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Gold 21.03.2013

Gold – sicher, wertbeständig, nachhaltig?

Die Schmuckindustrie nimmt 60 Prozent des jährlich neu geförderten Goldes ab. / Quelle: Fotolia, Markus Haack

Kaum ein Rohstoff fasziniert Menschen so sehr wie Gold. Unter den vier Edelmetallen - Gold, Platin, Rhodium und Silber - ist Gold das bekannteste. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es besonders dauerhaft ist. Gold verrostet nicht und reagiert auch nicht auf Sauerstoff. Selbst Salzsäure kann ihm nichts anhaben. Dank dieser Beständigkeit konnte sich das Metall Gold als Zahlungsmittel etablieren. Während Papiergeld verwittert, überdauern Goldmünzen und Goldbarren viele Jahrhunderte. In Münzen geprägtes Gold war die erste verlässliche Währung der Weltgeschichte und half entscheidend dabei, die Grenzen des Tauschhandels zu überwinden.


Gold ist beständig und vielseitig zugleich

Gold ist extrem dehnbar: Ein einziges Gramm Gold reicht aus, um daraus einen haarfeinen Draht mit zwei Kilometern Länge zu spinnen. Die Elektronikindustrie verwendet Golddrähte mit einer Dicke von 1/100 Millimeter. Gold ist ein besonders guter Leiter von Strom und von Wärme. Deshalb stellt man wärmereflektierende Beschichtungen bevorzugt aus Goldschichten her. Nur Silber und Kupfer sind noch bessere Leiter von Wärme und elektrischem Strom als Gold. Auch weil sie nur äußerst geringe Mengen von Gold benötigt, spielt die Industrie beim Verbrauch der weltweiten Goldbestände eine Nebenrolle. Sie verwendet lediglich ein bis zwei Prozent des weltweit verfügbaren Goldes.


Der Platzhirsch in diesem Markt ist die Schmuckbranche. Etwa die Hälfte des weltweiten Goldbestandes ist als Schmuck verarbeitet worden, als reiner Goldschmuck oder in Verbindung mit anderen Metallen oder mit Edelsteinen. Die Schmuckindustrie nimmt 60 Prozent des jährlich neu geförderten Goldes ab. Die größte Nachfrage kommt aus dem nahen und fernen Osten sowie aus Indien. Der Name Gold stammt vom indogermanischen "ghel" ab, was so viel heißt wie "schimmernd". Daher wurde und wird Gold gerne zur Dekoration eingesetzt, etwa in Form von Blattgold. Acht Prozent des weltweit verfügbaren Goldes dient der Dekoration, etwa von Kirchen und Tempeln.


Schon im 5. vorchristlichen Jahrtausend haben Menschen damit begonnen, Gegenstände von besonderer Bedeutung mit Gold zu verzieren oder sie ganz aus Gold herzustellen. Hierbei handelte es sich vornehmlich um religiöse Kultgegenstände. Beispiele dafür finden sich in vielen Kulturen, etwa im alten Ägypten oder im Reich der Inka, ebenso in christlichen Kirchen. Stets versinnbildlichte das Gold mit seinem Glanz göttliche Pracht.


Man kann wichtige historische Epochen an Goldfunden festmachen, zum Beispiel die europäische Antike an der in Mykene ausgegrabenen Goldmaske des Agamemnon. Die Suche nach Gold war der wesentliche Antrieb für Europäer, die wie Pizarro in der frühen Neuzeit nach Amerika aufbrachen und sich anschickten, einen ganzen Kontinent umzugestalten. Goldräusche beflügelten im 19. Jahrhundert in den USA die Besiedlung des Westens. Und die Einführung des Goldstandards als Grundlage der Berechnung von Währungen ermöglichte in den Jahrzehnten vor dem ersten Weltkrieg die Ausbildung moderner Industriegesellschaften.


Die weltweiten Goldbestände sind begrenzt

Der World Gold Council sitzt in London und ist eine globale Lobby-Organisation der Goldminenindustrie. Nach seinen Schätzungen wurden in der gesamten Geschichte der Menschheit bisher etwa 180.000 Tonnen Gold geschürft. Das entspricht einem Würfel aus reinem Gold mit über 20 Metern Seitenlänge. Und diese Menge nimmt beständig zu. Pro Jahr fördern Bergbauunternehmen weltweit rund 3.000 Tonnen Gold gefördert. China ist der weltweit größte Goldproduzent, vor Australien und den USA. Die größten bekannten Vorkommen befinden sich in Australien (7.400 Tonnen), Südafrika (6.000 Tonnen) und Russland (5.000 Tonnen).


Das staatliche geographische Institut  United States Geological Survey (kurz USGS) geht davon aus, dass es weltweit noch 52.000 Tonnen Gold gibt, die profitabel abgebaut werden könnten. Bei der derzeitigen Förderung pro Jahr wäre dieser Vorrat also in etwa 20 Jahren erschöpft.


Allerdings  ist es nicht so, dass Gold stark verbraucht wird und durch neue Förderung ersetzt werden muss. Nur sehr geringe Mengen gehen durch die industrielle Nutzung verloren. Alles übrige Gold ändertt lediglich die Aufbewahrungsform, etwa indem Goldbarren geschmolzen werden, um das Metall zu dekorativen Zwecken zu nutzen. Oder es wechselt den Besitzer, etwa durch den Verkauf eines Goldschmucks.


Zwei Drittel des weltweiten Goldbestandes entfallen auf die Verarbeitung zu Schmuck (51 Prozent), zu dekorativen Zwecken und zur industriellen Nutzung des Edelmetalls. Vom übrigen Drittel wird die eine Hälfte von Zentralbanken und anderen staatlichen Einrichtungen zur Währungsabsicherung aufbewahrt. Die andere Hälfte gehört Investoren (über die Anlagemöglichkeiten in Gold informieren wir HIER).


Der Wert von Gold

Der London Bullion Market ist seit Jahrhunderten der bedeutendste außerbörsliche Handelsplatz für Gold. Seit 1919 legen hier wichtige Goldhändler täglich den Goldpreis fest (Goldfixing). Dazu zählen neben Produzenten, Verarbeitern und Händlern von Gold auch institutionelle Investoren. Beziffert wird der Preis je Feinunze Gold. Eine Feinunze entspricht 31,1 Gramm. Am London Bullion Market beträgt die Mindestgröße der gehandelten Beträge in der Regel 1.000 Unzen Gold.


Im internationalen Goldhandel werden Edelmetallbarren als Grundmaß eingesetzt. Sie müssen eine Feinheit von mindestens 995/1000 aufweisen. Das bedeutet, dass ein Kilo mindestens 995 Gramm Gold enthält. Neben der Feinheit mitsamt Reinheitsgarantie werden auf jedem Barren das Gewicht, die Marke des Herstellers und die Barrennummer eingeprägt.


Der Goldpreis weist ausgesprochen starke Schwankungen auf. Er ist vor allem in den Jahren von 2001 bis 2012 sehr stark angestiegen. Der Wert des weltweiten Goldbestandes von etwa 171.000 Tonnen betrug Ende 2012 ungefähr 9,6 Billionen Dollar. Mehr über die Wertentwicklung von Gold erfahren Sie im Beitrag „Wie sicher und rentabel ist Gold wirklich?“

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