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Meldungen 02.07.2014

Daldrup & Söhne AG: Wiederinbetriebnahme des Geothermiekraftwerks Landau

Die untenstehende Meldung ist eine Original-Meldung des Unternehmens. Sie ist nicht von der ECOreporter.de-Redaktion bearbeitet. Die presserechtliche Verantwortlichkeit liegt bei dem meldenden Unternehmen.

Grünwald / Ascheberg – Die geox GmbH, Betreibergesellschaft des Geothermiekraftwerks Landau i.d. Pfalz, nimmt Stellung zu den Bodenhebungen und der Wiederinbetriebnahme des Kraftwerks Landau. Als Ursache für die Bodenveränderungen steht eine Leckage an einer Dichtung am Bohrlochkopf der Injektionsbohrung (in ca. 3 Meter Tiefe) fest. Das hat das Landesamt für Geologie und Bergbau (LGB) Rheinland Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Geysir Europe / geox und den Behörden festgestellt. Nach den vom LGB gemachten Untersuchungen bestand die Leckage in der Reinjektionsbohrung bereits seit mehreren Jahren. Dieser Umstand begünstigte aller Voraussicht nach die Hebungen in Landau im Bereich des Geothermiekraftwerks. Die fragwürdige Leckageüberwachung durch die vormaligen Betreiber hat die geox veranlasst, die Betriebsführungsverträge mit dem Betreiber im ersten Quartal 2014 zu kündigen.

Ein Gutachten einer anerkannten Prüfstelle über die Betriebsführung der letzten Jahre, stellt fest, dass Teile der Anlage in der Vergangenheit nicht ordnungsgemäß gewartet worden sind. Die Folgen der Leckage (Bodenveränderungen) wären laut Gutachten vermeidbar gewesen.

Die EnergieSüdwest AG, an der die Stadt Landau 50 % Anteile hält, bleibt auch in Zukunft Gesellschafter des Geothermiekraftwerks. Die Geysir Europe kann ihre Option auf die 10 % Anteilsbesitz der EnergieSüdwest jedoch jederzeit ausüben.

Wiederinbetriebnahme

In Absprache mit dem LGB arbeitet die geox an der Wiederinbetriebnahme des Kraftwerks. Ziel ist es, entstandene Schäden in der Bohrung zuverlässig zu beheben und die Sicherheit für den weiteren Betrieb zu erhöhen. Dazu kommt zum einen eine verbesserte Überwachungs- und Meldetechnik zum Einsatz und zum anderen Sicherheitssysteme gegen Leckagen, die künftig Probleme mit dem Thermalwasserkreislauf vermeiden werden. Die Ermittlung des genauen Schadensumfangs ist bereits angelaufen. geox wird ebenfalls weitere Betriebsteile der Anlage modernisieren. Die Instandsetzungsarbeiten haben – in enger Zusammenarbeit mit den Behörden - bereits begonnen. Ebenfalls weiter in Arbeit sind die bereits vor dem Schadenfall von den neuen Eigentümern in Angriff genommenen Lärmschutzwände. Mit ihrer Fertigstellung wird in Kürze gerechnet. Zusätzlich werden noch Grünflächen angelegt und Bäume gepflanzt.

Die Wiederinbetriebnahme ist im Spätsommer 2014 geplant. Die Geysir Europe geht – Stand heute - von einem Reparaturkostenaufwand in Höhe von circa 2 bis 3 Mio. Euro aus. Die gemeldeten Schäden im Bereich der Haftpflicht der geox gegenüber Dritten sind von den angezeigten Schadenssummen gering. Sie werden von der Versicherung geprüft.

Erkundungsbohrungen zur Aufklärung des Umweltschadens laufen

Die Aufklärung des Umweltschadens hat aber Vorrang vor den weiteren Arbeiten. Dazu gibt es eine schriftliche Anordnung vom 8. Mai 2014 des Bergamtes Mainz. Der geox GmbH liegen die Genehmigungen für die Erkundungsbohrungen zur Untersuchung der Verunreinigung von Grundwasser vor. Seit Juni sind Bohrer auf dem Nachbargelände des Geothermiekraftwerks bereits im Einsatz. An zwei Stellen wird in bis 70 bis 100 m Tiefe eine Kernbohrung durchgeführt, um Boden- und Wasserproben nehmen zu können.

Das Geothermiekraftwerk Landau hat seit Inbetriebnahme (2008 – 2013) rund 88.500 MWh (88,5 GWh) Strom ins Netz eingespeist. Über die EnergieSüdwest ist die Bevölkerung in Landau mit der lokalen, erneuerbaren Energiequelle Geothermie versorgt worden. Und das bei geringstem Flächenbedarf und überaus klimafreundlich. Immerhin rund 50.000 Tonnen CO2 wurden bisher auf diesem Wege eingespart. Seit über einem halben Jahrzehnt lief das Kraftwerk mit einer sehr hohen Auslastung. Im letzten Jahr 2013 lag die Verfügbarkeit des Kraftwerks bei 98,4 % - ein Wert den sonst nur Wasserkraftwerke erreichen. Es ist das Ziel der geox, diese Potenziale weiter zu nutzen und die Sicherheit und die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerksbetriebs weiter zu erhöhen.

