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Meldungen 19.03.2017

EnviTec Biogas AG: Erhöhte Wirtschaftlichkeit per Flexibilisierung

Die EnviTec Biogas AG aus Lohne in Niedersachsen informiert über die Flexibilisierung von Biogasanlagen. Wir veröffentlichen ihre Mitteilung dazu im Wortlaut.

Die untenstehende Meldung ist eine Original-Meldung des Unternehmens. Sie ist nicht von der ECOreporter.de-Redaktion bearbeitet. Die presserechtliche Verantwortlichkeit liegt bei dem meldenden Unternehmen.

Lohne – Das nördlichste Dorf Nordrhein-Westfalens setzt Maßstäbe in Sachen Flexibilisierung. Mit dem Zubau zweier Blockheizkraftwerke (BHKW) von GE Jenbacher investieren die Betreiber der Bioenergie Preußisch Ströhen, im Landkreis Minden-Lübbecke, in die Zukunft ihrer Biogasanlage. Die zwei mal 500 kW-starke Standardanlage kann nun im saisonalen Betrieb gefahren werden. „Dadurch ist beispielsweise ein gesteigerter Wärmeverkauf in der kalten Jahreszeit möglich“, erklärt Gerd Meemken, Vertriebsexperte der EnviTec Service GmbH & Co KG.

Die Anlage wurde mit je einem 901 kW-starken BHKW aufgerüstet. „Durch die Verwendung der 4er-Reihe von GE Jenbacher hat die Anlage einen noch besseren Wirkungsgrad“, schwärmt Meemken, zudem weise die Anlage ein perfektes Start- und Stoppverhalten durch den Einsatz des von GE entwickelten TecJet-Verfahrens auf. „Gerade flexibilisierte Anlagen müssen im Anfahren und Anhalten der Anlage reibungslos funktionieren“, sagt Meemken.

Biogasanlagenbetreiber wie Hermann Strathmann von der Bioenergie Preußisch Ströhen sind mit ihren flexibilisierten Anlagen auch nach Ablauf der EEG-Vergütung bestens gerüstet, denn „Flex-Anlagen wie die Bioenergie Preußisch Ströhen können im Unterschied zu Wind- und Solarkraft bedarfsgerecht und zeitgenau Strom erzeugen, was sie interessant macht für Netzbetreiber“, erklärt auch EnviTec-Vertriebsleiter Jan Meistermann. Vom Gesetzgeber geschaffene Prämien setzen genau an diesem Punkt an: nur wer seine BHKW-Leistung flexibilisiert und die Erzeugung von grünem Strom am Bedarf ausrichtet, bleibt unabhängig und kann ein Plus erwirtschaften.
 
Durch den Ausbau der Regenerativen wächst die Nachfrage an schnell regelbaren Stromerzeugungsanlagen, deren Einspeisung sich am Bedarf orientiert. Eine flexible Anlagentechnik stelle daher, so Meistermann, für Anlagenbetreiber einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar. Die Flexibilisierung erfolgt zumeist über eine Leistungssteigerung eines BHKW und Schaffung von mehr Gasspeichervolumen“, erklärt Jan Meistermann weiter. Ob das durch den Zubau eines BHKW oder den Austausch eines alten BHKW gegen ein neues mit höherer Leistung geschieht, wird – je nach Anlage – individuell entschieden.

„Einen Fokus legen wir bei EnviTec Biogas aber auch auf die zunehmende Nutzung von Wärme “, sagt Jan Meistermann. Laut Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen entfallen rund zwei Drittel des Endenergiebedarfs in Industrie und Gewerbe in Deutschland auf die Bereitstellung von Prozesswärme. Der überwiegende Teil der Prozesswärme verlässt die Produktion allerdings ungenutzt. Schätzungsweise könnten in Niedersachsen ca. 20 Prozent des theoretischen Abwärmepotenzials wirtschaftlich nutzbar gemacht werden, so die Agentur des Landes weiter.

„Genau an diesem Punkt setzen wir mit unserem Behälterbau für Wärmespeicher ein“, sagt Meistermann. Ein extra stark gedämmter und versiegelter Spannbetonbehälter mitsamt technischer Ausstattung, hilft dabei, Prozesswärme als nahhaltige Energieversorgung einzusetzen und vor allem speicherbar zu machen. Damit erhöht sich die Wirtschaftlichkeit, denn die Energiekosten lassen sich durch diesen Schritt deutlich senken. „Zudem sind Zusatzerlöse durch den Verkauf von überschüssiger Energie möglich“, ergänzt Meistermann. Schöner weiterer Nebeneffekt: die Nutzung von Prozesswärme macht sich positiv in der Energiebilanz bemerkbar und trägt damit zu einem nicht unerheblichen Imagegewinn durch nachhaltige Energieversorgung bei. Wer also seine Anlage durch den Zubau eines größeren Blockheizkraftwerkes fit macht für die Zukunft muss zwar geringere Laufzeiten in Kauf nehmen, in denen kein Strom produziert werden kann, profitiert aber dann mit seinem Wärmekonzept durch einen intelligenten Wärmespeicher. Bislang hat EnviTec insgesamt fünf Biogasanlagen flexibilisiert, darunter eine Anlage, die im Eigenbetrieb des Unternehmens läuft. „Aktuell beraten wir aber rund zehn weitere Bestandsanlagenbetreiber rund um mögliche Flexibilisierungspakete“, sagt Jan Meistermann.

Über die EnviTec Biogas AG
Die EnviTec Biogas AG deckt die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab: Dazu gehören die Planung und der schlüsselfertige Bau von Biogasanlagen und Biogasaufbereitungsanlagen ebenso wie deren Inbetriebnahme. Das Unternehmen übernimmt bei Bedarf den biologischen und technischen Service und bietet außerdem das gesamte Anlagenmanagement sowie die Betriebsführung an. Daneben betreibt EnviTec auch eigene Biogasanlagen. 2011 hat EnviTec Biogas mit der EnviTec Energy GmbH & Co. KG und deren hundertprozentigen Tochter EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG das Geschäftsfeld um die direkte Vermarktung von aufbereitetem Biomethan sowie die Grünstrom- und Regelenergievermarktung erweitert. Die EnviTec Biogas AG ist inzwischen weltweit in 17 mit eigenen Gesellschaften, Vertriebsbüros, strategischen Kooperationen und Joint Ventures vertreten. Im Jahr 2015 erzielte EnviTec einen Umsatz von 174,9 Mio. Euro und ein EBIT von 3,4 Mio. Euro. Insgesamt beschäftigt die EnviTec-Gruppe derzeit gut 390 Mitarbeiter. Seit Juli 2007 ist EnviTec Biogas an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.


Kontakt:
Katrin Hackfort
EnviTec Biogas AG
Tel: +49 25 74 88 88 - 810
E-Mail: k.hackfort@envitec-biogas.de

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