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Nachhaltige Aktien 29.10.2013

Kann Yingli Green Energy Zulieferer nicht bezahlen?

Freiflächensolaranlage mit Modulen von Yingli Green Energy. / Quelle: Unternehmen

Dem chinesischen Solarkonzern Yingli Green Energy aus Boading steht offenbar eine millionenschwere Klage aus Deutschland ins Haus. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge erwägt der insolvente Photovoltaik-Dienstleister SiC Ptocessing GmbH aus Hirschau Amberg, ausstehende Zahlungen im Gegenwert von 23 Millionen Euro aus Lieferungen und Konventionalstrafen für Vertragsbrüche bei den Chinesen einzuklagen. Das berichtet das pv magazine Deutschland unter Berufung auf den Insolvenzverwalter der SiC Processing GmbH, Christopher Seagon von der Kanzlei Wellensiek.


Dem Bericht zufolge stuft der Jurist die nicht bezahlten Rechnungen der Chinesen als einen der „bedeutenden Gründe für die Insolvenz von SiC Processing GmbH in Deutschland“ ein.  „Es ist schon erstaunlich, dass ein chinesischer Konzern dieser Größenordnung – unter anderem von der chinesischen Regierung in ihrem Jahresplan als einer der wesentlichen Lieferanten bedacht, um 35 Gigawatt Solarenergie bis 2015 aufzubauen – seine Lieferanten nicht bezahlt, so dass diese ihren Geschäftsbetrieb einstellen müssen, und auf der anderen Seite europäische Photovoltaik-Hersteller im Preis weit unterbietet, sodass auch die europäischen Photovoltaikhersteller in existenzgefährdend Bedrängnis geraten“, wird Saegon zitiert.  Yingli verweist dem Bericht zufolge darauf, derzeit nicht über ausreichend Mittel zu verfügen, um die Forderung zu begleichen und, dass die SiC in der Dringlichkeitsliste der zu bezahlenden Gläubiger nicht weit genug oben stehe.


SiC Processing ist  seit Ende 2012 insolvent. Das Unternehmen stand zunächst unter Gläubigerschutz. Der Insolvenzverwalter Christopher Seagon  übernahm auf Geheiß der Gläubigerversammlung im April 2013 das Ruder bei SiC. Von der Pleite sind auch zahlreiche Kleinanleger betroffen. SiC brachte 2011 eine Anleihe im Gegenwert von 100 Millionen Euro auf den Markt.  Das Wertpapier ist mit 7,125 Prozent fest verzinst und wäre 2016 fällig.


Ein Großteil dieses Geldes soll in den Aufbau der bislang noch nicht insolventen chinesischen Tochtergesellschaft SiC Processing (Baoding) Ltd. geflossen sein. „In Deutschland hat dieses Geschäftsgebaren dazu geführt, dass alleine die Zeichner der Anleihe der SiC Processing GmbH Forderungen von ca. 87 Millionen Euro haben, die bislang nicht befriedigt werden“, erklärte der Insolvenzverwalter gegenüber dem pv-magazine Deutschland.

Yingli Green Energy Holding Co. Ltd: ISIN US98584B1035 / WKN A0MR90

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