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Wachhund-Warnung 02.04.2014

Insolvenzverwalter schasst Prokon-Gründer Carsten Rodbertus

Die insolvente Prokon errichtet und betreibt Windräder in Deutschland und Polen. Finanziert wurde das Geschäft vor allem durch Genussrechte von Kleinanlegern. / Quelle: Fotolia

Paukenschlag im vorläufigen Insolvenzverfahren des Windkraftprojektierers Prokon. Der Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin von der Hamburger Kanzlei Schmidt-Jortzig-Petersen-Penzlin hat den Gründer und geschäftsführenden Gesellschafter Carsten Rodbertus vor die Tür gesetzt. Darüber hinaus trennte sich der Hamburger Anwalt von Rüdiger Gronau, der ebenfalls als Geschäftsführer von Prokon tätig war. Das erklärte Penzlin gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.


„Die Tätigkeiten von Herrn Rodbertus und Herrn Gronau für die Genossenschaft sowie ihre jüngsten Äußerungen über Prokon haben leider keinen Raum mehr für eine konstruktive Zusammenarbeit gelassen. Beide haben das Betriebsgelände dauerhaft verlassen“, zitiert die Nachrichtenagentur den Anwalt zur Abberufung, die am Dienstagnachmittag mit sofortiger Wirkung ausgesprochen worden ist. Sämtliche Mitarbeiter hat Penzlin demnach per Mail über den Schritt informiert. Die Trennung kommt nicht ganz überraschend. Mehr dazu lesen Sie hier.


„Freunde von Prokonkehren Rodbertus den Rücken

Auch die Anlegerinitiative „Die Freunde von Prokon“ ist mittlerweile von Rodbertus abgerückt. Der Verein, der im Januar 2014 angetreten war, um Rodbertus dabei zu unterstützen, die Genussrechte-Inhaber von der Kündigung ihrer Beteiligung abzubringen, warnt auf seiner Homepage eindringlich davor, der neu gegründeten PROKON Genossenschaft  für eine lebenswerte Zukunft eG i. G. von Rodbretus Geld anzuvertrauen. „Nach unserer Erfahrung mit ihm vertrauen wir Herrn Rodbertus nicht mehr unsere Werte an. Er hat offensichtlich zu keinem Zeitpunkt daran gedacht, eine wirksame Kontrolle seines Handelns durch ein Aufsichtsgremium mit starken Rechten zuzulassen. Vom ersten Treffen an war aber dies Bestandteil unserer Gespräche. Mit der einseitigen Gründung der Genossenschaft und der einseitigen Gestaltung der Satzung wurde endgültig klar, dass er seinen eigenen Weg ohne echte Mitbestimmung der Geldgeber fortsetzt, einen Weg, der das Unternehmen auch in die (vorläufige) Insolvenz geführt hat.“, so „Die Freunde von Prokon“. Und weiter: „Wir lehnen seinen Alleingang mit seiner Genossenschaft ab. Der Verein führt bis auf Weiteres keine Gespräche mehr mit Herrn Rodbertus. Wir bereiten uns auf das Insolvenzverfahren vor, um dort eine möglichst geschlossene Einheit aller Genussrechtsinhaber für eine Fortführung des Unternehmens zu erreichen. Aufgrund dieser Entwicklung und nach Auffassung aller von uns einbezogenen Fachleute wird die Fortführung unseres Unternehmens erfolgreicher ohne Herrn Rodbertus verlaufen.“


Rodbertus äußert sich in einer Stellungnahme auf der Homepage seiner neu gegründeten Stiftung. Darin bekräftigt er nochmals, dass die vorläufige Insolvenz von Prokon die Folge einer medialen Hetzkampagne sei.


Von der Prokon-Pleite sind rund 75.000 Kleinanleger betroffen, die 1,4 Milliarden Euro in Prokon-Genussrechte investiert haben. ECOreporter.de führt Prokon in der Wachhundrubrik und warnte bereits 2012 vor Risiken dieses Investments. Auf dieser Sonderseitelesen Sie Hintergründe zum Geschäftsmodell und den Ursachen des Niedergangs sowie Einschätzungen von Juristen zum Fall Prokon.

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