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Direktbeteiligungen 12.09.2014

Infinus-Skandal: Razzien bei Ergo und Gothaer

Ein Gebäude der Ergo-Versicherungsgruppe. Der Konzern erhielt im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den Dredener Finanzdienstleister Infinus offebnbar Besuch von der Polizei. / Foto: Unternehmen

Der Skandal um den insolventen Dresdener Finanzdienstleister Infinus zieht weitere Kreise: Die Polizei hat offenbar die Zentralen der Versicherer Ergo und Gothaer durchsucht. Die Razzien stehen im Zusammenhang mit den Betrugsvorwürfen der Staatsanwaltschaft Dresden gegen führende Köpfe der Infinus-Gruppe. Das berichtet das Handelsblatt.


Dem Bericht zufolge erklärten beide Unternehmen, dass Sie nicht im Fokus der Ermittlungen stünden, sondern lediglich Zeugen seien. Bei der Ergo-Versicherung, einer Tochter der Münchner Rück, sind dem Handelsblatt zufolge sechs Beamte an der Razzia beteiligt gewesen, die sich unter anderem auf die Segmente Leben und Maklervertrieb konzentriert hätten. Die Ergo-Versicherung habe trotz interner Warnungen lange an Geschäften mit Infinus festgehalten.


Den Verantwortlichen von Infinus wird unter anderem Vorgeworfen, Lebensversicherungspolicen auf Mitarbeiter und Verwandte ausgestellt zu haben, für die Tochterfirmen als Makler Provisionen von Versicherungen wie Ergo oder Gothaer kassiert haben sollen.


Von dem Skandal sind 40.000 Anleger betroffen, denen die Infinus-Gruppe nach Schätzung des Insolvenzverwalters Bruno Kübler 920 Millionen Euro schuldet (ECOreporter.de berichtete). Neben den Ermittlungen wegen dieses mutmaßlichen Provisionskarussells ermittelt die Staatsanwaltschaft unter anderem wegen mutmaßlich geschönten Bilanzen in Verkaufsprospekten zu Anleihen und wegen des Verdachts, Infinus könnte ein Schneeballsystem betrieben haben. Das wäre der Fall, wenn die Zinsansprüche von Anlegern mit dem Geld bezahlt worden wären, das andere Anleger eingezahlt haben.

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