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Meldungen 11.12.2008

EVN AG: Jahresergebnis 2007/08

 

Die untenstehende Meldung ist eine Original-Meldung des Unternehmens. Sie ist nicht von der ECOreporter.de-Redaktion bearbeitet. Die presserechtliche Verantwortlichkeit liegt bei dem meldenden Unternehmen.

(1. Oktober 2007 – 30. September 2008)> Witterungsbedingter Absatz- und Umsatzanstieg im Energiebereich,    Umsatzrückgang im Umweltbereich> Mehrheitsbeteiligung an der Rohöl-Aufsuchung AG> Erstmaliger Einbezug des zweitgrößten bulgarischen Fernwärmeversorgers   in Plovdiv> Abschluss der Verhandlungen über eine Konzession zur Errichtung von  drei Wasserkraftwerken am Fluss Devoll in Albanien> Erwerb von 49 % an der Fernwärme St. Pölten GmbH> Markteintritt in Montenegro im Umweltbereich> Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und Aktiensplit per   17. April 2008 im Verhältnis von 1:4.> Start eines Aktienrückkaufprogramms per 24. Juli 2008

 


 
                                 2007/08        Veränderung
                                 Mio EUR        in %
Umsatzerlöse                     2.397,0        +7,3
EBITDA                             362,3        +3,3
Operatives Ergebnis (EBIT)         166,6        -15,6
Konzernergebnis                    186,9        -17,7


Das energiewirtschaftliche Umfeld im Geschäftsjahr 2007/08 (1. Oktober 2007 – 30. September 2008) war gegenüber der Vergleichsperiode von tieferen Temperaturen, steigenden Stromgroßhandels- und Primärenergiepreisen und einem stabilen konjunkturellen Umfeld in Österreich sowie einer dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung in Südosteuropa geprägt.


Anstieg der Umsatzerlöse im Segment Energie, Umsatzverringerung im Segment Umwelt


Unter diesen Rahmenbedingungen konnte die EVN die Umsatzerlöse um 7,3 % auf 2.397,0 Mio EUR verbessern. Im Segment Energie wurde aufgrund der kälteren Temperaturen im Vergleich zur Vorjahresperiode eine Umsatzerhöhung um 12,9 % auf 2.182,3 Mio EUR realisiert. Das Segment Umwelt, welches projektspezifischen Schwankungen unterliegt, wies einen Umsatzrückgang von 32,9 % auf 184,6 Mio EUR aus. Der insgesamt im Ausland generierte Umsatz stieg von 833,0 Mio EUR auf 875,7 Mio EUR, was einem Anteil von 36,5 % entspricht.


Aufgrund des massiven Anstiegs der Aufwendungen für Strombezug und Primärenergie sowie der höheren Personal- und Abschreibungsaufwendungen fiel das operative Ergebnis (EBIT) um 15,6 % auf 166,6 Mio EUR. Nach einem geringeren Finanzergebnis und einer Reduktion des Ertragsteueraufwandes errechnet sich ein Konzernergebnis von 186,9 Mio EUR, welches um 17,7 % unter dem Vorjahresniveau liegt. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,14 EUR gegenüber dem Vorjahreswert von 1,39 EUR (infolge des Aktiensplits im Verhältnis 1:4 angepasst).


 
Anstieg der Primärenergie- und Strommarktpreise, steigende Effizienz dank erfolgreicher Restrukturierung in Südosteuropa


Der massive Anstieg der Primärenergie- und Strommarktpreise sowie höhere Bezugsmengen haben zu einem starken Anstieg von 17,0 % auf 1.375,8 Mio EUR bei der Aufwandsposition Fremdstrombezug und Energieträger geführt. Beim Material- und Betriebsaufwand war hingegen ein Rückgang zu verzeichnen, der in erster Linie auf geringere Volumina im Projektgeschäft des Umweltsegments zurückzuführen war.


