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Direktbeteiligungen 20.10.2008

Der Finanzkrise zum Trotz: Der Oktober als der Monat mit dem größten Anlegerinteresse an einem Solarfonds

Thomas Eisenbarth von Voigt & Coll. GmbH beantwortet ECOreporter.de-Fragen zum SolEs 20, einem Solarfonds, der Solarkraftwerke in Italien und Spanien umfasst.


ECOreporter.de: Wieviel Eigenkapital sind bereits platziert, wie reagieren die von der Finanzkrise verunsicherten Anleger derzeit?
Thomas Eisenbarth:Es sind 7,9 Millionen Euro Eigenkapital platziert. Wir planen, den Fonds mit 10,2 Millionen Euro Eigenkapital zu schließen, haben jedoch noch die Möglichkeit, um fünf Millionen Euro Eigenkapital aufzustocken.

Die Anleger reagieren äußerst positiv auf den Fonds, da er von der Finanzkrise nicht betroffen ist. Bisher sind trotz der Finanzkrise noch keinerlei Korrelationen zwischen den Finanzmärkten und dem Sonnenschein in Südeuropa feststellbar.

Abgesehen davon haben die Anleger das gute Rendite-Risikoprofil von Solarparks in Südeuropa erkannt.


ECOreporter.de: Man hätte vermuten können, dass die Anleger so verunsichert sind, dass sie gar nichts zeichnen. Gab es so eine Phase auch?
Eisenbarth:Bisher können wir eine solche Zurückhaltung bei den Zeichnern nicht feststellen. Es gibt zwar vereinzelt Anleger, die aktuell nichts zeichnen, aber bis heute (17.10.2008) haben wir im Oktober gegenüber dem gleichen Zeitraum sämtlicher Vormonate den besten Umsatz generiert. Daher gehen wir davon aus, dass wir im Oktober mehr Zeichnungsscheine erhalten als in den Vormonaten.


ECOrpeorter.de: Warum zeichnen nach Ihrer Erfahrung die Anleger jetzt trotz der Krise?
Eisenbarth:Viele haben sich bereits seit längerem mit dem Thema Photovoltaik und insbesondere in Südeuropa beschäftigt. Nachdem die Unsicherheit für spanische Anlagen durch die Erteilung der 'REPE definitiva' für unsere Anlagen im September beseitigt war, stand einer Zeichnung nichts mehr im Wege. Wir haben hier eine gesetzlich garantierte Einspeisevergütung.


ECOreporter.de: Nehmen Banken derzeit Ihren Fonds neu in ihr Programm auf?
Eisenbarth:Viele Banken müssen sich erst einmal selbst neu sortieren und sehen, wo sie stehen. Einige Institute haben signalisiert, den Folgefonds SolEs 21 mit in den Vertrieb nehmen zu wollen.


ECOreporter.de: Was erwarten Sie für den Markt der geschlossenen Erneuerbare-Energie-Fonds für dieses Jahr und für 2009?
Eisenbarth:Der Markt für geschlossene Erneuerbare-Energie-Fonds ist einer der Wachstumsmärkte der Zukunft. Das wird sich schon in diesem Jahr und besonders 2009 zeigen. 2009 ist allerdings noch mit einigen Fragezeichen für die gesamte Branche der geschlossenen Fonds versehen, da viele Initiatoren die sehr starke Zurückhaltung der Banken bei der Fremdfinanzierung ihrer Fonds spüren.


ECoreporter.de: Wird sich die Finanzkrise auf Erneuerbare Energie-Projekte auswirken, weil die Kreditfinanzierungen schwieriger werden?
Eisenbarth:Ganz bestimmt sogar. Das trifft jetzt jede Art von Finanzierung. Erst einmal werden viele Häuser keine neuen Engagements mehr eingehen und die geplanten erneut auf den Prüfstein legen. Die Kriterien werden mit Sicherheit verschärft. Wir glauben aber, durch den stabilen Cashflow über die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung und die Performance unserer Parks werden wir bei vorhandenen Kreditlinien weiter vorne stehen bei der Zuteilung als andere Investments.


ECOreporter.de: Sind die Solaranlagen des SOlEs 20 in Spanien registriert? Was bedeutet es, wenn die Anlagen nicht registriert sind?
Eisenbarth:Die Anlagen haben die REPE definitiva, die Eintragung in das Register der Stromproduzenten, vor dem 29. September 2008 erhalten und damit den Anspruch auf eine Einspeisevergütung in Höhe von 45,51 ct/kWh mit Inflationsanpassung für 25 Jahre.

Die Anlagen produzieren bereits Strom und speisen diesen zum oben genannten Tarif in das Netz der Endesa ein. Damit erzielt der Fonds SolEs zwanzig GmbH & Co. KG bereits mehr als drei Monate früher als geplant Einnahmen.

Für Anlagen, die das nicht geschafft haben heißt es, die geringere zukünftige Einspeisevergütung von 32 ct/kWh zu akzeptieren. Dies führt nur dann nicht zu Ertragseinbußen, wenn im Kaufvertrag entsprechende Preisanpassungsklauseln vereinbart sind. Wir hatten dies für unsere beiden spanischen Parks in Antequera und Los Palacios in den Verträgen vereinbart, so dass wir selbst bei der geringeren Einspeisevergütung von 32 ct/kWh keine Renditeeinbußen erlitten hätten. Aber diese Preisanpassungsklauseln mussten nicht greifen, da beide Parks planmäßig fertig gestellt wurden. Es gab jedoch auch Anbieter, die diesbezüglich ein Problem hätten bekommen können oder tatsächlich bekommen haben.


ECOreporter.de: Haben Sie weitere Anlagen für den Fonds erworben?
Eisenbarth:Ja. Es sind Anlagen in Apulien am Sporn des italienischen Stiefels, und zwar die Solarkraftwerke Palombi, Garofalo und Santagata mit zusammen rund 2,6 MWp Stromerzeugungskapazität. Diese Anlagen werden als zweiachsig nachgeführte Anlagen auf gepachteten Grundstücken errichtet.

Die Prognosen der Firma Fichtner und des Fraunhofer Institutes weisen jeweils in dieser Region einen spezifischen Jahresertrag für zweiachsig nachgeführte Anlagen von über 1.800 kWh/kWp aus. Im Gegenzug wurde die Kaufoption für den Park in Ragusa mit Gewinn für die Fondsgesellschaft veräußert.


ECOreporter.de: Herr Eisenbarth, wir danken Ihnen für das Gespräch.


Bildhinweis: Thomas Eisenbarth; Voigt-Solarpark SolEs 20. / Quelle: Unternehmen

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