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Nachhaltige Aktien 01.09.2016

Henkel AG & CO KG: Neue nachhaltige Palmöl-Projekte und warum Kokosöl auch kein guter Ersatz ist

Palmöl-Plantage in Indonesien: Henkel setzt auf nachhaltige Projekte mit Kleinbauern. / Foto: Robin Wood

Der deutsche Henkel-Konzern hat drei weitere Partnerschaften geschlossen, um seinen Produktionsbedarf an nachhaltigem Palmöl zu decken. „Die Partnerschaften in Indonesien, Mexiko und Nigeria ergänzen die bereits bestehende Projekte in Honduras und Indonesien“, teilte das Unternehmen mit. Insgesamt gebe es fünf Projekte in vier Ländern, mit denen nachhaltig wirtschaftende Plantagen und Kleinbauern unterstützt werden sollen.

Palmöl-Kauf bei Kleinbauern

Das Ziel: Die Verfügbarkeit von nachhaltigem Öl soll um die Menge erhöht werden, die dem Bedarf von Henkel im Jahr 2020 entspricht. Hierbei hat der Chemie-Konzern nach eigenen Angaben mit dem Abschluss eines Kleinbauernprojekts in Honduras bereits deutliche Fortschritte erzielt. Im Rahmen der dreijährigen Projektlaufzeit bis Juni 2016 konnten die Erträge der Plantagen um 25 Prozent gesteigert und insgesamt 500.000 Tonnen Palm- und Palmkernöl hergestellt werden.

Auch die neuen Partnerschaften seien ein wichtiger Erfolg, da sich dadurch die Verfügbarkeit von nachhaltigem Öl auf dem Weltmarkt um die Menge erhöhen werde, die dem erwarteten Bedarf von Henkel im Jahr 2016 entspreche. „Unser Ziel ist es, den gesamten Markt so zu verändern, dass in Zukunft nur nachhaltig produziertes Palm- und Palmkernöl verfügbar sein wird", sagte Kathrin Menges, Personalvorstand und Vorsitzende des Sustainability Council von Henkel.

Weil sich das Unternehmen seit vielen Jahren für die nachhaltige Nutzung von Rohstoffen engagiert, sind die Henkel-Aktien im Nachhaltigkeitsindex GCX vertreten.Die Aktien haben zweiten Quartal besonders stark an Wert gewonnen. 


Gründe gegen einen sofortigen Palmöl-Produktionsstopp: Die Alternativen überzeugen auch nicht

Auch wenn sich Unternehmen wie Henkel um mehr Nachhaltigkeit bemühen, steht Palmöl immer wieder in der Kritik. Umweltschützern des WWF zufolge führt kein Weg daran vorbei, den Anbau von Ölpflanzen ausnahmslos umwelt- und sozialverträglicher zu gestalten. Gleichzeitig müsse der Bedarf drastisch gesenkt werden, so die Forderung.

 

Palmöl-Kritik und die schwierige Suche nach Ersatz

Eineaktuelle WWF-Studiehat jetzt untersucht, welche ökologischen Effekte es hätte, wenn Deutschland Palmöl boykottieren und austauschen würde. Das Ergebnis: Der Ersatz durch Kokos-, Soja-, Sonnenblumen- und Rapsöl hätte einen massiv höheren Flächenbedarf zur Folge, die Treibhausgasemissionen stiegen an und die Gefährdung von Tier- und Pflanzenarten nähme zu. „Der simple Austausch von Palmöl durch andere Pflanzenöle löst die Probleme nicht, sondern kann sie sogar verschlimmern“, fasst Ilka Petersen vom WWF Deutschland zusammen. „Das gilt insbesondere dann, wenn Palmöl durch Soja- oder Kokosöl ersetzt wird.“

Der größte Anteil geht laut der Studie in Biodiesel (41 Prozent), dicht gefolgt von Nahrungs- und Futtermitteln (40 Prozent) sowie in die industrielle Verwendung etwa für Pharmazie oder Reinigungsmittel (17 Prozent). In der Folge steckt Palmöl in jedem zweiten Supermarktprodukt von Margarine, Pizzen und Süßwaren bis zu Kosmetika und Waschmitteln. Rund 140.000 Tonnen landen darüber hinaus in den Futtertrögen der konventionellen Intensivtierhaltung.

Würde Deutschland das Palmöl komplett ersetzen, wären laut der neuen WWF-Studie für die Gewinnung der „Ersatz-Pflanzenöle“ rund 1,4 Millionen Hektar mehr Anbaufläche notwendig. Zu dem Mehrbedarf an Fläche kommt es, weil keine andere Pflanze auf einem Hektar Land so hohe Öl-Erträge wie die Ölpalme erzielt. Raps, Kokos und Sonnenblume bringen im Durchschnitt nur rund 0,7 Tonnen Öl pro Hektar. Soja sogar noch weniger. Zum Vergleich: Die Ausbeute bei Ölpalmen liegt bei durchschnittlich 3,3 Tonnen pro Hektar.

Mehr zum Investment in Palmöl lesen Sie hier.

Henkel: ISIN: DE0006048432 / WKN: 604843

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