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Nachhaltigkeitsfonds & Zertifikate 03.03.2012

„In der Finanzkrise ist die Nachfrage nach ‚grünen‘ Geldanlagen gestiegen“ Interview mit Katharina Klauß, ecoConsort AG

Die ecoConsort AG ist ein Emissionshaus das nachhaltige Finanzprodukte anbietet. inwiefern Privatanleger investieren können und welche Rolle Nachhaltigkeitskriterien im Angebot von ecoConsort spielen, erläutert Vorstand Katharina Clauß im ECOreporter.de-Interview.

Katharina Klauß ist 32 Jahre alt und ledig. Die Diplom-Forstwirtin ist im Vorstand der ecoConsort AG aus Dresden. / Quelle: Unternehmen

 

ECOreporter.de: Welche Anlageformen bieten Sie Privatanlegern an und welche Zielgruppe wollen Sie damit ansprechen?

Katharina Klauß:Die ecoConsort AG versteht sich als Emissionshaus für Nachhaltigkeit, zum Beispiel für offene Fonds und Unternehmensanleihen. Im Fondssegment bieten wir den Infinus ecoConsort Fund als offenen Publikumsfonds an. Der Multi-Asset-Fonds wird nach vermögensverwaltenden Grundsätzen gemanagt und ist seit einem Jahr zum öffentlichen Vertrieb zugelassen. Zielgruppe sind in erster Linie private Anleger. Neben klassischen Einmalanlagen eignet sich der Infinus ecoConsort Fund aufgrund seiner reduzierten Volatilität auch für den langfristigen privaten Vermögensaufbau.


ECOreporter.de: Über welche Erfahrungen verfügen Sie und Ihr Team im Bereich nachhaltige Geldanlage?

Klauß:Die ecoConsort AG profitiert als 100-prozentige Tochter der Future Business PLUS AG vom breiten Know-how des Emissionshauses und der langjährigen Erfahrung der Initiatoren mit substanzwertorientierten Anlagen. Darüber hinaus bilde ich mit meinen Kolleginnen ein eingespieltes Team, das mit dem Thema Nachhaltigkeit in besonderem Maße vertraut ist. So bin ich studierte Forstwirtin, und der Begriff Nachhaltigkeit kommt aus der Forstwirtschaft. Zudem war ich als Projektasisstentin beim WWF (World Wide Fund for Nature) in der Schweiz tätig und konnte mir nach meinem Wechsel zur Future Business KG aA im Jahr 2006 ein breites Wissen in der Entwicklung und Realisierung von banken- und börsenunabhängigen Finanzprodukten aufbauen. Auch arbeiten wir in der Produktentwicklung sehr eng mit der INFINUS AG Finanzdienstleistungsinstitut, dem führenden Haftungsdach in Deutschland, zusammen und verfügen zusätzlich über ein breites Expertennetzwerk - etwa für die Auswahl von Zielinvestments bei Erneuerbaren Energien und umweltgerechten Immobilien.


ECOerepoerer.de: Inwiefern setzen Sie dabei auf eine Nachhaltigkeitsanalyse?

Klauß:Grundsätzlich müssen alle Zielinvestments unabhängig vom Produktmantel gemäß der Devise „Investieren mit Verantwortung“ einen übergeordneten nachhaltigen gesellschaftlichen Nutzen generieren. Beim Infinus ecoConsort Fund liegt der Fokus auf erstklassigen Nachhaltigkeitsfonds, die über ein gezieltes Fondspicking als Zielfonds herausgefiltert werden. Die Auswahlkriterien des Fondsmanagements im Hinblick auf Anlageziele, Ausrichtung, Managementansatz und Risikomanagement sind streng.
Bei unseren neuen grünen Orderschuldverschreibungen setzen wir unter anderem auf Beteiligungen an nachhaltigen Unternehmen oder Projekten im In- und Ausland sowie Investitionen in geschlossene Fonds aus dem Primär- und Sekundärmarkt mit dem Fokus auf Erneuerbare Energien. Diese werden im Vorfeld von unabhängigen Experten einer Due Diligence-Prüfung unterzogen. Dies gilt auch für den Erwerb von umweltgerechten Immobilien.


ECOreporter.de: Welche ökologischen, sozialen und ethischen Positiv- und Negativkriterien sind ausschlaggebend? Wie oft und durch wen werden diese Kriterien festgelegt und wird die Einhaltung dieser Kriterien überprüft?

Klauß:Wir verzichten bei der Auswahl unserer Zielinvestments bewusst auf die gängigen Modelle wie Positiv- und Negativlisten oder Best-in-Class-Ansätze, weil sie das Anlageuniversum und die Flexibilität zu sehr einschränken. Was den Infinus ecoConsort Fund betrifft, investieren wir in ausgesuchte „Perlen“, die heute oder in naher Zukunft zu den besten in ihrem jeweiligen Segment gehören.


ECOreporter.de: Sie bieten auch Unternehmensanleihen an. Welche branchenspezifischen und regionalen Schwerpunkte setzen Sie bei der Auswahl der Unternehmen?

Klauß:Mit der Zeichnung der neuen Festzinsprodukte wird es möglich, an einem breit gestreuten Portfolio aus unternehmerischen Beteiligungen mit Fokus auf regenerativen Energien, Immobilien unter Berücksichtigung energetischer Sanierungen sowie fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen mit nachhaltigem Charakter zu partizipieren. Die Mindestlaufzeiten bewegen sich zwischen 90 Tagen und fünf Jahren und zwei Monaten. Es gibt keine bestimmten regionalen Schwerpunkte. Deutschland liegt natürlich im Fokus.


ECOreporter.de: Eine Anlageklasse, in der Sie aktiv sind, ist Immobilien…

Klauß:Auch bei Immobilien ist in den letzten Jahren das Thema Energieeffizienz und Nachhaltigkeit verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Nicht nur Neubauten, sondern auch immer mehr Gebäudesanierungen werden unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit durchgeführt. Die ecoConsort AG beteiligt sich über den Kauf von Immobilien in ausgesuchten Lagen, die von einer guten Nachfrage und steigenden Mieten profitieren. Anleger können über unsere neuen Orderschuldverschreibungen daran partizipieren.


ECOreporter.de: Wie hat sich die aktuelle Euroschuldenkrise auf Ihr Geschäft ausgewirkt?

Klauß:Die Nachfrage nach grünen Anlagen ist gestiegen, weil bei der Geldanlage neben dem Renditegedanken auch immer mehr die sinnstiftenden Aspekte der dahinter stehenden Investments hinterfragt werden. Wir sehen dies als dynamischen Prozess an und wollen mit unseren Produkten zeigen, dass Ökonomie und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sind. Hinzu kommt, dass nachhaltig gemanagte Produkte aufgrund der strategischen Vorteile vielfach sogar besser als herkömmliche Anlagen abschneiden. Wir werden 2012 daher nutzen, unser Angebot systematisch auszubauen. In der Pipeline sind weitere Anlage- und Vorsorgeprodukte mit nachhaltigem Zielfokus.


ECOreporter: Vielen Dank für das Gespräch, Frau Klauß!

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