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Nachhaltige Aktien 29.03.2012

Ergebniseinbruch bei SMA Solar bringt Aktie unter Druck – Analyst skeptisch

Eine deutlich schwächere Bilanz als im Vorjahr hat der Wechselrichterhersteller SMA Solar Technology AG für 2011 vorgelegt. Demnach hat sich der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf Jahressicht mehr als halbiert: Im Rekordjahr 2010 hatte das Unternehmen aus Niestetal bei Kassel 516 Millionen Euro EBIT erzielt. 2011 waren es nur noch 240 Millionen Euro. Der Jahresumsatz sank um 11,8 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Der SMA-Vorstand wies darauf hin, dass es sich trotz des massiven Gewinnrückgangs um das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte handele. Daher habe die Unternehmensspitze beschlossen, der Hauptversammlung für das vergangene Geschäftsjahr 1,30 Euro Dividende vorzuschlagen.


„Trotz der gestiegenen gesellschaftlichen Unterstützung für die Photovoltaik hat sich 2011 das rasante Nachfragewachstum der vergangenen Jahre nicht fortgesetzt“, hieß es zur Bilanzentwicklung. Allerdings sei der starke Nachfragerückgang bei Wechselrichtern für Dachanlagen zum Teil durch Großprojekte kompensiert worden. Außerdem habe das Auslandsgeschäft vor allem in Südeuropa, Nordamerika und in Indien positiv auf die Jahresbilanz ausgewirkt. Insgesamt steigerte SMA den Auslandsanteil seiner Geschäfte um 7,5 Prozent auf 53,6 Prozent.  Eigenen Schätzungen zufolge blieb SMA in 2011 mit 33 Prozent Weltmarktanteil weltweiter Marktführer im Bereich Wechselrichter.


An seiner Prognose für 2012 (ECOreporter.deOpens external link in new windowberichtete) hält der Konzernvorstand fest. Demnach rechnet er weiterhin mit einem Umsatz von 1,2 Milliarden Euro bis 1,5 Milliarden Euro und einer EBIT-Marge zwischen 5 Prozent und 10 Prozent. „Aktuell verzeichnen wir eine starke Nachfrage im Bereich der Aufdachanlagen. Wir gehen davon aus, dass diese auf die große Verunsicherung zurückzuführen ist, die die geplanten massiven Solarförderkürzungen in Deutschland hervorgerufen haben. Im Projektgeschäft in Deutschland ist die Nachfrage dagegen bereits stark zurückgegangen, da Anlagen ab einer Größe von 10 Megawatt in Deutschland überhaupt nicht mehr gefördert werden sollen und die Planungsphase hier deutlich länger dauert“, erklärte Vorstandchef Pierre-Pascal Urbon.  „Die Entwicklung der Nachfrage im weiteren Jahresverlauf ist vor dem Hintergrund der aktuellen unsicheren Situation, auch hinsichtlich massiver Veränderungen in anderen europäischen Märkten, kaum abzusehen“, fuhr er fort.


Die SMA-Aktie gab nach Bekanntgabe der Jahreszahlen um 3,3 Prozent nach. Im Xetra der Deutschen Börse notierte sie um 10:52 bei 35,85 Euro. Damit lag sie zwar knapp 8,8 Prozent über ihrem Kursniveau von vergangener Woche. Dennoch war sie damit 5,9 Prozent billiger als vor einem Monat und 56,2 Prozent unter ihrem Preis vor einem Jahr.


Julien Desmaretz, Analyst von Bryan Garnier & Co. sieht die SMA-Aktie mit gemischten Gefühlen. Seiner Einschätzung nach ist die Marktentwicklung für die SMA Technology AG in nächster Zeit „von großen Unsicherheiten geprägt", zumal unter anderem auch im wichtigen Photovoltaik-Markt Italien weitere Änderungen im Einspeisetarifsystem für Sonnenstrom anstünden. Desmaretz geht deshalb aktuell davon aus, dass sich die Aktie voerst nicht an Wert gewinnen wird.

SMA Solar Technology: ISIN DE000A0DJ6J9 / WKN A0DJ6J

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