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Direktbeteiligungen 17.02.2009

„Holz ist eine Langfristanlage und kann dadurch viele Krisen überstehen.“ – ECOreporter.de-Interview mit Wouter Bakker, Robinia-Invest

Robinia-Geschäftsführer Wouter Bakker / Quelle: Robinia-Invest GmbH

Investments in Robinienplantagen im Osten Deutschlands bietet die Robinia-Invest GmbH aus Kleve. Anleger können zwischen verschiedenen Laufzeiten und Varianten wählen, wie Festzins, Sparplan oder einer einmaligen Anlagesumme. ECOreporter.de sprach mit Robinia-Geschäftsführer Wouter Bakker über sein Unternehmen.


ECOreporter.de: Herr Bakker, Sie pflanzen Robinien in Deutschland an. Warum nicht in anderen Breitengraden und in anderen Ländern, wo Bäume schneller wachsen und Sie dann vielleicht auch höhere Renditen erzielen?
Wouter Bakker:Die Robinie kommt aus Nord-Amerika. Europa hat in etwa das gleiche Klima wie Nord-Amerika. Natürlich wachsen die Robinien auch in Ost-Europa, aber wir wollen unseren Kunden als Sicherheit ein Grundpfandrecht geben, das so im Ausland nicht möglich wäre.


ECoreporter.de: Robinien-Plantagen - ist das ökologisch? Oder sind das Monokulturen?
Bakker:Eine Robinien-Plantage ist von der Sache her eine Monokultur, da ja nur Robinien-Bäume auf dem Grund gepflanzt werden. Aber die Bäume bieten vielen Tieren für die Zeit des Wachsens Nistplätze und Unterschlupf. Zudem blüht die Robinie und gibt dadurch Bienen und anderen Tieren Futtermöglichkeiten.


ECOreporter.de: Wie schnell wächst eine Robinie, ab wann ernten Sie?
Bakker:Eine Robinie wächst etwa einen Zentimeter in der Dicke und im Wuchs einen Meter hoch pro Jahr. Das ist drei Mal so schnell wie eine Eiche oder Buche. Wir ernten ab dem zehnten Jahr.


ECOreporter.de: Wofür verwendet man Robinien?
Bakker:Robinien sind vielseitig einsetzbar, etwa für Lärmschutzwälle, Wasserschutzwälle, Möbel, Pfähle, Gartenzäune, Straßenbaum-Befestigungen etc. Die Robinie wird allerdings hauptsächlich für Projekte im Natur- oder Außenbereich eingesetzt. Denn Robinienholz braucht keine weiteren Nachbearbeitungen wie Farb- oder Lackanstriche. Die Robinie ist ein Edelholz, es kann z.B. unter Wasser stehen und bleibt dabei beständig und verfault nicht.


ECOreporter.de: Verarbeiten Sie das Holz selbst oder geht das an Verarbeitungsbetriebe?
Bakker:Das Holz wird von uns gefällt und zu einem Verarbeitungsbetrieb transportiert.


ECOreporter.de: Mit welchen Renditen kann jemand rechnen, der bei Ihnen investiert - und nach wieviel Jahren?
Bakker:Wir rechnen mit verschiedenen Preisentwicklungen des Holzes. In den letzten acht Jahren betrug die durchschnittliche Preisentwicklung des Robinien-Holzes etwa zwölf Prozent Plus pro Jahr. Das wird sich momentan durch die Krise in der Weltwirtschaft etwas abschwächen. Da aber Holz eine Langfrist Anlage ist, dürfte die Situation in einigen Jahren besser aussehen. Zudem bieten wir unseren Kunden auch einen Festzins durch unsere Anleihe an. Auf unserer Website sind die verschiedenen Preisberechnungen der Anlage "Grüner Rendite Plan" einzusehen.


ECOreporter.de: Wald und Holz gelten als Sach-Anlagen. Aber die "Sachen", also die Robinien, die gibt es ja noch nicht, sie werden erst angepflanzt. Welche Sicherheiten bieten Sie dem Anleger?
Bakker:Wir bieten unseren Kunden folgende Sicherheiten: Als wichtigstes das Grundpfandrecht. Die Gelder, die zur Pflege der Plantage gebraucht werden, werden in eine separate Verwaltungsgesellschaft überführt, deren einzige Aufgabe es ist, sich um die Bäume zu kümmern. Die Plantagen sind gegen Sturm und Feuer versichert. Diese Versicherung übernehmen die Provinzial AG und eine Niederländische Versicherung, die auf Wald- und Forstwirtschaft spezialisiert ist. Wir haben außerdem eine Austauschgarantie für den Kunden: Wenn nach zwei Jahren auf seiner Parzelle die Bäume nicht richtig wachsen sollten, bekommt der Kunde gleichwertigen Ersatz.


ECOreporter.de: Die Finanzkrise bremst zumindest teilweise den Konsum, also dürfte auch der Holzverbrauch sinken. Sinkt damit die Rendite für die Robinia-Anleger?
Bakker:Natürlich kommt es momentan zu sinkendem Verbrauch. Aber sie dürfen nicht vergessen, das jede Krise einmal vorbei geht. Der Bedarf wird wieder steigen. Zudem wird Holz als natürlicher Rohstoff in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Nicht nur durch die Abholzung, Verödung der Böden und sonstigen Ereignisse wird Holz weltweit knapper werden. Auch durch die immer zahlreicher werdende Weltbevölkerung wird mehr Holz verbrauchen.
Holz ist zudem eine Langfristanlage und kann dadurch viele Krisen überstehen. Ein Baum wächst immer – unabhängig davon, welche Krisen im Finanzsystem wüten. Bei unseren Preisentwicklungen haben wir ja dafür verschiedene Szenarien angegeben. Wenn man die Meinungen anderer Experten und Organisationen zu Grunde legt, die sich mit dem Thema Holz befassen, kommt man auf eine durchschnittliche Mindestrendite von sieben bis neun Prozent - nicht schlecht, finde ich.


ECOreporter.de: Herr Bakker, wir danken Ihnen für das Gespräch!




Zur Person:

Der 1971 geborene Wouter Bakker ist eigenen Angaben zufolge seit 1997 in der Finanzbranche tätig. Bis 2003 beschäftigte er sich mit Aktien. Zwischenzeitlich sammelte er einige Monate lang Erfahrungen mit Teakholz. Dies könne er nicht empfehlen, so Bakker. Er halte Robinienholz für das bessere Produkt für Kunden. Wie er gegenüber ECOreporter.de berichtet, verkaufte er von 2003 bis 2008 gemeinsam mit seinem Bruder Versicherungen, Kredite und Robinien-Pflanzungen in Polen. Für niederländische Kunden pflanzten die Brüder demnach 250 Hektar Robinie in dem Land. Seit 2007 bereitete Bakker die Gründung der Robinia Invest vor. Seit November 2008 biete man Beteiligungsprodukte an.


Bilder: Robinienplantagen / Quelle: Robinia-Invest GmbH

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