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Erneuerbare Energie 19.01.2009

„Es ergeben sich ideale Einstiegskonditionen“ – Risikokapital-Investoren nutzen die Krise für Zukäufe im Bereich Erneuerbare Energien

Durch die internationale Finanzkrise stehen auch die Märkte für Erneuerbare Energien unter Druck. Vor dem Hintergrund einer neuen Bankpolitik befürchten Marktteilnehmer wachsende Schwierigkeiten bei Projektfinanzierungen. Welche Auswirkungen hat dies auf das Beteiligungsverhalten von Venture Capital und Private Equity Investoren? ECOreporter.de sprach darüber mit Götz Hoyer, Geschäftsführer des Münchener Investment Consultants Fleischhauer, Hoyer & Partner (FHP) und Dr. Alexander Rohde, Pressesprecher des Schweizer Technologieinvestors Good Energies.

Zellsortierer bei der Thalheimer Q-Cells SE. Good Energies ist Großaktionär bei dem TecDAX-Unternehmen. / Quelle: Q-Cells


Götz Hoyer sieht die Krise an den Märkten als Chance für professionelle Investoren. Die Finanzkrise habe vor allem dazu geführt, dass die Unternehmensbewertungen drastisch gefallen seien und wohl auch noch weiter zurück gehen würden, so Hoyer. Für Investoren heiße das, dass die Einkaufpreise sinken und sich ideale Einstiegskonditionen ergeben. Und weiter: „Die Historie zeigt, dass genau aus diesem Grund die erfolgreichsten Private-Equity-Fonds in Krisenzeiten aufgelegt wurden. Auf der anderen Seite ist es derzeit kaum möglich Beteiligungen, beispielsweise über die Börse, zu attraktiven Preisen zu veräußern. Nachdem Venture-Capital-Investoren aber langfristig anlegen, stellt das aktuelle Kapitalmarktumfeld kein akutes Problem dar. Investoren hingegen, die bereits ihre Fonds investiert haben, müssen ihre Portfolio-Unternehmen gegebenenfalls selbst weiterfinanzieren und die schwierige Lage an den Märkten aussitzen.“  

Zu den Investoren, die aktuell zukaufen, zählt laut Alexander Rohde auch die Good Energies. Man sei „gerade in diesen Tagen dabei weitere Investitionen zu tätigen und werde das auch weiterhin tun“, erklärt der Sprecher im Gespräch mit ECOreporter.de. Rohde sieht auch den niedrigen Ölpreis nicht als Hindernis für weitere Engagements seines Unternehmens in der Erneuerbare-Energien-Branche: „Wir investieren in Solar- und Wind, also Technologien, welche vor allem für die Stromproduktion Verwendung finden. Die entsprechenden Werte korrelieren daher nur gering direkt mit dem Ölpreis.“


Auch Hoyer verneint einen negativen Einfluss geringer Ölpreise. Der Experte erklärt, dass Öl basierende Produkte zu 70 Prozent im Transportsektor eingesetzt würden. Erneuerbare Energien gingen nur zu neun Prozent in diesen Bereich, würden aber zu 51 Prozent für die Erzeugung elektrischer Energie verwendet. In der Stromerzeugung spiele Öl mit zwei Prozent nur eine marginale Rolle. Hoyer: „Die Überschneidungsbereiche zwischen beiden Energiequellen sind also gering. Ein Preiswettbewerb besteht effektiv nicht. Für die Entwicklung Erneuerbarer Energien sind in erster Linie die politischen Maßnahmen gegen den Kampf der Erderwärmung wichtig. Diese wurden in den letzten Monaten, nicht zuletzt durch die weltweiten Konjunkturprogramme, noch weiter verstärkt.“

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