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24.01.2008

Das ÖkoDAX X-pert Index Zertifikat in Kursturbulenzen– jetzt in den Erneuerbare-Energie-Aktienkorb einsteigen?

Den aktuellen Börsenturbulenzen zum Trotz und obwohl viele Aktien von Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien in den letzten Wochen stark an Wert verloren haben: Die langfristigen Aussichten für Wertpapiere aus dieser Branche sind gut. Doch wird es auch hier Gewinner und Verlierer geben. Wer als Anleger sein Risiko streuen will, der kann zum Beispiel in einen Aktienkorb mit Erneuerbare-Energie-Aktien setzen. Einen solchen hat die Deutsche Bank im vergangenen Juni mit dem X-pert Zertifikat auf den ÖkoDAX der Deutschen Börse an den Markt gebracht.

 

Die Laufzeit dieses Index-Zertifikats ist unbegrenzt. An der Wertentwicklung wird der Anleger im Bezugsverhältnis 1:1 beteiligt. Bisher hat sich dies noch nicht auszahlen können. Das Wertpapier kostete bei seinem Börsenstart fast acht Euro und hat im Rahmen des allgemeinen Negativtrends an den Börsen rund 40 Prozent an Wert eingebüsst. Die bisherige Performance liegt damit deutlich unter der des TecDax, in dem viele der Werte im ÖkoDAX enthalten sind und der seit dem Juni 2007 nicht ganz 25 Prozent an Wert einbüßte. Der Geldkurs des Wertpapiers liegt aktuell bei 5,07 Euro, der Briefkurs bei 5,12 Euro. Der Spread beträgt ein Prozent. Einen Kapitalschutz gibt es nicht. Dafür fließen die Dividendenzahlungen der Unternehmen in die Performance ein. Eine Managementgebühr wird nicht erhoben.

 

Der ÖkoDax enthält die zehn nach Marktkapitalisierung größten deutschen Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien. Hierbei handelt es sich um zwei Windaktien, drei Bio-Aktien und fünf Solarwerte. Vierteljährlich wird die Zusammensetzung überprüft und gleich gewichtet. Bisher wurden noch keine Titel ausgetauscht. Vor allem das Schwergewicht auf Solaraktien hat die Performance des Index in den letzten Wochen belastet. Mit 28 Prozent Kursverlust schnitt aus Monatssicht der Anteilsschein der Erfurter ersol Solar Energy AG noch am besten ab. Die vier übrigen Solartitel im Aktienkorb, Conergy, Solon, SolarWorls und Q-Cells verloren in den letzten vier Wochen zwischen 33 und 27 Prozent an Wert. Allerdings weisen Q-Cells und Solon dennoch ein Jahresplus von 55 bzw. 77 Prozent aus. Zum Vergleich: die krisengeschüttelte Conergy AG hat sich in diesem Zeitraum um rund 65 Prozent verbilligt.

 

Die anderen Positionen in der Auswahl konnten die Abstürze der Solarwerte nicht ausgleichen. Die beiden Windaktien im ÖkoDax, Nordex und REpower, haben auf Monatssicht rund 20 Prozent an Wert verloren. Schon seit längerem stehen die Bio-Aktien unter Druck, die Eingang in Titelauswahl gefunden haben. Die auf Biogasanlagen spezialisierte Schwandorfer Schmack-Biogas AG hatte im Sommer 2007 eine Gewinnwarnung veröffentlicht, ihr Aktienkurs brach darauf ein und liegt nunmehr rund 58 Prozent unter dem Vorjahreswert. Noch stärker war der Anteilsschein der Ethanolproduzentin Verbio abgestürzt, ihr Jahresminus beläuft sich auf rund 85 Prozent. Die deutsche Biotreibstoffbranche leidet unter der Kürzung von Steuervorteilen. Der Preis für Aktien der Mannheimer CropEnergies AG, ebenfalls Herstellerin von Bioethanol und zehnter Titel im Index, hat sich auf Jahressicht halbiert. Schmack und Verbio verloren in den letzten Wochen rund 30 Prozent an Wert und unterschritten damit noch die Entwicklung des TecDax. Mit einem Monatsminus von rund zehn Prozent hat sich CropEnergies in dem schlechten Umfeld noch am besten von allen Werten im ÖkoDax behauptet.

 

Fazit:

Wer bereits im Sommer 2007 in das X-pert Zertifikat auf den ÖkoDAX einstiegt, setzte auf Unternehmen mit klimaschonenden Technologien. Die Aussichten der Branche wurden zudem von Experten einhellig positiv eingeschätzt, laut einer von der Deutschen Börse angestellten hypothetischen Rückrechnung hätte sich der Wert des Index-Zertifikats von 2003 bis 2007 versiebenfacht. Die Eintrittsschwelle war mit knapp 8 Euro niedrig und der Verzicht auf eine Managementgebühr ein weiterer Pluspunkt. Seither setzten nicht nur allgemeine Erschütterungen an den Börsen die Aktien des Öko-Dax unter Druck, sondern auch die Schieflagen von Unternehmen wie Conergy.

 

Bietet sich jetzt für den langfristig orientierte Anleger eine Gelegenheit zum Einstieg in das Indexzertifikat der Deutschen Bank? Ob die Biotreibstoffproduzenten und die Conergy AG aus ihrer Krise herausfinden, ist noch offen. Auch bei der weiteren Entwicklung von Schmack Biogas bestehen ist unklar, ob der Strategiewechsel auf Großanlagen wirklich von Erfolg gekrönt wird. Bei den anderen sieben Titeln im Aktienkorb ist jedoch eine positive Entwicklung eher wahrscheinlich: Q-Cells und SolarWorld haben eine führende Position im weltweiten Solarmarkt erlangt; Solon und ersol sind gut aufgestellt. Nordex und REpower dürften von der weltweit starken Nachfrage für Windkraftanlagen profitieren. Als Risiko bleibt das allgemein unsichere Börsenklima – doch das hat derzeit für Kursstürze gesorgt, die bei guten Werten eher eine Einstiegschance bilden. Daher ist Anlegern, die in Erneuerbare Energie investieren wollen, das Zertifikat zur Beimischung zu empfehlen.

 

 

ÖkoDAX X-pert Index Zertifikat

WKN DB80EK / ISIN DE000DB80EK0

Laufzeitbeginn: 27.11.2007

Laufzeitende: endlos

 

Bildhinweis: Das ÖkoDAX X-pert Index Zertifikat setzt vor allem auf Solarwerte. Solarzelle der Q-Cells AG. / Quelle: Unternehmen

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