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Nachhaltigkeitsfonds & Zertifikate 07.02.2012

Die besten nachhaltigen Aktienfonds im Januar: Wertzuwächse auf breiter Front

Nach einem schwachen Vorjahr sind die in Deutschland zugelassenen nachhaltigen Aktienfonds stark ins Jahr 2012 gestartet. Fast alle erreichten im Januar einen Wertzuwachs. Nur drei Produkte schlossen den Monat mit einem leichten Minus ab. Dagegen gewann mehr als die Hälfte der 153 nachhaltigen Aktienfonds in unserer Datenbank ECOfondsreporter über fünf Prozent an Wert. Die besten zehn legten mindestens knapp zweistellig zu.

Fonds des Monats wurde der Sunares - Sustainable Natural Resources der Luxemburger Kapitalanlagegesellschaft (KAG) HSBC Trinkaus Investment Managers S.A. mit einem Wertzuwachs von über 18 Prozent. Der Fonds ist seit vier Jahren auf dem deutschen Markt und verfügt über ein Anlagevolumen von rund 28 Millionen Euro. Er wird von den Anlageberatern Rometsch & Moorr Ltd. aus London und Sutterlüty Investment Management GmbH aus Österreich gemanagt, namentlich von zwei Personen: Colin Moor und Udo Sutterlüty. Die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt 1,85 Prozent.


Sunares steht für SUstainable NAtural RESources, der Fonds investiert folgerichtig überwiegend in Aktien aus dem Rohstoffsektor. „Wir setzen auf Aktien von Unternehmen mit Bezug zu den Elementen Erde und Wasser“, erläutert Fondsmanager Udo Sutterlüty auf Anfrage von ECOreporter.de. Hintergrund sei die Ausrichtung nach den Prinzipien von Ying und Yang in der asiatischen Philosophie, die auf einem Gegensatz dieser beiden Prinzipien basiert. Die Elemente Erde und Wasser stünden für das Yin-Prinzip, die Elemente Feuer und Luft für das Prinzip Yang. “Der Sunares meidet den Bereich des Yang“, so Sutterlüty. Das bedeute zum Beispiel, dass Aktien aus dem Finanzsektor, der das Element Luft repräsentiere, für das Fondsmanagement nicht in Frage kämen. Seit der Aufgabe des Gold-Standards in den 1970er Jahren sei dieser Sektor zu einem Luft-System mutiert und er trage über den Zufluss von Finanzmitteln wesentlich zu kriegerischen Auseinandersetzungen bei.


Ebenfalls tabu für den Sunares sind Aktien von Unternehmen, die das Fondsmanagement dem Element Feuer zuordnet. Dazu zählen laut Sutterlüty etwa Aktien von Autobauern, vor allem aber Wertpapiere von Firmen aus dem Rüstungssektor. Dazu gehören aber auch wichtige Dienstleister von Militär und Rüstungsfirmen wie der US-amerikanische IT-Riese IBM. „Der Sunares ist in erster Linie ein Antikriegsfonds“, betont der Fondsmanager.


Das aktuelle Portfolio des Sunares - Sustainable Natural Resources ist nur gering auf das Yin-Element Wasser ausgerichtet und dafür umso starker auf das Element Erde. Für einen Nachhaltigkeitsfonds ungewöhnlich ist der hohe Anteil an Investments in die Bereiche Gold und Silber, die jeweils auf rund 30 Prozent kommen. Dabei ist der Abbau dieser Metalle mit einer enormen Umweltbelastung verbunden und die Arbeitsbedingungen sind in vielen Minen kaum mit dem Anspruch an sozialer Nachhaltigkeit zu vereinbaren. Zu einem geringen Anteil setzt das Fondsmanagement auch auf Aktien von Unternehmen, die Uran abbauen und von Unternehmen, die Erdöl produzieren, mitunter gar durch den besonders umweltschädlichen Abbau von Ölsanden. Regional liegt der Fokus des Portfolios mit rund 70 Prozent auf Nordamerika. Ein herkömmliches Nachhaltigkeitsrating findet bei dem Fonds nicht statt, wie Sutterlüty erklärt. Das Fondsmanagement bewerte selbst die Nachhaltigkeit der Investments. Er räumt ein, dass der Rohstoffsektor große Nachhaltigkeitsprobleme birgt. Das Fondsmanagement investiere auf Basis des übergeordneten Yin-Ansatzes dennoch in diesen Sektor, bevorzuge dabei aber Titel von den Akteuren, die in Sachen Umwelt und Soziales die besten Standards aufweisen.


Auch der mit einem Plus von knapp 13 Prozent zweitbeste nachhaltige Aktienfonds des Januar hat einen starken Anlagefokus auf einen bestimmten Sektor. Zu rund 60 Prozent seines Fondsvermögens von 45 Millionen Euro ist der von TBF Global Asset Management verwaltete 4Q-Smart Power auf den Bereich smart grid ausgerichtet, also auf Akteure im Bereich der intelligenten Leitungsnetze. Dabei beachtet das Fondsmanagement Nachhaltigkeitsaspekte bei der Investmententscheidung. Diese seien aber kein ausschließliches Investmentkriterium, wie Axel Berberich von der Anbieterin Signal Iduna Asset Management erläutert. Die Top-Positionen im Portfolio des 4Q-Smart Power belegen zum Beispiel Aktien von Technologiekonzernen wie ABB der Schneider Electric. Der regionale Schwerpunkt liegt mit rund 50 Prozent auf den USA. Die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt 1,60 Prozent.


Die Reihenfolge der besten nachhaltigen Aktienfonds im Januar

Name

ISIN

Kurs
in EUR

Entwicklung
im Januar
in %

 

SUNARES - Sustainable Natural Resources

LU0344810915

108,24

18,04

 

4Q-Smart Power

DE000A0RHHC8

45,74

12,94

 

Espa Vinis Stock Europe Emerging

AT0000A0AUJ9

71,63

12,68

 

Bank Invest (BI) SICAV Global Emerging Markets Equities SRI R

LU0304976607

104,29

11,29

 

UBS (Lux) Equity Sicav - Emerging Markets Innovators

LU0346595837

57,43

11,03

 

Sarasin Sustainable Equity - Global Emerging Markets

LU0485309743

71,55

10,99

 

Nordea- Climate and Environment Equity Fund

LU0348926287

7,91

10,32

 

SAM Smart Materials Fund

LU0199357012

158,36

10,09

 

Craton Capital Renewable. Alternative and Sustainable Resources Fund

LI0043890891

79,47

9,81

 

BayernInvest Aktien Sustainable Value Europa

DE000A0DQCF3

8537,51

9,70

 

   

ECOreporter untersucht den Markt der nachhaltigen Geldanlage seit 1997 kontinuierlich. Zu den von uns erhobenen Fonds zählen Aktien-, Renten-, Misch- und Dachfonds, Mikrofinanzfonds und ETFs. Als wir 1997 diese Daten erstmals ermittelten, gab es nur zwölf nachhaltige Fonds mit insgesamt lediglich 220 Millionen Euro Volumen. Ende 2011 belief sich das Volumen der rund 290 nachhaltigen Fonds in Deutschland auf insgesamt 28,1 Milliarden Euro. Unsere Daten zur Wertentwicklung der Fonds stammen in der Regel von den Fondsbörsen.

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