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Erneuerbare Energie 29.10.2013

Geothermie-Branche tritt Kritik an Erdwärme-Netzwerken endgegen

In Böblingen stehen Erdwärmebohrungen im Verdacht, wiederholt teils massive Schäden an 80 Häusern verursacht zu haben. Nun warnt der Bundesverband Geothermie davor, Geothermie-Netzwerke pauschal zu verurteilen. Im Jahresverlauf war in Böblingen in der Nähe von 19 Geothermie-Bohrlöchern die Erde aufgequollen, was zu Rissen tiefen Rissen in Hauswänden und Kellern geführt hatte. Auch um die Frage zu klären, wer für die Schäden haftet, werden die Ursachen der Erderhebung derzeit im Auftrag der lokalen Behörden untersucht. Weil allerdings nahe der betroffenen Häuser 2006 und 2008 für ein Erdwärmenetz gebohrt worden war, stehen auch diese Bohrungen im Verdacht, als Auslöser der Erderhebung in Frage zu kommen.


"Die Untersuchungen haben erst begonnen. Daher sollten wir zunächst abwarten, ob sich der Verdacht eines Zusammenhangs der Hebungen mit den ausgeführten Geothermiebohrungen erhärtet“, erklärt hierzu Waldemar Müller-Ruhe, Präsident des Bundesverbandes Geothermie, laut eines Berichts des Fachinformationsdiensts Euwid. Abgeschlossen werden soll die Ursachenforschung bis Anfang 2014.


Die Ursachen für die Hebungen seien eng mit der spezifischen Geologie der Region verbunden, so Müller-Ruhe dem Bericht zufolge weiter. Unklar sei außeredem warum es im Zusammenhang mit anderen Bohrungen in dem Gebiet, etwa für Trink- Heil- und Badewasser sowie für Braugunduntersuchungen, bislang keine vergleichbaren Schäden bekannt seien.


In Staufen ist eine Geothermiebohrung als Ursache für Erderhebungen ausgemacht worden. Seither sind nach Angaben des Branchenverbandes Qualitätssicherungsmaßnahmen für Bauarbeiten an Erdwärmesystemen beschlossen worden. „Wir haben es mit einer erprobten, sicheren Technik zu tun“, so Müller-Ruhe. Allerdings wies er dem Bericht zufolge auch darauf hin, dass die Bohrungen in Böblingen vor den Beschlüssen zum Qualitätsmanagement in 2009 genehmigt worden seien. 

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