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Nachhaltigkeitsfonds & Zertifikate 11.01.2012

Die besten Erneuerbare-Energie-Fonds im Dezember und im Gesamtjahr 2011

In der Rubrik der in Deutschland zugelassenen Erneuerbare-Energie-Fonds hat der Jahressieger die Konkurrenz deklassiert. Er gewann übers Gesamtjahr hinweg mehr als 17 Prozent an Wert, während von den 16 übrigen nur jedes vierte Produkt überhaupt einen Wertzuwachs erreichte. Und keiner übersprang die Schwelle von zwei Prozent. Dagegen verbuchten zwölf Erneuerbare-Energie-Fonds zweistellige Verluste. Davon lag bei sechs Fonds das Minus über 30 Prozent, der schwächste Fonds in unserer Datenbank ECOfondsreporter verlor von Anfang Januar bis Ende Dezember satte 60 Prozent an Wert.


Der Erneuerbare-Energie-Fonds des Jahres 2011, der DnB NOR ECO Absolute Return von DNB Asset Management S.A., investiert weltweit in Erneuerbare-Energie-Aktien. Die DNB Asset Management hat den Fonds im Dezember 2010 gestartet. Sie ist einer der größten Vermögensverwalter in Nordeuropa und firmierte bis zum November als Carlson Fund Management Company S.A. Für den DnB NOR ECO Absolute Return erhebt sie eine jährliche Verwaltungsgebühr von 1,5 Prozent.


Der Fonds hat in seiner kurzen Laufzeit bereit ein Volumen von 93 Millionen Euro aufgebaut. Er investiert weltweit in Aktien von Akteuren im Markt der Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Der DnB NOR ECO Absolute Return profitierte zuletzt vom Übernahmegefecht um den staatlichen Anteil am portugiesischen Energieversorger EDP Renovavais, der über große Grünstromkapazitäten verfügt. Eine weitere große Position im Portfolio des Fonds ist der US-amerikanische Solarzulieferer STR Holdings. Dessen Aktienkurs wurde durch zuletzt die Krise bei den Photovoltaikherstellern gedrückt. Weitere Top-Positionen sind zum Beispiel der US-Windkraftprojektierer Green Plains sowie die spanischen Technologiekonzerne Abengoa und Acciona, die stark in Grünstromprojekte investieren. Regional sind die Beteiligungen des Fonds aktuell zu 44 Prozent auf Amerika ausgerichtet und zu einem Drittel auf Europa.


Der DnB NOR ECO Absolute Return setzt im Gegensatz zu den meisten Erneuerbare-Energie-Fonds auf direkte Nachhaltigkeitskriterien. Nicht investierbar sind nach Angaben etwa Unternehmen, die mit Landminen, Streu-, oder Atomwaffen Geld verdienen oder Verstöße gegen Menschen- oder Arbeitsrechte tolerieren. Ebenfalls tabu für das Fondsmanagement um Jon Sigurdsen sind Unternehmen, die mit der Tabak- oder Pornoindustrie zu tun haben. Ein weiteres Negativkriterium ist Umweltverschmutzung.


Nach dem Jahressieger zeigten vier Produkte aus dem Hause Allianz Global Investors die beste Wertentwicklung im Gesamtjahr 2011. Nur sie schlossen das Jahr ebenfalls mit einem Plus ab. Dabei lagen der cominvest Klima Safe Kick 2/2014 und der cominvest Green Energy Protect 4/2013 mit 1,66 Prozent gleich auf, knapp vor dem cominvest Klima Safe Kick 1/2014 und dem cominvest Green Energy Protect 3/2013, die beide rund 1,5 Prozent zulegten.


Diese vier cominvest-Produkte sind ursprünglich von der Fondssparte der Commerzbank aufgelegt, später jedoch von Allianz Global Investors übernommen worden. Der cominvest Klima Safe Kick 1/2014 und der cominvest Klima Safe Kick 2/2014 sind seit 2008 auf dem Markt und unterscheiden sich nur durch die unterschiedliche Laufzeit. Beide Fonds investieren in Derivate des Klima Safe Kick Basket. Darin gelistet sind nach Angaben der Emittentin Cleantech-Unternehmen und Akteure aus dem Bereich der alternativen Energien. Die Anleger dieser Fonds sind – ähnlich wie bei Zertifikaten - nur eingeschränkt am Gewinn der Indexunternehmen beteiligt. Ob sie über ihre Beteiligung Gewinne oder Verluste erwirtschaften hängt allein davon ab, wie der Fonds zum Laufzeitende in 2014 abschneidet. Schafft er eine positive Wertentwicklung, werden die Anleger zu jeweils 50 Prozent daran beteiligt. Steht der Fonds ins Minus, erhalten die Anleger laut Fondsinformation mindestens so viel Geld zurück, wie ihre Anteile am Ausgabetag wert waren. Als jährliche Verwaltungsgebühr erhebt Allianz Global Investors 0,4 Prozent.


