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Direktbeteiligungen 20.05.2008

Geld für Geist - Interview zum Deutsche Bildung Studienfonds I

Wenn es um den „weichen“ Standortfaktor Bildung geht, dann ist Deutschland, gemessen zumindest an den letzten Ergebnissen der PISA-Studie, ein Härtefall. Und investieren in Bildung – auch finanziell - lohnend. ECOreporter.de fragte dazu Dr. Frank Steinmetz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bildung Capital GmbH. Sie vertreibt den geschlossenen Fonds „Deutsche Bildung Studienfonds I“.

Dr. Frank Steinmetz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bildung Capital GmbH. Sie vertreibt den geschlossenen Fonds „Deutsche Bildung Studienfonds I“. / Quelle: Unternehmen

ECOreporter.de: Warum ist der Rohstoff Bildung eine interessante Investmentmöglichkeit?
Dr. Frank Steinmetz:Die Investition in Bildung eignet sich selbst für bereits breit investierte Anleger gut zur Portfoliobeimischung. Studienfonds sind eine krisensichere Anlagemöglichkeit mit einem attraktiven Chancen-Risikoprofil. Die geringe Arbeitslosigkeit von Akademikern ist für Investoren gleichbedeutend mit geringen Anlagerisiken. Gleichzeitig bietet diese Assetklasse einen natürlichen Inflationsschutz, da sich die Gehälter von Akademikern langfristig mit der Preissteigerung einer Volkswirtschaft entwickeln.

ECOreporter.de: Wie funktioniert ein Investment in einen Studienfonds?
Steinmetz:Anleger beteiligen sich über Studienfonds an der Finanzierung und Förderung von Jungakademikern. Das kann während des Studiums sein, im Verlauf eines MBA-Programms oder eines Auslandsaufenthaltes. Nach erfolgreichem Berufsstart beginnt für die Geförderten die Rückzahlung. Die bemisst sich prozentual an der Höhe des jeweiligen individuellen Bruttoeinkommens. Sie wird wie die Rückzahlungsdauer vorab vertraglich festgelegt. Wir begleiten die Geförderten während des Studiums sowie in den ersten Berufsjahren. Damit wollen wir den Geförderten zu einem erfolgreichen Studium und einer positiven Karriereentwicklung verhelfen.

ECOreporter.de: Was unterscheidet Investments in Bildung von solchen in materielle Rohstoffe?
Steinmetz:Mit Studienfonds investieren Anleger in die nächste Generation Akademiker, also in den attraktivsten Teil des Arbeitsmarktes. Gleichzeitig leisten sie einen Beitrag zur Förderung der Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland; es ist ein gesellschaftlich sinnvolles Investment. Im Übrigen machen durchschnittlich zehn Geförderte der Deutschen Bildung einen Vollzeitarbeitsplatz im Niedriglohn-Segment frei, der sonst durch jobbende Studierende belegt wäre.

ECOreporter.de: Wieso korrelieren Investments in Bildung nicht mit anderen Assetklassen?
Steinmetz:Die Rendite von Studienfonds bestimmt sich durch die Einkommen der zukünftigen Akademiker. Die schwanken nicht mit Aktien- oder Rentenkursen. Es besteht auch nicht die Gefahr eines Zusammenbruchs wie bei Hedgefonds, da Studienfonds nicht mit Fremdkapital gehebelt sind.

ECOreporter.de: Wo liegen die Risiken bei der Anlage in Bildung?
Steinmetz:Die Portfoliosteuerung unter den Studierenden erfolgt ausgewogen nach Studienfach und -ort, Hochschulart, zukünftigem Beruf und Semesterzahl. Mit dieser Ausrichtung erreicht zum Beispiel der Deutsche Bildung Studienfonds I eine Streuung auf über 3.000 Einzelrisiken, die das Gesamtrisiko des Portfolios deutlich reduzieren.

ECOreporter.de: Wie wählen Sie die Studierenden aus, die der Fonds fördert?

Steinmetz:Grundsätzlich fördern wir nur die Studierenden, die ihre Entwicklung aktiv und zielgerichtet gestalten wollen. Die Auswahl der Studierenden erfolgt nach strengen, wissenschaftlich basierten Kriterien. In Kooperation mit dem youngworld-Institut für Begabungsanalyse führen wir online-basierte Eignungstests durch.

ECOreporter.de: Gibt es Unterschiede im Hinblick auf Bildung für Eliten und eher durchschnittliche Leistungsniveaus?
Steinmetz:Mit Blick auf die Arbeitslosenquoten und die Einkommensentwicklungen von Akademikern ist es gerade interessant, breit zu fördern. So erschließt sich uns auch eine nennenswerte Marktgröße, die sich für Anleger positiv auswirkt. Wir möchten bewusst nicht ausschließlich Hochbegabte fördern. Ein Geburtenjahrgang hat maximal drei Prozent Hochbegabte; viele von ihnen erhalten schon finanzielle Unterstützung durch Stipendien.

ECOreporter.de: Die Anlage in Bildung: Wie lange sollte sie dauern?
Steinmetz:Uns erscheint eine Laufzeit von zwölf Jahre passend. Anleger sollten eine Investition in Bildung als langfristiges Investment betrachten. Die volle Entfaltung des Renditepotenzials bringt erst der Berufseinstieg der Geförderten.

ECOreporter.de: Wie ist die Situation in diesem Bereich in anderen Ländern?
Steinmetz:Einkommensabhängige Bildungsfinanzierung spielt in vielen anderen Ländern bereits eine große Rolle. So finanziert beispielsweise der australische Staat seine Studiengebühren mit einem ähnlichen Modell wie dem der Deutschen Bildung.
ECOreporter.de: Wir danken für das Gespräch!

ECOreporter.de: Herr Steinmetz, wir danken Ihnen für das Gespräch!

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