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Erneuerbare Energie 03.04.2013

Branchenverband beziffert Klimaschutzbeitrag der Solarenergie

Sonnenergie als Strom- und Wärmeerzeuger hat 2012 in Deutschland mehr als 19 Millionen Tonnen des Klimakillers Kohlendioxid eingespart. Genauso viel CO2 wie neun Millionen Mittelklasse-Pkw im Durchschnitt jährlich ausstoßen. Damit stieg der Beitrag der rund drei Millionen Solaranlagen-Betreiber auf Jahressicht um 40 Prozent. Das meldet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar). „Strom und Wärme aus der Sonne leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zur Energieversorgung in Deutschland und entlasten maßgeblich unsere Umwelt“, erklärt Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig.


Die Verbrennung fossiler Energieträger zur Strom- und Wärmeerzeugung habe die Treibhausgasemissionen im Bundesgebiet 2012 dennoch angestiegen lassen, so Körnig mit Blick auf Angaben des Umweltbundesamtes „Die Regeln für den Energie- und Emissionshandel müssen schnell reformiert werden. Der wachsende Umweltnutzen Erneuerbarer Energien darf nicht dadurch konterkariert werden, dass der verbleibende Restenergiebedarf immer schmutziger gedeckt wird“, fuhr der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes fort. „Stattdessen müssen die Anreize für Energieeffizienz und klimafreundliche Energieträger deutlich erhöht und CO2-Schleudern verteuert werden“, so Körnig. Umweltexperten seien sich einig, dass die Preise für Strom aus Braun- und Steinkohle deutlich höher liegen müssten, wenn sie die Folgekosten für Umwelt und Gesundheit mit abbilden würden. Unter anderem durch den Einbruch der Preise international gehandelter CO2-Zertifikate seien die Kosten für Kohlestrom in letzter Zeit hingegen deutlich gesunken. Dies habe die Energiequelle Kohlestrom attraktiver gemacht und den Ausstoß an CO2 erhöht, argumentiert er.


Außerdem sprach sich Körnig gegen die umstrittene Gasfördermethode Fracking aus (lesen Sie dazu auchOpens external link in new windowdiesen Beitragüber Fracking und nachhaltige Geldanlagen): „Statt die letzten Tropfen Öl und Gas aus der Erde zu pressen, muss die Energiewende endlich auch im Wärmesektor konsequent vorangetrieben werden“, so Körnig. Während Erneuerbare Energien inzwischen rund ein Viertel des deutschen Strombedarfs deckten, stagniere ihr Anteil an der Deckung des Wärmebedarfs bei gerade einmal zehn Prozent.


Das Solarenergie-Potenzial in Deutschland sei weiterhin groß. „Etwa drei von vier geeigneten Dächern sind bislang noch ungenutzt. 50 Prozent des Endenergiebedarfs und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland entfallen allein auf den Wärmemarkt. Heute heizen 80 Prozent aller Deutschen noch immer mit Öl und Gas. Rund zwei Drittel der Heizungsanlagen im Gebäudebestand sind nicht auf dem Stand der Technik“, klagt Körnig.

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