Die EVN weist für das Geschäftsjahr 2007/08 – trotz eines Anstiegs der Mitarbeiter in Österreich und des erstmaligen Einbezugs des bulgarischen Fernwärmeversorgers TEZ Plovdiv – mit 9.342 Mitarbeitern einen verglichen mit dem Vorjahr um 2,0 % geringeren Personalstand aus. Der Hauptgrund für diese Entwicklung liegt in der fortgeführten Restrukturierung in Bulgarien und Mazedonien. Die Personalaufwendungen erhöhten sich jedoch aufgrund der steigenden Mitarbeiterzahl in Österreich und stärkerer kollektivvertraglicher Gehaltserhöhungen um 5,4 % auf 304,4 Mio EUR. Per Saldo erhöhte sich das EBITDA um 3,3 % auf 362,3 Mio EUR.

Einmaleffekte im Abschreibungsbereich, Rückgang im operativen Ergebnis (EBIT)

Die Abschreibungen nahmen gegenüber dem Vorjahr in Summe um 27,6 % auf 195,7 Mio EUR zu. Neben den durch laufende Investitionen gestiegenen planmäßigen Abschreibungen war dafür auch das außerplanmäßige Ergebnis der Werthaltigkeitsprüfungen verantwortlich. Dabei stand dem positiven – vorwiegend aus Zuschreibungen bei Kraftwerken bedingten – Vorjahreseffekt von +22,1 Mio EUR heuer ein negativer Ergebnisbeitrag von –12,0 Mio EUR gegenüber. Dieser resultierte in erster Linie aus Wertminderungen im Verteilnetz in Bulgarien, die aufgrund nachteiliger regulatorischer Rahmenbedingungen erforderlich waren. Aufgrund der beschriebenen Entwicklung verringerte sich das EBIT um 15,6 % auf 166,6 Mio EUR.


Finanzergebnis durch negative Entwicklung auf den Finanzmärkten belastet

Der Beitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen sowie das Ergebnis aus anderen Beteiligungen führten insgesamt zu einem Anstieg des Beteiligungsergebnisses um 7,9 % auf 137,0 Mio EUR. Dem steht ein deutlicher Rückgang im Zins- und sonstigen Finanzergebnis von –31,3 Mio EUR auf –68,2 Mio EUR gegenüber. Der darin enthaltene Anstieg der Zinserträge konnte zwar den durch die gestiegenen langfristigen Finanzverbindlichkeiten höheren Zinsaufwand mehr als kompensieren, nicht jedoch die Entwicklung im sonstigen Finanzergebnis. Bei dieser Position konnte sich die EVN der weltweit negativen Entwicklung auf den Finanzmärkten nicht entziehen. Marktwertbedingte Kursänderungen der Investmentfonds, die zur Wertpapierdeckung der Personalrückstellungen gesetzlich vorgeschrieben sind, und der Wertpapiere aus der Veranlagung der kurzfristigen Liquidität belasteten das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres, wodurch sich das Finanzergebnis der EVN Gruppe per Saldo um 23,6 % auf 68,9 Mio EUR verminderte.


Konzernergebnis unter Vorjahresniveau

Unter Berücksichtigung der Entwicklung des Finanzergebnisses reduzierte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um 18,1 % auf 235,5 Mio EUR. Die Ertragsteuern lagen wegen des niedrigeren Ergebnisses sowie des höheren Anteils steuerfreier Beteiligungserträge mit 5,6 Mio EUR um 22,8 Mio EUR unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang im Ergebnis nach Ertragsteuern fiel deshalb um 11,2 % auf 229,8 Mio EUR moderater aus. Der Ergebnisanteil anderer Gesellschafter stieg um 34,3 % auf 42,9 Mio EUR. Das Konzernergebnis lag mit 186,9 Mio EUR um 17,7 % unter dem Niveau des Vorjahres.


Dividendenvorschlag

Die Dividendenpolitik der EVN orientiert sich an einer nachhaltigen Entwicklung. In diesem Sinn wird der Vorstand der Hauptversammlung – trotz des Ergebnisrückganges – für das Geschäftsjahr 2007/08 eine im Wesentlichen un-veränderte Dividende von 0,37 EUR je Aktie vorschlagen.


