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Erneuerbare Energie 22.09.2009

„Die Banken sind gegenüber den Erneuerbaren Energien aufgeschlossener als je zuvor“ – ECOreporter.de-Interview mit Thomas Bisig, PrimeEnergy Invest AG

Die PrimeEnergy Invest AG, Spezialistin für Photovoltaik-Dachanlagen auf eigenen Immobilien, bietet Genussrechtsbeteiligungen an. Wie funktioniert das Geschäftsmodell? Zu welchen Konditionen können Anleger sich beteiligen? Welche Risiken gibt es? Antworten auf diese und weitere Fragen gab Thomas Bisig, Vorstand der Gesellschaft aus Weil am Rhein.

Thomas Bisig / Quelle: Prime Energy AG


ECOreporter.de: Warum setzt die PrimeEnergy Invest AG auf das Geschäft mit Erneuerbaren Energien?


Bisig:
Weil wir einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und zum Umweltschutz leisten wollen. Die bestehenden  staatlichen Garantien im Rahmen des EEG gewährleisten ein hohes Maß an Einnahmensicherheit.


ECOreporter.de: Welche Technologien erscheinen Ihnen besonders aussichtsreich?

Bisig:
Der Photovoltaikmarkt ist der Markt, der sich am schnellsten innerhalb der Erneuerbaren Energien entwickelt. Durch entsprechende Fördergesetze in vielen Staaten weltweit reift die Photovoltaik von einer Spezialanwendung zu einem hochwertigen Industrieprodukt. An dieser Entwicklung hat Deutschland maßgeblich mitgewirkt und ist noch immer in vielen Bereichen der Photovoltaikindustrie Weltmarktführer.  


ECOrpeorter.de: Was unterscheidet PrimeEnergy Invest von anderen Unternehmen, die Solaranlagen auf Gebäuden errichten und betreiben?


Bisig:Ausgestattet mit einem Grundkapital von 4, 1 Millionen Euro haben wir bis heute 6 Millionen Euro in Photovoltaikanlagen investiert. Wir speisen aktuell rund 1,5 Megawatt Strom in die öffentlichen Netze ein. Im Gegensatz zu anderen Anlagenbetreibern errichten wir die Anlagen fast ausschließlich auf Dächern unseres eigenen Immobilienbestandes, dessen Ertragswert wir dadurch wiederum steigern.


ECOreporter.de: Wie kamen Sie als Immobilienunternehmen auf die Verknüpfung mit alternativer Energieerzeugung?


Bisig:Als Bestandshalter von Immobilien setzen wir uns permanent mit Optimierungen unserer Liegenschaften auseinander. Die Möglichkeit, auf einem „unrentablen“ Dach eine Photovoltaik-Anlage zu betreiben ist so simpel wie genial. Wegen des riesigen Bestands an Dächern muss kein kostbares Bauland für die Energiegewinnung verschwendet werden.


ECOreporter.de: Über welche Erfahrungen verfügt PrimeEnergy Invest in der Photovoltaik?


Bisig:
Die Prime Energy Invest ist als Energieproduzent ein relativ junges Unternehmen. Den Immobilienbereich, der in die Prime Energy Invest AG eingebracht wurde, haben wir in den letzten 20 Jahren erfolgreich aufgebaut. Aktuell beschäftigen wir vier Mitarbeiter. Sie sind ausgewiesene Fachleute mit zum Teil jahrzehntelanger Erfahrung. Ein Team von Spezialisten ist objektbezogen freiberuflich für uns tätig.


ECOreporter.de: Arbeiten Sie mit Partnerunternehmen zusammen, etwa spezialisierten Solarprojektierern?


Bisig:Wir setzen höchste Qualitätsnormen voraus und arbeiten - wenn immer möglich - mit Markenanbietern zusammen. Zudem greifen wir soweit es irgend geht auf Komponenten „made in Germany“ zurück.


ECOreporter.de: Worauf legen Sie bei der Auswahl der Standorte und der Umsetzung der Solarprojekte besonderen Wert?


Bisig:Wir investieren ausschließlich in zukunftsträchtige Standorte im Inland und im europäischen Ausland. Wichtig sind für uns die Leistungsbilanzen und Projekt- sowie praktische Umsetzungserfahrungen unserer Partner. Externe Spezialisten begleiten uns während der gesamten Projektlaufzeit.