Die Bürgerinitiative hat aus Sicht der geox einige wertvolle Hinweise gegeben. So werden Verbesserungsmaßnahmen initiiert, die die Akzeptanz des Kraftwerks erhöhen. Dazu hat die geox mit Vertretern der Bürgerinitiative persönliche, konstruktive Gespräche geführt.
 

geox GmbH

Die geox ist die Betreibergesellschaft des Geothermiekraftwerks Landau. Bis Sommer 2013 hielten die EnergieSüdwest AG und die Pfalzwerke AG je 50 Prozent der Anteile. Die Geysir Europe GmbH, an der die Daldrup & Söhne AG zu 75,01 % beteiligt ist, erwarb zunächst im August 2013 von der EnergieSüdwest AG 40 % der Anteile an der geox und eine Option über die verbleibenden 10 % der Anteile. Zum 2. Januar 2014 erwarb die Geysir von den Pfalzwerken auch ihren 50 %igen Anteil am Kraftwerk. Insgesamt hält die Geysir aktuell 90 % der Anteile und die EnergieSüdwest 10 % der Anteile.

Geysir Europe GmbH

Die Geysir Europe Gruppe, Grünwald, vereint unter ihrem Dach Spezialisten auf den Gebieten Geologie, Bohr-, Kalina- und Kraftwerkstechnik für die Geothermie. Die Gruppe verfügt über eigene Erlaubnisfelder zur Aufsuchung von Erdwärme im bayerischen Molassebecken und im Oberrheingraben. Durch die vorhandene Projektmanagement- und Kraftwerkskompetenz sind in Zusammenarbeit mit der Daldrup & Söhne AG alle Wertschöpfungsstufen eines Tiefgeothermieprojektes besetzt. Die Daldrup & Söhne AG hält eine Mehrheitsbeteiligung an der Geysir Gruppe. Durch die enge Zusammenarbeit bieten Geysir und Daldrup das Know-how und die Technologie, um die Potenziale der Geothermie für eine Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien – als Grundlast- und Regelgröße – zu erschließen.

Daldrup & Söhne AG

Die Daldrup & Söhne AG (ISIN: DE0007830572, WKN: 783057) mit einer Unternehmenshistorie von mehr als 60 Jahren ist ein in Deutschland führender, spezialisierter Anbieter von Bohr- und Umweltdienstleistungen, schlüsselfertigen Tiefengeothermie-Kraftwerksprojekten sowie Kraftwerksbetreiber. Die Geschäftstätigkeit gliedert sich in die Geschäftsbereiche Geothermie, Rohstoffe & Exploration, Wassergewinnung sowie Environment, Development & Services (EDS). Im Geschäftsbereich Geothermie werden Bohrdienstleistungen sowohl für die oberflächennahe Geothermie (insbesondere Erdwärmesonden für Wärmepumpen), aber vor allem auch Bohrdienstleistungen für die Tiefengeothermie von bis zu 7.000 m erbracht, um die so zugängliche Erdwärme für die Strom- und/oder Wärmegewinnung zu nutzen. Im Geschäftsbereich Rohstoffe und Exploration dienen die von der Daldrup & Söhne AG durchgeführten Bohrungen der Exploration und dem Aufschluss der Lagerstätten fossiler Energieträger (insbesondere Steinkohle und Gas) sowie mineralischer Rohstoffe und Erze (z.B. Kupfer und Gold). Der Geschäftsbereich Wassergewinnung umfasst den Brunnenbau zur Gewinnung von Trink-, Brauch-, Heil-, Mineral-, Kesselspeise- oder Kühlwasser sowie Thermalsole. Der Geschäftsbereich Environment, Development & Services (EDS) umfasst spezielle umwelttechnische Dienstleistungen wie etwa die hydraulische Sanierung von kontaminierten Standorten, die Errichtung von Gas-Absaugbrunnen zur Gewinnung von Deponiegas, die Erstellung von Grundwassergüte-Messstellen oder die Errichtung von Wasserreinigungsanlagen.

Kontakt:
Falk von Kriegsheim
Investor Relations
Public Relations

Phone:     +49 (2593) 9593 - 29
Telefax:     +49 (2593) 9593 - 60
Cell:     +49 1729837109
E-Mail:     f.kriegsheim@daldrup.eu
Homepage     http://www.daldrup.eu

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