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Aktientipps 21.02.2008

Günstige Gelegenheit? - Experten beurteilen Suntech-Aktie und sprechen weitere Empfehlung aus

Gestern war die Aktie des chinesischen Solarzellenherstellers Suntech massiv unter Druck geraten, nachdem das Unternehmen aus Wuxi Geschäftszahlen für 2007 veröffentlicht hatte. Heute legte der Anteilsschein wieder zu, in Frankfurt bis zum Mittag um über fünf Prozent auf 27,85 Euro.

 

Laut dem US-Analysten Rob Stone von Cowen and Company wurde der zweistellige Kursabsturz vom Vortag vor allem durch Befürchtungen verursacht, das Solarunternehmen sei für seinen angestrebten Produktionsausbau nicht ausreichend mit Silizium ausgestattet. Bis Ende 2008 will Suntech eine Produktionskapazität von Solarzellen mit 1 Gigawatt Leistung erreichen (wir berichteten über die Zahlen für 2007 und den Ausblick auf 2008 imECOreporter.de-Beitrag vom 20. Februar). Wie gestern mitgeteilt wurde, sind dafür Siliziumlieferungen im Umfang von 530 MW gesichert. Ob die Liefervereinbarungen mit Anbietern wie der russischen Nitol Solar oder Renesola ausreichen, wird offenbar von etlichen Börsianern bezweifelt. Nitol Solar etwa beginnt erst mit der Produktion von Solarsilizium (wir informierten darüber imECOreporter.de-Beitrag vom 7. Februar).

 

Nach Einschätzung von Rob Stone besteht die Gefahr, dass Suntech in den kommenden Quartalen Silizium teuer im Spotmarkt einkaufen muss und dann Gewinneinbußen erleidet. Allerdings geht er davon aus, dass der Solarzellenhersteller dies 2009 zum einen durch eine effizientere Produktion abmildern kann. Zum anderen setze dann bereits ein Verfall des Siliziumpreises als Folge der weltweit gesteigerten Produktion des Rohstoffs ein.

 

Vishal Shah, Analyst von Lehman Brothers, sieht jetzt sogar eine günstige Gelegenheit, die Suntech-Aktie zu erwerben. Er schließt sich der Einschätzung von Stone an und empfiehlt, das Wertpapier überzugewichten. Darüber hinaus empfiehlt er mit SunPower eine weitere Solaraktie. Deren Kurs ist seit dem Jahreswechsel von über 90 Euro auf aktuell 50,53 Euro (Frankfurt, 13:30 Uhr) abgestürzt. Shah rechnet mit einem „massiven“ Rückgang der Produktionskosten des Unternehmens aus dem kalifornischen San Jose. Vor allem jedoch erziele es eine Bruttomarge, die etwa doppelt so hoch sei wie die der Konkurrenz aus China.

 

Neben Suntech und SunPower erzielten auch die meisten anderen Solartitel bis zum Mittag Kurszuwächse. Tagessieger ist mit einem Plus von Prozent die Hamburger Conergy. An deren Kapitalerhöhung wollen sich die Gebrüder Strüngmann mit 25 Millionen Euro beteiligen (wir berichteten darüber imECOreporter.de-Beitrag von heute).

 

Suntech Power Holdings Co., Ltd.: ISIN US86800C1045 / WKN A0HL4L

SunPower Corp.: ISIN US8676521094 / WKN A0HHD1

 

Bildhinweis: Solarzelle von Suntech. / Quelle: Unternehmen

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