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Nachhaltige Aktien 23.02.2011

Investoren drängen auf bessere Nachhaltigkeitsinformationen börsennotierter Unternehmen

Viele der 30 größten Börsen der Welt notierten Unternehmen haben Nachholbedarf bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Dies geht aus einer Erhebung der Vermögensverwaltungsgesellschaft von Aviva Investors mit Sitz in Frankfurt und London hervor. Aviva hatte zusammen mit 23 weiteren institutionellen Investoren im Jahr 2008 einen Aufruf an die 30 weltgrößten Handelsplätze geschickt, auf die dort notierten Unternehmen einzuwirken, besser über Nachhaltigkeitsaspekte zu berichten. Seither wird der Aufruf kontinuierlich aktualisiert. Die 24 Unterzeichner des Aufrufs verwalten nach eigenen Angaben eine Anlagesumme von 1,6 Billionen US-Dollar. Dazu zählen etwa die Dexia Asset Management, North East Scotland Pension Fund, Pax World Management und  Allianz Global Investors Investments Europe.


Die Untersuchung, die sich auf Bloomberg-Daten stützt, stuft die einzelnen Börsenzulassungsstellen in einer Nachhaltigkeitstabelle ein. Im Rahmen dieser Tabelle wird beurteilt, inwieweit die an den Börsen gelisteten Unternehmen Angaben zu ökologischen und sozialen Themen wie auch zu Fragen der Unternehmensführung machen.


Demnach machen die Firmen an den Börsen Australian Stock Exchange, Nasdaq GS, Korea Exchange, Santiago Stock Exchange und Philippine Stock Exchange die wenigsten Angaben zur Nachhaltigkeit in Produktion und Geschäftsstrategie. Positiv schnitten die Handelsplätze Euronext Paris, Tokyo Stock Exchange, Helsinki, Euronext Amsterdam, Euronext Lisbon und Borsa Italiana im Ranking ab.


„Viele internationale Unternehmen wissen, dass der Shareholder Value durch die Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien und eine vollumfängliche Berichterstattung zu diesbezüglich erzielten Fortschritten langfristig gestärkt wird“, erklärte Georg Kell, Executive Director der UN Global Compact Initiative, einem wichtigen Befürworter des Engagements rund um die Untersuchung. „Nur wenn Anleger mühelos auf Informationen zugreifen können, die für ihr Geschäft relevant sind, können sie Unternehmen effektiv vergleichen und ihr Kapital entsprechend investieren. Es ist nun an den Wertpapierbörsen, die nächsten naheliegenden und wichtigen Schritte zur Schaffung wirklich nachhaltiger Kapitalmärkte zu ergreifen“, so Kell weiter.

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