Das Konzept der beiden cominvest-Green-Energy-Protect-Fonds überschneidet sich weitgehend mit dem der Klima-Safe-Kick-Fonds. Die Green-Energy-Protect-Fonds kamen allerdings schon 2007 auf den Markt. Sie investieren ebenfalls in Derivate, setzen dabei allerdings auf einen eigenen Aktienindex, den Commerzbank Green Energy Basket. Auch dieser Index besteht aus Unternehmen der internationalen Erneuerbare-Energie-Branche und verwandter Technologien. Ein weiterer Unterschied ist die Laufzeit der Beteiligungen: sie endet jeweils 2013. Sowohl das Modell der Gewinnbeteiligung zum Laufzeitende als auch die Verwaltungsgebühr sind wiederum identisch mit der der Klima-Safe-Kick-Fonds.


Die 10 besten Erneuerbare-Energie-Fonds im Gesamtjahr 2011



Der DnB NOR ECO Absolute Return hat das Jahr 2011 als Jahresbester abgeschlossen, obwohl er im Dezember leicht an Wert verloren hat. Mit einem Minus von 0,15 Prozent ist er der einzige der in Deutschland zugelassenen Erneuerbare-Energie-Fonds, der es bei der Monatsauswertung für den Dezember 2011 trotz eines Wertverlustes in die Top 10 geschafft hat. Die fünf besten Fonds des vergangenen Monats gewannen deutlich an Wert, der Monatssieger sogar um mehr als fünf Prozent.


Fonds des Monats Dezember wurde der SAM Smart Energy Fund. Der Fonds der Züricher Kapitalanlagegesellschaft SAM Sustainable Asset Management wurde im August 2004 gestartet und hat seither ein Volumen von rund 122 Millionen Euro aufgebaut. Die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt 0,8 Prozent. Der SAM Smart Energy Fund investiert weltweit. Der Löwenanteil der Beteiligungen muss auf Wertpapiere von Unternehmen entfallen, deren Technologien, Produkte und Dienstleistungen eine effiziente Verwendung von Energie gewährleisten. In Frage kommen Akteure aus den Branchen Erneuerbare Energien, dezentrale Energieversorgung, Erdgas sowie der nachfrageseitigen Energieeffizienz. Angesichts der schwachen Wertentwicklung im Bereich der regenerativen Energien, wo etwa Solaraktien in 2011 massive Kursverluste verbuchten, hat der Fonds stark auf den Erdgas-Sektor gesetzt. Zu den stärksten Positionen im Portfolio gehören Osaka Gas, Tokyo Gas und die britische Erdgasspezialistin BG Group. Der Einsatz von Gas belastet das Weltklima zwar deutlich geringer als die Verbrennung von Kohle. Er ist aber bei weitem nicht so klimaschonend wie der Einsatz von Erneuerbaren Energien. Regional sind die Investitionen dieses Erneuerbare-Energie-Fonds sehr breit gestreut. Am stärksten hat er mit 18 Prozent in US-Aktien investiert, es folgen Wertpapiere aus Taiwan mit 17 Prozent und aus Brasilien mit rund zehn Prozent.


Wie auch bei anderen SAM-Nachhaltigkeitsfonds erfolgt die Titelauswahl beim SAM Smart Energy Fund Best nach dem so genannten Best-in-Class-Ansatz. Hierbei werden aus einzelnen Branchen die Emittenten mit der besten Nachhaltigkeitsleistung ausgewählt. Bei der Beurteilung werden ökologische und soziale Aspekte wie Ressourceneffizienz, Klimabelastung, Corporate Governance oder Transparenz berücksichtigt. Ausschlusskriterien sind Verstöße gegen Menschenrechte und Geschäfte mit Tabak oder mit ABC-Waffen, Landminen und Streumunition. Die Nachhaltigkeitsanalysen erstellt SAM selbst. Das Unternehmen aus Zürich hat gemeinsam mit Dow Jones den bekannten Nachhaltigkeitsindex Dow Jones Sustainability Index (DJSI) auf den Markt gebracht und verfügt daher über umfangreiche Daten zur Nachhaltigkeitsleistung internationaler Aktienunternehmen.


Die 10 besten Erneuerbare-Energie-Fonds im Dezember 2011



Erneuerbare Energiefonds


Erneuerbare-Energie-Fonds investieren in Aktien. Sie unterscheiden sich von breit investierenden nachhaltigen Aktienfonds vor allem dadurch, dass es bei ihnen rein um das Thema Energie geht. Ethische, soziale oder ökologische Kriterien spielen eine geringere Rolle. Die Erneuerbare-Energie-Fonds gelten trotzdem als nachhaltig, weil sie sich auf Unternehmen konzentrieren, die Lösungen für bestimmte Umweltprobleme anbieten, etwa eine klimaschonende Energieversorgung. Dazu gehören Solar-, Windkraft und sonstige Erneuerbare-Energie-Technologien, Speicher, Elektromobilität, auch Biotreibstoffe, Stromleitungen und anderes. Gemein ist solchen Fonds, dass sie durch diese Konzentration auf Branchen mit großen Chancen auch höhere Risiken eingehen.

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