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Direktbeteiligungen 15.02.2016

German Pellets: Neues Bonitätsrating - ermittelt die Staatsanwaltschaft?

Die Insolvenz von German Pellets zieht Kreise. / Foto: Unternehmen

Die Insolvenz der German Pellets GmbH zieht Kreise: Die Analysten der Creditreform Rating AG haben das Bonitätsrating der Energieholzspezialistin aus Wismar angepasst. Und offenbar beschäftigt sich inzwischen auch die Justiz mit German Pellets.


Vier börsennotierte Wertpapiere hat die insolvente German Pellets GmbH zwischen 2011 und 2015 auf den Markt gebracht. Anleger investierten mehr als 240 Millionen Euro in drei Anleihen und ein Genussrecht. Aktuell geht ihr Wert im Börsenhandel gegen null. Während die drei Anleihen heute am Morgen bei Kursen zwischen 1,85 und 2,5 Prozent vom Nominalwert notieren, liegt der Börsenkurs des Genussrechts bei 0,92 Prozent. Das heißt: Anleger, die bei der Emission der Wertpapiere eingestiegen sind und jetzt an der Börse verkaufen würden, müssten zwischen 97,5 und 99,08 Verlust verkraften.

Die Analysten der Creditreform Rating AG bewerten die Bonität beziehungsweise das Insolvenzrisiko  der German Pellets GmbH als Emittentin von Anleihen. Nachdem German Pellets Insolvenz angemeldet hat, haben die Analysten reagiert und ihr Rating auf „D“ (= Ausfall) gesetzt. Das bestätigte German Pellets per Pflichtmitteilung.


Erste Strafanzeigen von Anlegern und Lieferanten?

Nachdem offenbar die ersten Anzeigen von Lieferanten und Anlegern eingegangen sind, ermittelt wohl auch die Staatsanwaltschaft Rostock gegen German-Pellets-Gründer und –Geschäftsführer Peter Leibold. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf einen Sprecher der Behörde. Eine ECOreporter.de-Anfrage dazu bei German Pellets läuft. „Es geht um die Verletzung von Eigentumsrechten“, zitiert das Handelsblatt den Sprecher der Behörden zu den Ermittlungen gegen Peter Leibold. Zudem sollen auch Strafanzeigen von Anlegern eingegangen sein. Deshalb werde auch  wegen Kapitalanlagebetrugs ermittelt, schreibt das Handelsblatt.

Die Pleite von German Pellets traf die Anleger überraschend. Schließlich hatte das Unternehmen noch kurz vor der Insolvenz betont, dass German Pellets seit 2010 jedes Jahr mehr Umsatz und Gewinn erzielt habe. Gestürzt ist das Unternehmen schließlich über den Versuch die Auszahlung von 52 Millionen Euro an Anleihegläubiger um zwei Jahre bis 2018 zu verschieben, anstatt das Geld am 1. April 2016 auszuzahlen (mehr zu den Anleihe-Plänen und den Problemen von German Pellets lesen Sie hier). Was Fachanwälte jetzt den betroffenen Anlegern von Anleihen und Genussrechten empfehlen, lesen Sie hier).

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