn ich im Sommer auch die Wärme absetzen kann, zum Beispiel durch Versorgung eines Freibades, Industriebetriebes oder energieintensiveren Wärmekunden wie etwa Krankenhäuser und Seniorenheime.


ECOreporter: Über welche Kompetenzen verfügen Sie im Geschäft mit Biomasseheizkraftwerken?

Thiesmeyer:Wir haben bereits 2009 ein Biomasseheizwerk in Siebenlehn errichtet und in Betrieb genommen. Das Werk liefert Heiz- und Prozesswärme für eine Lederfabrik.
Im Februar haben wir ein Biomasseheizwerk in Bad Gögging übernommen, welches mehrere Hotels, Kliniken und Heilbäder mit Wärme versorgt. Weitere Standorte befinden sich in der Prüfung. Darüber hinaus haben wir Standorte entwickelt und waren beratend tätig.


ECOreporter: Wie können sich Anleger bei Ihnen beteiligen?

Thiesmeyer:BioEffektiv bietet individuelle Einzelinvestitionen und keine Finanzanlagen!
Der Staat will den Energiewandel und fördert das Vorhaben in hohem Maße.
Ein Investor kann aber nur vollständig in den Genuss dieser Förderungen kommen, wenn er selbst zum Unternehmer wird. Das heißt, er erwirbt eine Anlage oder -  Mehrheitsanteile daran selbst! BioEffektiv hilft dabei, geeignete Projekte zu finden.


ECOreporter: Was macht diese Geldanlage nachhaltig?

Thiesmeyer:Biomasseheizkraftwerke sind dezentral, energieeffizient und grundlastfähig. Das bedeutet, die Energie für den Grundbedarf ist bei Tag und Nacht, Sommer wie Winter, bei gutem wie bei schlechtem Wetter verfügbar. Klima- und Umweltschutz, die Sicherheit der Energieversorgung und die Energieeffizienz sind heute dominierende Themen und werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch an Bedeutung gewinnen.


ECOreporter: Woher stammen die Rohstoffe für die Biomasseheizkraftwerke?

Thiesmeyer:Das Brennholz für das Biomasse-Heizkraftwerk stammt aus der jeweiligen Region um das Biomasseheizkraftwerk. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und steht dauerhaft zur Verfügung. Die Anlagen sind mittlerweile auch so konzipiert, dass man Landschaftspflegematerial, Altholz usw. gut in derartigen Anlagen verbrennen kann.

ECOreporter: Inwiefern kann die Versorgung eines Biomasseheizkraftwerkes ein Problem darstellen und wie gehen Sie damit um?

Thiesmeyer:Wir betreiben mehrere Biomasseheizwerke und haben festgestellt, dass die Probleme oftmals herbeigeredet werden. An allen Heizwerksstandorten – aktuell Bad Gögging – finden sich zahlreiche Lieferanten von Biomasse. Wir haben mehr Anbieter, als wir abnehmen können.
Deutschland besitzt derzeit den größten Holzvorrat in Europa - um mehr als eine Million Hektar hat die Waldfläche in den vergangenen vier Jahrzehnten zugenommen. In Anbetracht dieser Fakten ist die Sorge, dass der Rohstoff knapp wird, zunächst einmal unbegründet.


ECOreporter: Her Thiesmeyer, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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