ECOreporter.de: Woher bezieht PrimeEnergy Invest die benötigten Module; bevorzugen Sie kristalline oder Dünnschicht-Solarmodule?


Bisig:
Da wir die Photovoltaik-Anlagen in der Regel schlüsselfertig erwerben, nehmen wir nicht maßgeblich Einfluss auf die Wahl der Komponenten. Grundsätzlich prüfen wir aber beide Technologien. Bezüglich des Wirkungsgrads haben die kristallinen Module noch die Nase vorne, aber die besseren Ertragsverhältnisse - auch bei geringerer Sonnenseinstrahlung oder bei höheren Temperaturen - zeichnen die Dünnschicht-Technologie aus.


ECOreporter.de: Wie werden Ihre Solaranlagen finanziert?


Bisig:Unsere Investitionen tätigen wir in Form von Eigen- und Fremdkapital aus „eigener Kraft“. Das bedeutet für den Investor, dass wir gemeinsam die gleichen Interessen verfolgen, da wir mit einer hohen Eigenkapitalausstattung arbeiten.


ECOreporter.de: Inwiefern erschwert die Bankenkrise die Finanzierung Ihrer Solaranlagen?


Bisig:
Die gegenwärtige Situation an den internationalen Finanzmärkten ist für uns nicht wirklich spürbar. Die mittlerweile zwar restriktiver agierenden Banken sind gegenüber den Erneuerbaren Energien aufgeschlossener als je zuvor. Grundsätzlich sehen wir aber auch, dass größere Projekte zunehmend mit den Folgen der Finanzmarktkrise zu kämpfen haben.


ECOreporter.de: Wie können sich Anleger an Ihren Alternative Energie-Projekten beteiligen?

Bisig:Man kann sich bei der Prime Energy Invest AG unmittelbar an einer renditeorientierten Unternehmensbeteiligung in Form von Mezzanine Kapital (Genussrechte) engagieren.


ECOreporter.de: Welche Konditionen bieten Sie den Anlegern?


Bisig:Wir bieten aktuell zwei Varianten von Genussrechtsbeteiligungen an:
Typ A mit 8,15% Grunddividende bei einer Laufzeit von mindestens fünf Jahren
Und Typ B mit 9,25% Grunddividende bei einer Laufzeit von mindestens zehn Jahren. Bei beiden Typen gibt es als Überschussdividende eine Beteiligung an 15% des Jahresüberschusses nach Steuern.
Wir gehen nur Investitionen mit der gesetzlichen Absicherung durch das EEG ein, was uns ein hohes Maß an Planungs- und Einnahmensicherheit gewährleistet. Durch die Verwendung von Qualitäts-Produkten und die zusätzlichen Absicherungen durch Wartungs- und Versicherungsverträge sind die Risiken letztlich gut kalkulierbar. Insgesamt wird in der Genussrechtsbeteiligung Serie II ein Volumen von 25 Millionen Euro platziert.


ECOreporter.de: Was sind die Risiken Ihres Geschäftsmodells?


Bisig:„Kein Unternehmen ist ohne Risiko!“ -  auch für  Prime Energy Invest AG gibt es unternehmerische Risiken. Gravierende Veränderungen am Finanzmarkt oder langfristige klimatische Veränderungen könnten einen negativen Einfluss auf unser Geschäftsmodell haben. Die Gefährdung durch eine Wirtschaftskrise kann als gering eingestuft werden. Unser Geschäftsmodell ist konjunkturunabhängig, weil aufgrund der staatlichen Fördermittel die Einspeisungen gesetzlich garantiert sind. Chance und Risiko stehen in ausgewogenem Verhältnis zueinander. Jeder Investor wird auf alle Eventualrisiken hingewiesen.


ECOreporter.de: Wie entwickeln sich Umsatz und Gewinn der PrimeEnergy Invest?


Bisig:Die Prime Energy Invest AG ist noch ein junges Unternehmen. Sie hat 2008 einen Umsatz von rund 0,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Wenn wir das Volumen der Genussrechtsbeteiligung Serie II im geplanten Umfang einwerben können, wird der jährliche Umsatz in 10 Jahren bei rund 14 Millionen Euro liegen.


ECOreporter.de: Herr Bisig, wir danken für das Gespräch!


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