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Nachhaltige Aktien 22.06.2015

Konflikt um Führung von PNE Wind spitzt sich zu

Der Hauptsitz der PNE Wind AG in Bremen. / Foto: Unternehmen

Das Hauen und Stechen um die Führungsspitze des Windkraftprojektierers PNE Wind AG geht weiter. Wie das Unternehmen aus Cuxhaven mitteilt, haben Aktionäre ein Hauptversammlungseinberufungsverlangen und „ein entsprechendes Ergänzungsverlangen übermittelt, das die Gesellschaft geprüft hat und insgesamt für zulässig hält“. Demnach wird gefordert, „unverzüglich eine neue Hauptversammlung auf zwei Tage einzuberufen“. Dieses Verlangen habe unter anderem die Heidelberger Beteiligungsgesellschaft Deutsche Balaton AG eingereicht. In der vergangenen Woche war die Hauptversammlung der PNE Wind unter ungeklärten Umständen und ohne Ergebnisse abgebrochen worden. Das hatte zum Eklat geführt. Die wichtigsten Tagesordnungspunkte betrafen die mögliche Umbesetzung der Führung. Die Polizei hat Daten und Abstimmungsergebnisse beschlagnahmt (wir haben umfassend darüber berichtet).


Das nun eingereichte Hauptversammlungseinberufungsverlangen sowie die Ergänzungsverlangen treiben die Eskalation weiter. Darin wird für die Tagesordnung der neuen Hauptversammlung vorgeschlagen, „den bestehenden Aufsichtsrat insgesamt abzuwählen, den Aufsichtsrat auf drei Personen zu verkleinern, die Entlastung von sämtlichen Mitgliedern von Vorstand und den Mitgliedern des Aufsichtsrats Kuprian, Dr. Fischer, Abhari, Vazquez, Dr. Aden und Rolfs zu verweigern“.

Im Mittelpunkt der Diskussionen auf der Hauptversammlung standen unter anderem die Vergütungen des Aufsichtsrats und von Vorstandschef Martin Billhardt. Lesen Sie dazu auch unser Interview mit Volker Friedrichsen, Großaktionär und Aufsichstrat der PNE Wind AG, der zu den Kritikern von Billhardt und der Deutschen Balaton AG nun ins Visier genommenen Aufsichtsratsmitgliedern gehört. Im Hauptversammlungseinberufungsverlangen nebst Ergänzungsverlangen wird nun vorgeschlagen, die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2014 auf 25.000 Euro pro Person zu verringern und diese künftige generell zu begrenzen. Zudem sollen weder Aufsichstratschef Dieter Kuprian noch sein Stellvertreter Dr. Peter Fischer die Versammlungsleitung übernehmen dürfen.


Die Antragsteller schlagen ferner vor, die Hamburger  PKF Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Jahresabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 sowie als „Prüfer für eine prüferische Durchsicht“ zu bestellen. Über zwei Sonderprüfungsanträge wird verlangt, die Vergütungen der Führungsmitglieder seit 2008 und die Vorgänge bei der Hauptversammlung vom 16. Juni zu untersuchen. Hierfür solle als Sonderprüfer der Münchener Rechtsanwalt Tino Sekera-Terplan bestellt werden.

Die PNE Wind erklärte dazu, dass sie derzeit prüfe, „wann und an welchem Ort die nächste Hauptversammlung unter Berücksichtigung der Anträge der Antragsteller durchgeführt werden kann“.

PNE Wind AG: ISIN DE000A0JBPG2 / WKN A0JBPG

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