Meilensteine im Geschäftsjahr 2007/08 für weiteres Wachstum

Am Heimmarkt konnte die EVN ihr breit angelegtes Energie- und Klimaschutzprojekt, das sich in mehrere Teilprojekte gliedert, zügig fortsetzen. Die Bauarbeiten zur Errichtung der Linie 3 der thermischen Abfallverwertungsanlage verliefen im Berichtsjahr plangemäß; die Gesamtverbrennungskapazität wird auf 500.000 Tonnen jährlich gesteigert, die Fertigstellung ist für 2009 geplant. Als Teil der Fernwärmekooperation mit der Stadt St. Pölten erfolgte der Spatenstich für die 31 km lange Fernwärmetransportleitung von Dürnrohr nach St. Pölten, durch die ab der Heizsaison 2009/10 rund zwei Drittel der in St. Pölten benötigten Fernwärme angeliefert werden wird. Nach der kartell-rechtlichen Genehmigung wurden die Fernwärmeaktivitäten aus den St. Pöltener Stadtwerken in die Fernwärme St. Pölten GmbH ausgegliedert, an der die EVN 49 % erwarb. Weiters unterzeichnete die EVN einen Kooperationsvertrag mit der Stadtgemeinde Amstetten, mit dem Ziel, in den nächsten Jahren weitere Fernwärmeprojekte auf Basis erneuerbarer Energie im Gebiet von Amstetten zu realisieren.


Einen weiteren Fortschritt in der vertikalen Integration verzeichnete die EVN mit der Aufstockung der indirekten Beteiligung an der Rohöl-Aufsuchungs AG (RAG) auf 50,03 %.


Im Geschäftsjahr 2007/08 wurde die Akquisition des zweitgrößten bulgarischen Fernwärmeversorgers TEZ Plovdiv mit seinen rund 40.000 Fernwärmekunden abgeschlossen. Voran schreiten auch die Bauarbeiten des Steinkohlekraftwerks im deutschen Duisburg-Walsum, das die EVN in Kooperation mit der Evonik Steag GmbH realisiert. In Albanien wurde die EVN nach intensiver Vorarbeit im Jänner 2008 im Rahmen einer internationalen Ausschreibung für den Erhalt einer Konzession zur Errichtung von drei Spitzenlast-Speicherkraftwerken am Fluss Devoll als bevorzugter Bieter ausgewählt; die Verhandlungen sind abgeschlossen. Die Unterfertigung eines Konzessionsvertrags ist in Kürze zu erwarten. Das Projekt wird in einem 50%-Joint-venture mit einem international renommierten Partner realisiert.


Im Bereich Umwelt konnte die WTE jeweils zwei neue Projekte in Polen und Litauen gewinnen. Im Berichtszeitraum konnte WTE auch durch den Bau einer Meerwasserentsalzungsanlage in Budva, Montenegro, einen neuen Markt betreten.


Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2008/09 rechnet die EVN grundsätzlich mit einem Anstieg der Umsatzerlöse. Das operative Ergebnis sollte ebenfalls verbessert werden können, wenngleich aus heutiger Sicht nicht das Niveau des Rekordjahres 2006/07 erreicht werden wird. Bei einer Stabilisierung des Geld- und Kapitalmarkts wird ein leicht verbessertes Finanzergebnis erwartet, womit in Summe das Konzernergebnis über jenem des Geschäftsjahres 2007/08 liegen würde. Aufgrund der rezessiven Wirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise kann das Ergebnis unter die Erwartung zu liegen kommen. Eine Fortsetzung der attraktiven Dividendenpolitik wird in Abstimmung mit dem wertorientierten Wachstumskurs angestrebt.

Den vollständigen Geschäftsbericht 2007/08 finden Sie unterwww.investor.evn.at.



EVN AG
Leiter Information und Kommunikation
EVN Konzern

Mag. Stefan Zach
EVN Platz
2344 Maria Enzersdorf
Tel.: 02236 200-122 94
Fax: 02236 200-822 94
Mobil: 0676 810 32 294
stefan.zach@evn.at
www.evn.at

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